Maurer & Cik - by Kleine Zeitung

Wird Aida Loos die neue Farah Diba? feat. Aida Loos

Episode Summary

Kabarettistin Aida Loos ist Gast im satirischen Nachrichtenpodcast der Kleinen Zeitung. Gemeinsam mit Satiriker Thomas Maurer und Journalist Thomas Cik spricht sie über die Lage im Iran aber auch über die jüngsten Pläne von Norber Hofer.

Episode Notes

Episode Transcription

Thomas Cik (00:19)

S'eerst, Thomas.

 

Aida (00:21)

Ja.

 

Thomas Cik (00:22)

Und S'eerst, liebe Zuhörer an der Person bei Mauron, schickt im satirischen Nachrichten-Podcast der Kleinen Zeitung. Und heute darf ich was Besonderes ankündigen. Wir haben eine Gästin, eine fantastische Körpertistin, eine laute, aber aus guten Gründen laute Stimme. Und ich freue mich unglaublich darüber, dass wir sie heute hier zu Gast haben dürfen. Eigentlich ist es bisschen beschämend, dass uns die Weltgeschichte so quasi reinspielen musste, dass wir sie eingeladen haben, aber ...

 

Aida (00:29)

Ich dass sich der Zeit hier Sie Zeit hier mit Ich sehr Zeit

 

Thomas Cik (00:46)

machen wir das wunderbarste draussen, denn sie wird es wunderbar machen. Sie ist quasi 24 Stunden und an das an sieben Tagen in der Woche derzeit geistig

 

Aida (00:56)

Servus

 

Thomas Cik (00:56)

in ihrer einstigen Heimat ist in Österreich eine der wunderbarsten Kabarettistinnen und einer der lustigsten Frauen, die ich überhaupt in meinem ganzen Leben erlebt habe. Und jetzt höre ich einmal auf, sondern begrüße sie endlich. Sehres Liebe, Aida Los.

 

Aida (01:12)

liebe

 

Thomas Cik (01:14)

Ja,

 

die Leute werden schon erratet haben, worüber wir heute sprechen werden. Wir müssen natürlich über den Krieg im Iran sprechen. Wir wollen aber auch über das österreichische Gesundheitssystem sprechen und wir wollen noch ein bisschen über eine Innovation beziehungsweise Investitionen im österreichischen Medienbereich sprechen. Das heißt, es ist eigentlich alles ganz, ganz schlimm. würde ich sagen, gehen wir gleich rein in die vielen, Themen.

 

Liebe AIDA.

 

klären wir zu Beginn eine Frage. Ich habe von dir ein sehr schönes und natürlich auch entsprechend humorvolles Zitat gelesen, das ich erst mal kurz wiedergeben möchte. Wir haben uns immer als Perserinnen bezeichnet. Das klang nach schönen Teppichen und edlen Katzen. Iran klang nach Mullah und Kopftuch nach schwachen Frauen. Wie soll wir heute das Wording haben? Sollen wir dich als einstige Iranerin bezeichnen oder vielleicht doch als gebürtige Perserin oder einfach Österreicherin?

 

Wo schlägt dein Herz und welche Sprache spricht es, wenn es von diesem Land spricht?

 

Aida (02:09)

Also

 

ich glaube, Heimat ist nichts, einstig ist. Also ich glaube, es gibt nur eine Heimat. Mittlerweile ist meine Heimat dort, wo mein Teppich liegt. Aber trotzdem ist es so, der Iran ist meine Heimat und ich habe nicht meine Heimat verlassen, sondern meine Heimat hat mich vertrieben, kann man sagen. Und der Iran wird immer meine Heimat bleiben und ich habe das früher tatsächlich ein bisschen so.

 

Ich weiß nicht, ich habe mich immer bisschen geschämt, würde ich nicht sagen. Aber weil ich wusste, dass der Iran einfach so eine schlechte PR hat, habe ich immer Persien gesagt und fand das akkurater. Mittlerweile ist es aber so, seit der Frauenlebenfreiheit, seit Mahsa Amini, wo diese Iranerinnen vor allem in den Vordergrund traten und man einfach die Welt mitbekommen hat.

 

dass diese iranischen Frauen alles andere sind als das, was sie vielleicht in den Köpfen hatten, nämlich unterdrückte, schwache, duckerte Frauen, die nur Ja sagen und alles machen, was die Männer wollen. Sondern dass diese Frauen, so wie ich sie auch kennengelernt habe, irrsinnig mutige, starke, goscherte auch Frauen an vorderster Front sind.

 

Und seitdem das passiert ist und seitdem ich weiß, dass die Welt weiß, bezeichne ich mich selber eigentlich auch als Iranerin. Davor immer als Perserin, aber jetzt als Iranerin. ich bin damals, kann mich erinnern, wir sind ja nach Österreich gekommen 1985 und es war zufälligerweise und eigentlich auch unbeabsichtigterweise, es war Faschingsdienstag. Also ich bin am Faschingsdienstag nach Österreich gekommen und ich

 

Thomas Maurer (04:01)

macht

 

Österreich vielleicht nicht den besten Eindruck, wenn man neu kommt am Faschendienst.

 

Aida (04:07)

Einen besten Marsch am am Mittwoch, glaub mir. Ich dachte wirklich, wow, ich bin in das Land meiner Trau... Also ich bin einfach... Da wohnen sie alle, dachte ich. Meine ganzen Heldinnen und Die Cowboys sind von da und die Prinzen sind von da und die Prinzessinnen und... Ich kann mich noch erinnern, ich bin bisschen damals... Der Taxifahrer, der uns in die Wohnung gebracht hat, der war ein Zauberer. Wirklich, mit seinem lila Zylinder und...

 

Ich kann mich erinnern, dass wir damals an der Ampel gestanden sind und ich habe rausgezeigt und da war ein Typ in einem Bergkostüm, der gerade in einem Mistkübel gekotzt hat und ich dachte, okay, das ist ein Traumland. Und ich habe zu meinem Vater gesagt, Papi, Papi, wir sind in einem Traumland. Und er hat gesagt, das ist Fasching. Und ich wusste natürlich nicht, was das ist. Mein Vater hat in Graz studiert, also da war ich natürlich vertraut.

 

und wusste nicht was das ist, aber mir war vollkommen klar was er meint, weil mir ja das Konzept der Verkleidung vertraut war. Nur kannte ich halt Menschen, die sich schwarze Müllsäcke verkleidet haben im Iran. Und ich dachte, ⁓ okay, das ist so wie Persien unter Iran. Persien sind dort, wo die Prinzen sind und die Märchen sind und die Leute ihr wahres Gesicht zeigen können und so weiter. der Iran ist halt...

 

Dort wo das nicht geht und für mich war also die Rechnung, das war eigentlich eine ganz einfache Milchmädchenrechnung in meinem Kopf und das war so, okay, heißt Fasching ist so quasi das Persien Österreichs. Also das was Persien für Iran ist, ist Fasching für Österreichs. Und da bin ich halt...

 

Thomas Maurer (05:42)

Ich würde jetzt, nachdem ich eigentlich eher Faschingsphobiker bin, hoffe ich, dass du es nicht findest, man soll 365 Tage im Jahr Fasching-Dienst haben oder würdest du Österreich dann lebenswerter finden?

 

Aida (05:56)

Als Kind, ich kann mich erinnern, ich habe das als erste Eindruck, vielleicht war das eh gut, habe Wien total verblendet gesehen. kann mich erinnern, der Taxifahrer hat vor seinem typischen Wiener Altbau aus Steigen-Gassen, wir reden hier über das Jahr 1985, damals hat er Wien sowieso ausgeschaut wie in ein Pick gelegt.

 

Es war ja irgendwie total grau, aber ich habe dieses Grau nicht gesehen. habe auch diese Wohnung, die war wirklich in allen selbstmörderischen Schattierungen brauns. Ich habe das nicht gesehen. bin von Zimmer zu Zimmer gerannt. dachte, das große Zimmer ist für Pippi und den Pferd. Das kleine Zimmer ist für die Prinzessin mit dem Spiegel. Das Badezimmer ist wegen der Dunkelheit, das für die Vampire und so weiter. was dann halt am nächsten Tag war, war Wien. Und Wien war zu der Zeit irrsinnig grau.

 

Und das war schon enttäuschend. Also mir wäre lieber gewesen, fahrschwingen wäre weitergegangen. Jetzt natürlich ist mir lieber... Es ist ja ein bisschen verschmolzen miteinander, Jetzt finde ich gerade. Würde ich sagen. Weil weißt du, früher wirklich, war so... Wien war grau und es hatte zwei Farbtupfer. Erstens das Rot von der Straßenbahn und zweitens das Orange von den Müllwegen. Und das waren alles... War alles. Es gab nicht mehr. Es gab das Grau und diese zwei Tupfer. Und...

 

Thomas Maurer (07:04)

Hahaha!

 

Thomas Cik (07:14)

Mhm.

 

Aida (07:22)

Das hat sich schon voll verändert, ich. Wir wollten ja über Iran reden eigentlich. Okay, jetzt haben wir uns gelautet.

 

Thomas Maurer (07:28)

Ja, aber...

 

Thomas Cik (07:31)

Immerhin muss ich mir keine Sorgen machen, dass irgendwer sagt, der Podcast ist zu ernst geworden. Die ersten fünf Minuten haben sie einmal gesprengt. Glaubst du, dass jemals im Iran auch wieder Fasching sein wird, dass das Land jetzt bunter werden wird, nachdem Khamenei gestorben ist?

 

Aida (07:53)

Aber ehrlich gesagt, für mich war Iran immer schon ein sehr schizophrenes Land. Also das, was draußen auf der Straße passierte, hatte nichts zu tun mit dem, was drinnen war. Also draußen wurde man kontrolliert, gefoltert, man war auf der Hut, auf der Lauer, man hatte Angst und drinnen ist man irgendwo reingekommen.

 

Und dann war genau das Gegenteil. Diese Frauen haben diese Tchadors fallen lassen und was sich da offenbart hat, war wirklich die... todschick. Ich dachte immer, okay, ja, ich bin halbwegs viel sicher. Und auf diesem Part, ich habe keine Ahnung, ich habe keine Ahnung von Mode. ja, einfach wirklich die tollste Mode, die schönsten Menschen, der beste Wodka, die lauteste Musik und dieser...

 

Widersatz und Widerspruch auch von draußen und drinnen. war etwas unglaublich. Die Kluft war so tief dazwischen. Und das, was jetzt passiert, ist für mich eigentlich eine sehr logische Konsequenz davon. Also weißt du, von dieser Gleichzeitigkeit. Es ist halt einfach alles gleichzeitig. ist Trauer und Freude. Es ist Wut und Hoffnung. Es ist Sorge und Freude. Es ist wirklich alles. Und vor allem

 

Du, man weiß ja nicht. Ehrlich, ich kenne mich überhaupt nicht mehr aus. Ich kenne, ich weiß es nicht mehr. Weil, okay, ich versuche kurz, okay, Iran und Israel bombardieren die Islamische Republik Iran. Okay, gut. Die Islamische Republik Iran bombardiert die muslimischen Länder rundherum. Okay, gut, soweit kenne ich mich aus. so, was jetzt aber passiert, ist die muslimischen Menschen rundherum, die...

 

Thomas Cik (09:25)

Mhm.

 

Aida (09:44)

dass ihr quasi der Rominee umgebracht wurde. Darüber trauen sie, also über diese Konsequenz. Die Menschen im Iran wiederum, tanzen und freuen sich drüber. Die Menschen in Amerika gehen auf die Straße und sagen, bitte hört auf den Iran zu bombardieren. Die Menschen im Iran gehen auf die Straße und sagen, bitte hört nicht auf uns zu bombardieren. Also man kennt sich überhaupt nicht mehr aus, wer ist wer, wofür steht wer, wer ist...

 

Wer ist Moslem, wer ist Iraner, wer ist gottlos? Ich weiß es nicht mehr. Ich kann es dir nicht sagen. Ich weiß es nicht.

 

Thomas Maurer (10:18)

Es ist eine Frage, die wir wahrscheinlich alle nicht beantworten können, auch wie sich es im Iran vertreten

 

Meine Erinnerungen betreffen wahrscheinlich eher gehobene Bevölkerungsschichten in den Städten. Es gibt ja nur so Schätzungen, wie viele Leute tatsächlich noch zum Regie stehen. Das schwankt, was ich weiß. Zwischen 15 und 30 ist es eigentlich geraten.

 

mehr sind, dann gibt es wahrscheinlich Leute, zwar das Regime nicht mögen, aber auch nicht wollen, dass die Amerikaner wie einander einsetzen. Ich glaube, ist sehr, das ist glaube ich eins der Probleme, dass man

 

überhaupt keinen Einblick hat und was man weiß ist, dass es so eine organisierte Opposition nicht gibt oder irgendwelche Leute, die sich anbieten würden. Vielleicht abgesehen vom Char-Son, der aber auch eher von vielen als amerikanisches Konstrukt und Proxy empfunden wird. Das heißt, es werden ja wahrscheinlich auch im Iran nicht gerade alle auf der Straße tanzen. Manche werden sich auch über den

 

Abgang ihres spirituellen Führers, Krimen und

 

Aida (11:38)

Aber trotzdem, wenn du jetzt von dieser Quote ausgehst, 15 bis 30%, dann ist da trotzdem die Mehrheit der Menschen wollen.

 

Thomas Cik (11:41)

Mhm.

 

Aida (11:47)

absolut eine Veränderung und wenn das ja nicht so wäre, dann wäre es überhaupt nicht so weit gekommen, dass da irgendwer von außen eingreift. Ich glaube, was aber schon so ist, ist, dass die Menschen bewiesen haben, dass sie das aus eigener Kraft schaffen könnten und trotzdem sich irgendwie so, was sie wollten, war glaube ich schon Unterstützung und was sie bekommen haben, war Chaos in meinen Augen. Also das ist wie, wie wenn du jemandem beim Umzug hilfst, indem du sein Haus anzündest.

 

So,

 

Ich frage mich auch, was ich mir denke, ich weiß nicht, ob man Frieden herbeibomben kann. Ich glaube nicht, dass man Frieden herbeibomben kann. Genauso wenig, wie man lieber herbeischreien kann. Das funktioniert nicht. Aber doch, ich weiß es nicht.

 

Thomas Maurer (12:37)

Österreich ist ein Land, dem es so leidlich geklappt hat. Da gab es vor allem einen relativ klar umrissenen Plan für die Zeit danach und wie man das wieder stabilisiert. Es ist ja doch die Vermutung naheliegend, dass die USA genau jetzt angegriffen haben mit

 

den Epstein-Pfeils zu tun hat und mit den jüngsten Funden dort und mit der amerikanischen oder Maga-Doktrin Chaos auszulösen, sobald irgendwas ist, ⁓ abzulenken. Netanyahu sagt, glaube ich seit ungefähr 25 Jahren in periodischen Abständen, dass der Iran eine Woche vor der Atombombe steht. Das kann man nachschauen, das ist jetzt sozusagen eher so sein

 

Aida (13:08)

.

 

Thomas Maurer (13:30)

Sein Standard-Satz, also so ähnlich wie irgendein Late-Night-Host einen Standard-Floskel zur Begrüßung seines Publikums hat, der Iran bei Metanjau immer eine Woche exakt vor Fertigstellung der Bombe. Davon abgesehen, er vor vier Wochen war das bei den Angriffen, oder nahe zwei Monate, amerikanische Aussage war, das iranische Atomprogramm ist obliterated.

 

Aida (13:44)

Ja.

 

Thomas Maurer (13:59)

unrettbar zerstört. Es ist ja alles ein wenig verrückt auf allen Ebenen und ganz offensichtlich gibt es überhaupt keinen Plan, wie man aus

 

Aida (14:07)

In.

 

Thomas Maurer (14:09)

der Geschichte wieder rauskommt, welche Kräfte man vielleicht stützt. Es werden natürlich alle Nachbarn munter, weil der Iran ist ja auch nicht ethnisch einheitlich. Das heißt, du hast dort Kurden und damit werden die Türken munter und du die Azari und das heißt die Aserbaidschaner und ihre Verbündeten.

 

werden und ich glaube nicht, dass irgendjemand in den Vereinigten Staaten, wenn vielleicht sogar er in Israel, aber das muss auch nicht heißen, dass das wohlmeinend ist, irgendeine Idee hat, wie es jetzt weitergehen soll. Angenommen, das Regime kollabiert oder es kollabiert auch nicht und es wird noch schlimmer, aber was man weiß ist, die Revolutionsgarten sind praktisch die führende Kraft.

 

In allem besetzen alle wirtschaftlichen Schlüsselpositionen, besetzen alle organisatorischen und bürokratischen Schlüsselorganisationen. An denen kommst du so oder so, auch im günstigsten Fall, nicht vorbei. Und es schaut nicht so aus, als hätte irgendjemand hier im Schmalz in diese Fragen investiert, bevor man die Raketen losgeschickt hat.

 

Aida (15:15)

Ja,

 

es ist ja

 

Thomas Cik (15:16)

Wobei dazu gibt

 

es sogar noch eine Meldung, die sogar belegt, dass das Gegenteil von Herrn Schmalz investiert wurde, denn wenige Tage vor dem Angriff auf den Iran, den sogenannten Präventivschlag, worüber man vorkröchlich streiten kann, aber das lassen wir jetzt mal aus, hat FBI-Chef Keh Spatel zwölf Iran-Experten gefeuert, die tatsächlich sich mit dem Staat, mit seiner inneren Struktur, mit Geheimdienstaufgaben dort befasst haben, weil

 

Sie waren in Ermittlungen in den einstigen Trump-Files, die bei ihm am Klo an Mar-a-Lago gefunden wurden, involviert. Und das wollte man halt nicht haben, dass diese Leute da irgendwie weiter im FBI tätig sind. Und aus dem Grund hat man eigentlich falschen Experten auch einmal rausgekantet. So viel zu...

 

Aida (16:00)

Hmm.

 

Thomas Maurer (16:00)

Ja und ich weiß nicht,

 

wie groß die Abteilungen im FBI diesbezüglich sind, aber zwölf Iran-Experten klingt nicht so, als wären dann noch extrem viele Fähige über.

 

Aida (16:14)

Nein, aber was ich sagen wollte eigentlich, meine, weil du angesprochen hast, wie sehr im Orsch muss eigentlich die Welt sein. ich meine, anders gesagt, wie org müssen diese Epstein-Pfals sein, dass Trump in diesem Jahr, wo er sich eigentlich keinen Fehler erlauben sollte, es vorzieht einen Krieg mit dem Iran zu führen, als

 

als diese Dynamik weitergehen zu lassen. Also ich finde, sagt schon noch sehr viel über unsere Welt aus. Und was nämlich jetzt auch ist, ja ist einfach okay, es ist einfach ein Macht, okay, okay, Khomeini ist weg, okay, gut, er ist weg, ja. Man könnte auch sagen, das Regime hat sein Gesicht verloren. Aber nicht mehr und nicht weniger. Und was jetzt ist, ist halt einfach ein Machtvakuum. die Frage ist, wie geht's weiter?

 

Machtvakuen haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie sich nicht mit was Gescheitem fühlen. Was man jetzt auch sieht mit Mojtaba Khomeini. Und ich glaube, ist wirklich auch die größte Angst von den Menschen dort, dass das einfach alles so Ablenkungsmanöver war, dass das eigentlich nur noch größeres Chaos anrichtet, als es schon war. Und es ist einfach nichts verändert, weil einfach das Revolutionsgarde und dieses Mullerregime ja so

 

mächtig ist. meine, die hatten 47 Jahre Zeit, sich das aufzubauen und das kann man nicht einfach so auslöschen. Das ist ja wie ein Tumor. ich meine, das Mullerregime ist ja wie ein Tumor, der 47 Jahre gestreut hat. Du kannst nicht einfach so glauben, dass du das an einem Tag beseitigen kannst. Die ganzen Zelten, das braucht ja ewig, bis das alles weg ist. Und damit kannst du das wirklich vergleichen.

 

Und das Schlimmste wäre, wenn jetzt einfach alles bleibt, jemand Neuer kommt, der natürlich dazu gelernt hat, weil man hat natürlich jetzt von diesen, von diesem, also ich meine, die haben gelernt, dass sie einen Fehler haben, die wissen jetzt, wozu das Volk in der Lage ist und sind natürlich auch ein Stückchen paranoider und werden das in quasi noch grausamer, vorsichtiger machen. Und also das Schlimmste, passieren könnte, ist einfach, dass es ein Neuer Kopf für, ist aber der gleiche Turban.

 

Das würde ich sagen ist das Schlimmste was passieren könnte.

 

Thomas Cik (18:41)

Ganz kurze Frage. Eine andere US-Idee ist es, ethnische Minderheiten jetzt zu bewaffnen, im Glauben, dass die dann gegen Revolutionsgaden und das Mueller-Regime ankämpfen könnten. Ich glaube, als jemand, der doch bisschen die Balkangriffe verfolgt hat, wir jetzt alle drei sagen, das ist vielleicht nicht die beste Idee, oder?

 

Thomas Maurer (19:01)

Ja, der Irak ist auch nicht so wahnsinnig profitiert von solchen Dingen.

 

Aida (19:08)

Es hat niemand drauf. Das muss man schon ganz ehrlich sagen. Wo ich vorhin mehr gereinspaziert bin. Die sind schon sehr gut im Kaputtmachen und leider sehr schlecht im Aufräumen. Ich würde auch sagen, dass das keine gute Idee ist.

 

Thomas Maurer (19:24)

Aber natürlich bist du es auch entfernt, aber ich denke mal, Möglichkeit, günstigere, wie du richtig sagst, die haben 45 Jahre dort sich wie ein Krebs festgewachsen und eben gestreut. Das ist ein bisschen was anderes. Österreich hatte eben gerade einmal sieben Jahre Nationalsozialismus, da waren noch genug Leute da, die das anders kannten auch, um irgendwie einen Neubeginn und trotzdem laborieren wir bis heute an den Folgen.

 

Es wäre denkbar was ähnliches. In Osteuropa war eine ähnliche Zeit. waren es auch etwa 50 Jahre, wo Sowjetherrschaft, die Erzwungene, da war. Und jetzt haben sich natürlich diese Staaten auch recht unterschiedlich von dieser autoritären Phase gefangen. Es gibt welche, bei denen...

 

man immer noch ganz stark merkt, dass da Nachwähne einer autoritären Struktur und einer autoritären Denkens da sind. Es gibt andere, die relativ schnell tatsächlich ihre Gesellschaften umgebaut haben. Hast du irgendeine Einschätzung, wie das im Iran ausschauen könnte, immer vorausgesetzt, es geht jetzt häufig günstig und klimpig aus.

 

Aida (20:44)

Was für eine Struktur, nachdem das gescheitert wurde?

 

Thomas Maurer (20:46)

Ja,

 

oder wie weit so was wie eine Parallel zum offiziellen Iran immer existiert habende, eher westlich oder zumindest nicht religiös orientierte Zivilgesellschaft, sagt man dann gern, existiert und wie weit du glaubst, dass die aktivierbar ist. Du hast natürlich auch nur ein Fernbraut zum reinschauen oder Verwandte dort.

 

Aida (21:12)

Also ich glaube generell, meine, was ich mir natürlich wünsche ist Demokratie, ist ganz klar. wenn ich irgendwie so versuche weiterzudenken, ich weiß nicht, mir fehlen die Bilder, also mir fehlen, ich kann das Rational nicht zu Ende denken, ich kann nicht ganz, ich verstehe, ich habe noch keine Mathematik dahinter, wie das funktionieren soll, dass du von so einer autoritären Diktatur auf einmal in einen

 

Demokratie umschwanken sollst. Das weiß ich nicht. Und deswegen ist sie auch da, wo jetzt alle sagen, ja, kannst du Hoffnung stecken in der Sorbale, weil sie einfach, dass sie zu tief menschlich ist, einfach ein Gesicht brauchen, wo sie sagen, wir haben so viel Hoffnung, haben so viele Gefühle, wir brauchen irgendwas, wo wir das hineinstecken können. Und er bietet sich halt super an. Also was ich mir schon vorstellen könnte, obwohl es nicht das ist, was ich mir wünsche, aber ich könnte mir vorstellen, dass erst mal

 

wenn das wirklich gestürzt wird, so etwas wie eine parlamentarische Monarchie stattfinden könnte, so wie in England oder so. Das ist noch etwas, das kann ich noch irgendwie...

 

Ich glaube, das kriegt man zusammen.

 

Thomas Maurer (22:30)

Aber

 

ist der Reza Kachli wie heimwegs akzeptiert, weil es war ja doch der Vater als Monarch so erfolglos, dass die Revolution ursprünglich nicht Islamisch die nur von den Islamisten gekapert worden Der Hass auf den und seine Savak, die Geheimpolizei, war groß genug, dass diese Revolution von selbst entstanden ist.

 

Aida (22:48)

Mh.

 

Thomas Maurer (22:58)

und dann eigentlich nur von den Mullahs oder von den Khomeini Leuten gekappert wurde. ich weiß jetzt nicht, die Älteren, die sich daran noch erinnern können, oder ich weiß nicht, wie das Bild des Schahs weitergegeben wurde. Dass damals der Iran ein besserer Platz war, ist wahrscheinlich in vielen Köpfen, aber ob man sich auf den jetzt einigen kann, wenn man wirklich was anderes will.

 

Haltst das für wahrscheinlich, dass man sagt, wir flecken die Grot?

 

Aida (23:32)

Das ist alles Marketing. Wenn ich gesagt hätte, wisst was, ich mach das, ich bin eure neue Farra Diva, dann hätten sie auch gesagt, es geht einfach wirklich nur darum, ein Gesicht zu haben. Und das wurschbeiches Gesicht, ist. Weil wenn es wirklich, wenn du das wirklich kritisch angehst, ja, dann müssen wir nur noch sagen,

 

Hey, lieber Reza, wo bleibt deine Aufarbeitung? Warum hat er sich nie geäußert dazu, dass hier unter seinem Vater, das war hier genauso eine Diktatur, ich meine, da sind genauso Menschen gefoltert worden. Also es war ja nicht so, dass das alles heitel war und Menschen frei waren. meine, einfach frei waren, war es hier auch nicht.

 

Und er spricht das halt null an. Er ist einfach da. Ich finde die Sachen, die er sagt, das was ich höre, vernünftig. Also ich finde es nicht unvernünftig und er sagt ja auch selber, dass er sich eine Demokratie wünscht. Inwiefern oder inwieweit das geht, weiß ich nicht. Aber irgendwie, er ist einfach wirklich das einzige Gesicht, das sich gerade anbietet. Wer weiß was wir machen. Also wenn da Nir Barani da unten reinmaschieren wird, wäre es denen auch recht. Die brauchen wirklich ein Gesicht und

 

So,

 

Thomas Maurer (24:44)

Ob das nicht die bessere Wahl wäre, weiß ich nicht. Ich denke mal, ist das auch eine Möglichkeit, wo man sozusagen formal anknüpfen kann, ob das gut ist oder nicht, nämlich auch seitens der Revolutionsgarten. Es gibt eine sehr interessante Podcast, The Rest is History heißt der, und die hatten unlängst interessanterweise erst eine vierteilige Serie über die iranische Revolution.

 

sehr interessant war, wenn man sich dafür interessiert. Und wo unter anderem, aber das wusste ich selbst bis dahin nicht, ein Punkt war, dass die Schiiten im Gegensatz zu allen anderen, wo ja sozusagen Staat und Religion von Haus aus eigentlich in eine Hand gedacht waren, dass die Schiiten eigentlich jahrhundertelang...

 

Aida (25:34)

Ja.

 

Thomas Maurer (25:42)

jedes staatliche Regime als eigentlich illegitim abgetan haben, weil ja mit dem Ali, wenn ich mich richtig erinnere, letzte legitime Herrscher hinterfotzig ermordet wurde und das eigentlich bis zum Khomeini die Idee eines schiitischen Staates gerade für gläubige Schiiten total absurd gewesen wäre.

 

Aida (26:07)

Ich Ich

 

Thomas Maurer (26:08)

Und dass es auch einer der Überumbildungsmomente war, weil damit niemand gerechnet hat, dass der in der Form Nägel mit Köpfen zu machen beginnt. Also, denkt man vielleicht ist es ein mögliches Rückzugsgefecht, dass man irgendwie sagt, okay, das war ⁓ nie so gedacht. Wir lassen praktisch die Strukturen und die Handel an Personen, nennen es aber nicht mehr Islamische Republik.

 

und haben damit pro forma diplomatisch nach außen

 

etwas wesentliches verändert. Und man könnte wahrscheinlich sogar die schiitische Orthodoxie mit ein bisschen zusätzlichen Bestechungen dazu bringen, zu sagen, ja, eigentlich war das ein theologischer Irrweg und jetzt machen wir es anders. Hältst das in irgendeiner Weise für plausibel?

 

Aida (27:00)

Hmm.

 

Ich weiß nicht. Ich glaube nicht, dass man so was Scheinmäßiges... dass das so was sein wird. Also ich glaube die Kraft der Menschen, die wirklich Veränderung wollen und die ja auch wirklich bis ans Äußere gehen, die so deutlich, dass man, glaube ich... Ich glaube das wird sich auch nicht durchsetzen lassen. So was Pseudomäßiges, so was Scheinheiliges, tun als ob. Was ich...

 

Ich glaube, wenn, dann wird es genauso tituliert durchgesetzt werden oder es wird wirklich eine Veränderung geben.

 

Thomas Maurer (27:42)

und Chaos ist natürlich leider die dritte Option.

 

Thomas Cik (27:47)

So.

 

Aida (27:47)

Ja, oder

 

ja, genau. Ich meine, habe wirklich auch das Gefühl, Ich weiß nicht, dass die Menschen im Iran selber viel mehr wollen als wir jetzt, die uns vielleicht da hineinfühlen und was wir jetzt in unseren westlichen Gedanken gut für plausibel oder logisch halten würden, wo wir uns denken, bitte, das wird ja nur zu noch mehr Wahnsinn und...

 

Da machen sich ein paar Männer auf der Welt aus, wer, wie, wo und da geht Egos und da geht es ganz andere Dinge. werben ganz andere mit und dann gibt es natürlich die Stimmen, sagen, naja, aber das ist halt der Preis der Freiheit, den man zahlen muss, wenn da andere Leute auch noch mitgetötet werden. Wo ich sage, naja, es ist nicht unmoralisch zu bestimmen, also wer das zu sagen hat, was der Preis ist irgendwie. Also ich weiß nicht, ich bin mir auch eigentlich sehr unsicher, aber ich glaube, so wie

 

Romaini damals kam, ja, eigentlich ja auch gar nicht so.

 

Also das war ja auch irgendwie ein Hoppela, soweit ich das in Erinnerung habe ein bisschen. Oder eigentlich aus mangelnden Alternativen oder so. Oder auch wegen des Exiles irgendwie. ich weiß nicht, ich kann mich gerade nicht so erinnern, aber es war jetzt auch nicht, glaube ich, ich glaube da hat man auch nicht genau gewusst, was man macht. Und dann hat sich das einfach...

 

Thomas Maurer (29:16)

Na, also vor allem hat niemand damit

 

gerechnet, dass der an die Startspitze sich stellen wird oder sonst irgendwas. Möglicherweise ist er, als er in der Herange landet, selbst noch nicht davon ausgegangen.

 

Aida (29:21)

Ja.

 

Ich auch. Ich kann mich zum Beispiel erinnern, wie ich war 1994 zum ersten Mal in Theran und ich kann mich erinnern, dass ich mir gedacht habe, wahnsinn, vor allem in Österreich, ich meine, finde Österreich damals auch, jetzt auch noch viel mehr wahrscheinlich, so viele alte Menschen finde ich hier. Es gibt wahnsinnig viele alte Menschen. Und wie ich damals nach Theran zum ersten Mal geflogen bin, das gibt es ja nicht. Es waren so viele, einfach so in meinem Alter ungefähr, in meinem Alter. Ich bin 1980 geboren.

 

Und... Also wirklich, mir ist es vollkommen, als wirklich so, weiß ich nicht, 60 % der Bevölkerung so in meinem Alter. Und dann hat mir jemand gesagt, das wusste ich nicht, dass der Schau zum Beispiel, weil er halt einfach das Ganze so verwestlichen wollte, dann irgendwie so eingeführt hat, dass man nicht mehr als zwei Kinder kriegen soll oder darf sogar, ich weiß es gar nicht. Und dann Romaini gekommen ist und meinte so, nein kriegt Kinder was ihr wollt. Und das war halt 1979. Und deswegen war einfach so diese Geburtenrate zwischen

 

Also in diesen fünf Jahren einfach so extrem hoch. ich glaube, warum erzähle ich das? Weil ich glaube, die Leute, es gab schon genug Menschen, die auch von diesem westlichen Denken irgendwie, die das nicht gut fanden, ohne damit die Religion zu meinen. Und das Missverständnis, dass Chomini kam und ihn eigentlich versprochen hat, weniger westlich zu sein und dann aber einfach nur radikal wurde, ich glaube, das wussten ganz viele erstmal nicht.

 

Thomas Maurer (31:01)

Wieso oft,

 

Thomas Cik (31:02)

Ja, vielleicht endet aber auch die ganze Episode, so wie es manche US-Kommandeure gegenüber ihren Soldatinnen und Soldaten erklärt haben. Die haben nämlich den US-Streitkräften erklärt, Donald Trump sei von Jesus gesalbt, das Signalfeuer im Iran zu anzünden, Armageddon zu verursachten und seine, also Jesu, Rückkehr zur Erde zu markieren. Das nur jetzt nochmal die auch von der anderen Seite eingebrachte theologische bzw.

 

Aida (31:03)

Doch.

 

Thomas Cik (31:31)

nennen das jetzt eher fundamental-religiöse Komponente, da nochmal ganz kurz reinzuspielen. Also es gibt nicht nur im Iran Wahnsinnige.

 

Thomas Maurer (31:38)

Na, also es ist das, ist das erste Mal, glaube ich, dass das in einem offiziellen US-Kontext so fällt. Diese narischen Evangelikalen gibt es ja schon länger. Ich glaube, habe so vor 25, 30 Jahren zum ersten Mal gelesen, dass es eine Bestsellerwelle gab in den Vereinigten Staaten mit Romanern, in denen eben Jesus kehrt wieder und es bleiben ja nur die Auswählten über.

 

Ja, also das war dann teilweise so thrillermäßig, also ein Jet fliegt und plötzlich verschwinden die Piloten, weil das waren Sünder, nein, das waren Gerechte, die werden ja direkt in den Himmel geholt und die ganzen Sünder stürzen dann ab und das muss sehr befriedigend für Evangelikale Leser sein. Und dass diese Leute seit Jahren Milliarden in Afrika und in Südamerika reinpumpen diese merkwürdig pervertierte Christentumsidee.

 

zu verbreiten, weiß man. Aber dass es eben bis in die höchsten Regierungszirkel quasi offiziell, also es gibt kein Statement dazu vom Hexe, aber offensichtlich müssen zumindest dreistellige Zahl von Kommandeuren, die so ihren Truppen mitgeteilt haben, das weiß man aus den Reaktionen darauf und aus den Leuten, die sich beschweren. Und ja, das macht in ihr Sinn natürlich noch als Hetzte, es braucht noch eine Spur unaufredetlicher.

 

Aida (32:59)

Ja, genau, als hättest du gebraucht. Du sagst es.

 

Thomas Maurer (33:05)

Aber das war schon, weil haben ja, die sind ja starke Trump-Unterstützer, das war auch einer der Gründe, warum der Trump Jerusalem als Hauptstadt anerkannt hat, weil die eben auch aus ihrer Bibelauslegung wissen, der arme Jesus kann nicht zurück auf die Erde, bevor Jerusalem die Hauptstadt von Israel ist. Also was jetzt für einen allmächtigen Gott auch bisschen arm ist, dass der auf eine Art Geografie-Visum warten muss, bevor er

 

Menschheit erlösen kann. wie gesagt, die Spuren dieses Wahnsinns konnte man vorher schon entdecken, aber das ist natürlich noch einmal ein Löffelschlag, was obendrauf.

 

Aida (33:47)

Das ist wirklich schon nochmal ein Löffelstahl. Das ist i-Tüpfchen. das ist schon, ich weiß nicht, bin gerne... Religion hat nie... oder Fanatismus hat nie irgendetwas gebracht. Gegenteil. Aber das, was halt dort passiert ist, ist ja auch ein Aufzwingen. Also ich meine... Ich respektiere das voll. Wenn jemand ein Kopftuch tragen will, soll er. Aber es geht halt einfach den Zwang. Es geht einfach den Zwang.

 

und dass die Menschen einfach nicht mehr unter diesem Zwang leben wollen und dass sie einfach selbstbestimmt leben möchten. Und offensichtlich ist das so ein beunruhigender Gedanke für die Männer dort, die Frauen vorschreiben, wie lang ihre Haare zu sein oder ob sie ihre Haare... Oder egal, auf jeden Fall ist einfach zur Selbstbestimmung so ein unglaublich beängstigendes Thema für die Menschen, also für das Mulderregime, dass sie...

 

dass sie halt einfach töten. Und gleichzeitig so wichtig, dass Menschen bereit sind, dafür zu sterben. Und was mich ein bisschen stört, auch, dass dieses Ausmaß gar nicht so verstanden wird. Weil ich meine, wenn unbewaffnete Menschen in diesen Krieg gegangen sind, also ich meine, sich diese Selbstbestimmung zurückzuerobern und es geschafft haben, gegen eine Armee eigentlich,

 

und dieses Regime gestürzt wird und die Selbstbestimmung sich durchsetzt, dann bedeutet das ja weltweit, das ist ja nicht irgendwas, nur den Iran betrifft. Das ist ja irgendwas, die ganze Welt betrifft. Man braucht sich nur die Entwicklungen der letzten Jahre anschauen, die sehr rückschrittlich waren, das angeht, mit Abtreibungsverbot und was weiß ich ja, was auch immer.

 

Thomas Maurer (35:36)

.

 

Aida (35:40)

Ich finde, die Welt versteht ein bisschen zu wenig, dass sie das schon sehr wohl was angeht. dass das auch für sie etwas ändern wird. Und ich sehe so wenige Österreicher, also in Österreich, ich sehe so wenige, ich sehe eigentlich nur die Iranerinnen und Iraner,

 

die sich da natürlich sehr einsetzen dafür und natürlich sehr viel teilen und was weiß ich was. Ich sehe ganz wenige Österreicherinnen und Österreicher und ich denke mir, und ich glaube die, die das machen, die klopfen sich dann schon so ein bisschen auf die Schulter, so ja...

 

bin ich solidarisch. meine, ist dann halt schon noch sehr selektive Solidarität und selektive Solidarität ist halt keine Solidarität, sondern Content, wenn wir uns ehrlich sind. Und jedenfalls denke ich mir, bitte, du musst gar nicht, mach das gar nicht so aus Gutmenschgründen. Im Gegenteil, mach das aus egoistischen Gründen. Hilf denen aus egoistischen Gründen. Es wird dir selber wohl zu Gute kommen. Aber das, ich glaube, das ist noch gar nicht so im Bewusstsein der Menschen. Und

 

Thomas Maurer (36:16)

.

 

Thomas Cik (36:36)

finde, ist ein super Satz, dass du zu mehr Egoismus appellierst in dieser Zeit, wo alle eigentlich immer von Solidarität reden, ich euch zeigen. Da hast du einen Punkt, wenn die Leute lange über diesen Podcast nachdenken.

 

Aida (36:47)

Ich habe neulich eine Nachricht bekommen, ich genau dazu aufgerufen habe. Ich habe eigentlich eine Demonstration geteilt, dorthin zu gehen. Dann hat mir eine geschrieben, die hat mir geschrieben, warum soll ich auf diese Demonstration gehen, ist doch nicht mein Problem. Außerdem, das war der Nachsatz, ich mag die Perser nicht einmal. Ihr seid alle so arrogant. Das hat sie wirklich wörtlich reingeschrieben.

 

Und dann habe hier zurückgeschrieben, liebe Karin, gab es jetzt Karin Kessin, wenn du wirklich so empfindest. Nein, die ist in Russland. Die hat geschrieben, nicht Iranis. Nein, nein, das war nicht die Kneisel. Die redet nur mit den Hunden, soweit ich weiß. Die redet nicht mehr mit Menschen.

 

Thomas Cik (37:19)

Kneisel? Kneisel? Was ist die Kneisel?

 

Tschüss,

 

Sie ist Bonni Flüsterin, oder?

 

Aida (37:36)

Ja, das kann auch sein. Auf jeden Fall habe ich geschrieben, ich glaube, sie hieß Karin, liebe Karin, wenn du wirklich so empfindest, dann musst du erst recht auf die Demonstrationen gehen, weil wenn der Iran frei ist, verspreche ich dir, sind wir alle weg, sind wir alle weg, streichen wir uns alle, geh auf die Demos, geh, geh, dorthin. Auf jeden Fall.

 

Thomas Maurer (37:51)

Mh!

 

Aida (37:56)

Ich implriere an alle aus egoistischen Gründen, nicht aus Gutmenschgründen. Vergesst das alles. Einfach nur, werdet ihr euch selbst am nächsten seits.

 

Unterstützt den Iran! Schaut hin, seht hin, schaut nicht nur hin, startt hin!

 

Thomas Cik (38:14)

Ich habe es Ihnen dazu ankündigen wollen, aber es hat sich prophezeit, was ich mir gedacht habe. Diese Frau ist die stärkste Bombe gegen dieses Molleregime.

 

Aida (38:23)

Yes!

 

Thomas Maurer (38:25)

Was nicht heißt, dass wir vorhaben dich über die heran.

 

Aida (38:29)

Nur überschwächtig oder was? Na gut, das heißt, es war sehr schön mit euch, ich muss nur leider wirklich jetzt meine Kolumne schreiben.

 

Thomas Cik (38:44)

man versteht es. Also liebe Zuhörer und die Personen, Sie am Sonntag irgendwo spazieren gehen an der Sonne und so ein... Wie heißt das Thomas? Du warst auch mal Kurierkulumnist.

 

Thomas Maurer (38:51)

Die

 

Entnametasche, glaube ich, heißt es.

 

Thomas Cik (38:54)

Falls Sie dort eine Entnametasche vom Kurier sehen, greifen Sie zu, die Frau ist nicht nur in der Tonspur unglaublich lustig, sie ist auch in der verschriftlichen Form, wo sie die fiktive Urenkelin oder vielleicht Enkelin, jetzt habe ich die, ja da wirst du ja, wird sich wahrscheinlich aussehen.

 

Aida (39:07)

Uuuh Enkelin!

 

Urenkelin geht sich

 

nicht aus, es muss die Urenkelin sein. Bin erst 18, wie du weißt.

 

Thomas Cik (39:17)

I know, barely legal, aber trotzdem schon zu alt für Trump und Andrew und alle.

 

Aida (39:22)

O Leo!

 

Thomas Cik (39:25)

wir

 

sehen es sowieso. Also werfen Sie natürlich auch Geld ein, entnehmen Sie dann einen Kurier und lesen Sie diese wunderbare Kolumne, wo Sie die Ur-Ur-Ur-Enkelin von Sigmar und Freud mimt und dann mit Leuten auf der Couch landet. Natürlich nur im psychologischen Austausch, Himmels willen jetzt nicht irgendwie wieder in die Epstein-Files abgleiten. Und falls Ihnen die Aida jetzt bei uns noch zu wenig geredet hat,

 

Thomas Maurer (39:30)

Ja, das habe ich verstanden.

 

Thomas Cik (39:50)

Es gibt gerade einen aktuellen wunderbaren Podcast, wo sie noch mehr zum Sprechen kommt und auch über andere Themen sprechen kann. Der heißt, come on baby.

 

Aida (39:59)

Wechselt Wechselt es Baby, leite mein Komm schon, Kuh! Komm schon, Kuh! Wechselt Baby!

 

Thomas Cik (40:01)

Change it, baby! Ach, Kat, this is it.

 

die Dors-Fahrer frisieren, das könnte jetzt länger dauern.

 

Thomas Maurer (40:12)

Gut, nicht falsch verwirrung, er heißt Jane Shit Baby. Ich hab mich das auch nicht gerade auskennt.

 

Thomas Cik (40:12)

Genau.

 

Aida (40:17)

Change it, baby.

 

Thomas Cik (40:19)

Aber bevor Sie ihn suchen, er steht auch verlinkt in den Show-Notsdrennen. Dort finden Sie ihn rein, genauso wie alle Termine von der Ida. Schauen Sie sich und hören Sie sich diese wunderbare Frau an. Und wenn Sie oder dann ja, Verani dann wirklich unten den Start übernimmt, dann haben wir Sie spätestens wieder bei uns im Podcast und beleuchten noch einmal das neue System.

 

Aida (40:39)

nehme mich auf eine urgute Idee.

 

Er als Schar, als neuer Schar und ich als Fahrradlieber, das wäre urlustig.

 

Thomas Maurer (40:48)

Aber wir wollen

 

das Interview vor Mamin Wolf, das sage ich gleich.

 

Aida (40:53)

Du hast eh so einen guten Draht zum Nier, frag ihn. Und wenn er nicht will, dann setze sich auf seine Couch und sag mir, was dein Problem ist, warum er das nicht will. Und das therapiere ich dann weg und dann will er das Recht. So war's.

 

Thomas Maurer (41:09)

Damit

 

Thomas Cik (41:11)

Das klingt nach einem Plan.

 

Thomas Maurer (41:11)

sind die Zukunftsansichten rosig. glaube, gehen mit einem Hoffnungsschimmer aus dieser Untal.

 

Aida (41:13)

Hahaha!

 

Thomas Cik (41:19)

Der Baumtron wird schon poliert für Nierwarrane und Edda.

 

Aida (41:19)

Nachmittags.

 

Danke für die Einladung. Schöne Zeit noch.

 

Thomas Cik (41:26)

Wir danken dir.

 

Thomas Maurer (41:26)

Sehr gern!

 

Thomas Cik (41:37)

Die österreichische Innenpolitik beschäftigt gerade ein anderes Thema und da hat uns die AIDA mit dem Thema Solidarität schon bisschen Steilvorlage hingeliefert. Sozialministerin Corinna Schumann will eine Preisobergrenze für Wahlarzthonorare einführen. Der Grund, so soll dieses ganze System der Wahlärzte unattraktiver gemacht werden und wieder mehr Ärzte in Richtung Kassensystem gelenkt werden. Zu den Zahlen, damit Sie einordnen können, worüber wir sprechen.

 

Aktuell gibt es in Österreich rund 55.000 Ärztinnen und Ärzte, 10.000 sind Kassenvertragsärzte, 12.000 sind Wahlärzte, wobei die Hälfte von denen eigentlich im Krankenhaus arbeitet und nur rund 7.000 sind reine Wahlärzte. Mit so einer Preisobergrenze will man eben das System ein bisschen aufbrechen, wieder mehr Menschen rein in dieses Kassensystem bringen und wenn Sie sie jetzt gefragt haben, na Moment, das ist ja privat, da kann man ja zahlen, was man will, wenn es dann irgendwie nur freut,

 

Ich sie ganz kurz einwenden. Nein, in Österreich gibt es eigentlich schon sehr, sehr viele Bereiche des öffentlichen Lebens, wo Preise staatlich bzw. auch gesetzlich die regelt sind. Rechtsanwälte, Notare kennen das, auch für eine ganze Reihe von Arzneimittel ist das festgelegt. Taxifahrten, Netzgebühren bei Gas und Strom, sogar die Buchpreisbindung falls darunter. Und deswegen ist es halt eine, sagen wir mal, laufende Debatte in der Regierung. Die wird natürlich jetzt noch bisschen länger gehen, aber ...

 

Klären wir die ja mal ab, lieber Thomas. Was ist denn dir lieber, die E-Card oder dann doch die David-Card, wo dann der Herr Maurer von den Staatskünstlern vielleicht bisschen besser behandelt wird?

 

Thomas Maurer (43:13)

Also ich bin auch noch für sich die Team E-Card, aber natürlich auch nicht unkundig dessen, dass man gelegentlich, wenn es Elegie ist, wenn man woanders kein Termin kriegt, einem nicht-Kassenarzt bisschen schneller dran kommt. Und diese Deckelung ist natürlich, ja, also...

 

Erstens ist das Abrechnungssystem im österreichischen Gesundheitswesen so unfassbar kompliziert, dass auch Experten, glaube ich, zu weinen beginnen, wenn sie versuchen es zu erklären. Ob eine Deckelung in irgendeiner Weise sinnvoll ist, wage ich daher, als ob das die erwünschten Effekte hat. Unabhängig von der Frage, ob man das jetzt gut findet oder nicht, weiß ich nicht.

 

könnte natürlich auch sein, ich will da nicht einen ganzen Berufsstand unter Verdacht stellen, aber man hat auch schon von Fällenmunkeln gehört, wo sozusagen irgendein Stararzt auch unter der Hand was verlangt und eine niedrigere Rechnung ausstellt. Also möglicherweise wäre die praktische Folge, dass man zumindest teilweise auch Geld der Versteuerung entzieht auf diesem Wege.

 

halte ich nicht für ausgeschlossen. Grundsätzlich wäre ich natürlich dafür, dass die Versorgung für Menschen, die sich einfach schlicht und ergreifend Wahlärzte nicht leisten können, flächendeckend und dicht und gut ist und vorhanden. Das ist nicht ganz der Fall. Wenn ich einem glauben darf, was ich mal so liest, ich selber lebe in Wien, was jetzt sicher, glaube ich, die

 

best ausgestatteten Quadratkilometer der Republik sind und haupt eigentlich bis hin zu den Ausnahmefällen.

 

nicht Kassenärzte zurückgreifen müssen. Mein Zahnarzt ist ein Freund von Freund und da reiche ich der Nachteiligkeit. Aber sonst im Großen und Ganzen geht es Hausarzt ums Eck, wenn man was will.

 

Thomas Cik (45:39)

Ja und ansonsten gibt es noch immer die neoliberale Variante, wie man mit Arztkosten umzugehen hat, soll einfach nicht krank werden.

 

Thomas Maurer (45:45)

Das ist immer eine Empfehlung, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, eine goldene Regel. Wo es vorkommt, dass Leute noch am Unfall versuchen zu flüchten, damit ihnen der Krankenwagen nicht mitnimmt. Weil wenn sie den Krankenwagen mitnehmen, haben sie Schuld bis an ihr Lebensende. das ist, glaube ich...

 

nicht wünschenswert, ⁓ es unnötigerweise noch einmal gesagt zu haben. Wie gesagt, ich gebe mal davon aus, dass die ärztliche Standesvertretung in der ÖVP gut verankert ist und dass wahrscheinlich, nachdem es meines Wissens nicht in der Koalitionsvereinbarung steht, wahrscheinlich wenig Chancen hat, die ÖVP in irgendeiner Weise realisiert zu werden. Also vielleicht ist es

 

Obwohl es sicher gut gemeint ist und man sich darüber reden kann, eher ein Signal aus der Sozialdemokratie, dass man den sozialen Auftrag noch nicht vergessen hat und gelegentlich mit solchen Themen irgendwie in den Medien vorkommen möchte.

 

Thomas Cik (47:03)

Wir sind der Nachrichten Podcast, aber ab und zu beschäftigen wir uns auch mit dem Wesen von Nachrichtenunternehmen, sage ich jetzt nochmal ganz, ganz vorsichtig. Folgende Geschichte hat das Standard, ich würde jetzt gar nicht sagen ausgegraben, sondern eigentlich wirklich schön recherchiert. Und da muss man einfach Credits dafür aussprechen, weil es hat ein bisschen was von all dem, was in Österreich falsch läuft in der Medienbranche, sich da in einer einzigen Geschichte kumulieren können. Ich erzähle es Ihnen mal.

 

Journalismus von der KI gemacht. Das ist das Geschäftsmodell einer Seite, die extra24 sich nennt. Ich verlinke sie Ihnen nicht in den Show notes, dann landen sie dort und dann ärgern sie sich. Aber wie sie schon ein bisschen an dem Namen ableiten können mit einem Doppel X und einem 24 ist da eigentlich alles sozusagen im Namen schon mal zusammengeprasst, was in der österreichischen Medienbranche nicht so ganz super läuft. Meiner bescheidenen

 

Thomas Maurer (47:59)

Vielleicht nicht alles,

 

es ist jedenfalls ein geschicktes Ziel.

 

Thomas Cik (48:08)

Ja, oder man sagt, ein Qualitätsversprechen, auch will da niemanden jetzt eher abschneiderisch agieren, Himmels willen. Wem das Ganze aber noch nicht reicht, darf da noch bisschen reinschauen in die Strukturen dieses ganzen Unternehmens. wesentlichster Anteil des Inhabers ist ein gewisser Herr Markus Bosset, das ist Unternehmer, hat das Verdienstkreuz der Republik bekommen, ist Konsul für die Republik Albanien.

 

erholte sich jetzt den ehemaligen FPÖ-Chef Norbert Hoopfer mit in die Gesellschaft. Und wenn man dann bisschen weiter runterscrollt in der ganzen Struktur dieses Unternehmens, sieht man auch noch einen David Cikow. Der ist ehemaliger Geschäftsführer der Gaston Glock GmbH gewesen und ich glaube, da verrate ich jetzt nichts Neues und wenn doch, dann freuen Sie sich, weil dann ist es ein Investigativ-Podcast für Sie gewesen. Er ist auch mit der Frau Katrin Glock familiär verbunden, sagen wir jetzt einmal ganz vorsichtig. Als ihr Bruder in Wahrheit, aber...

 

Aber mit der verbunden klingt das viel besser. Ja, also ich tue mir tatsächlich schwer mit Unternehmen, die jetzt nicht Journalismus machen wollen, sondern Journalismus als Teil eines unternehmerischen Portfolios betrachten, wo man dann auch noch Social Media Agenturen anbietet, Kampagnen anbietet, ganz, ganz vieles mehr macht.

 

Mir ist schon klar, es kann jetzt Journalismus nicht immer so gemacht werden bei der Kleinen Zeitung, wo das natürlich jedes Mal ordentlich recherchiert wird, wo noch Recheck stattfindet, ein Doublecheck und so weiter. Natürlich auch in ganz vielen anderen österreichischen Medienhäusern wird es so gemacht.

 

Und ich habe ja auch Verständnis bis zu einem gewissen Grad dafür, dass es auch solche Dinge wie Extrawurst und Fast Fashion gibt. Aber in diesem System Öffentlichkeit, Journalismus, das so rein flotten, floating zu lassen, da tue ich mir tatsächlich ein bisschen schwer damit. Nicht nur aus Besitzstandswahrungsmotiven, weil es natürlich meinen höchstpersönlichen Job angreift, sondern so komm da wieder aus dieser ganzen demokratiepolitischen Ecke. Verstehst du das damals?

 

Thomas Maurer (50:09)

Ja, ich glaube demokratiepolitisch, man den Begriff sehr weit fasst, ist es eine relativ klare Strategie insofern, als vor allem rechte oder populistische Parteien in den letzten Jahren quasi wasserdichte virtuelle Welten für ihre Fans geschaffen haben. Es ist ja besonders auch einmal eine

 

Untersuchung zum Beispiel über Ex von Elon Musk gelesen. Da haben Leute halt probehalberen Accounts angelegt und gesagt, okay, ich bin eher liberal, bin eher konsumtiv oder interessiere mich für Politik gar nicht. Und ich glaube, eher liberal sich deklarierten haben etwa 40 % ultra-rechten Content gekriegt, die sich als rechts deklariert haben 80 % und die neutralen auch noch immer 35 % oder so.

 

Das heißt, das ist ein Biotop, in dem ein gewisses autoritäres Schwarz-Weiß-Denken am besten gedeiht. Das hat mit den Algorithmen und mit der Psychologie dieser Medien zu tun. Insofern ist die Zielgruppe wahrscheinlich auch am besten auf komplett virtuelle Nachrichten vorbereitet. Es ist ja auch kein Zufall, sage ich mal, dass

 

in Amerika die Republikaner mit KI-Videos arbeiten, dass auf FPÖ-Accounts ganz oft KI-generierte Bilder, entweder von einem wunderschönen Österreich, in dem alles prachtvoll ist und das Bier in den Krügen schäumt, oder von der Großstadthölle Wien, wo alles schwarz und finster ist und überall Spritzen, Glasschirm und Verbrecher im Bild sind.

 

Da gibt es Leute, und zwar leider gar nicht wenig, die sich mittlerweile daran gewöhnt haben, dass ihre ...

 

Ihr Blick auf die Welt einfach verstärkt, verstärkt, verstärkt wird und wenn das mit komplett synthetischen Mitteln verstärkt wird, ist auch wurscht. Und wenn ich jetzt eine Medien, wenn man so nennen will, Seite habe, die überhaupt nur KI generiert, dann Content zusammenfasst und neu präsentiert, dann wird die wahrscheinlich, würde ich mal die Prognose abgeben, auch vorwiegend Content aus der Ecke zusammenfassen und wiedergeben.

 

Und da kann man sagen, das ist schon wurscht, aber eine große Zuschauer-Zuschauer-Leserschaft wünsche ich dem Projekt persönlich. Nicht auch wenn der Norbert Hofer sich dann vielleicht was anderes suchen muss. Wie ruf ich.

 

Thomas Cik (52:54)

Ja, er könnte ja vielleicht irgendwie im neuen Iran von Michael Niyavarani Infrastrukturminister werden.

 

Thomas Maurer (53:03)

Weiß ich nicht, aber er ist ja, wie hat er im Präsidentschaftsverkunft gesagt, dass leidenschaftlicher Rasentraktor, also Mähtraktorfahrer ist. Also vielleicht auf den größeren Fußballplätzen des Landes oder in einem Golfclub oder so, sollte sich was finden.

 

Thomas Cik (53:14)

Mhm.

 

auch eine schöne berufliche Perspektive. Ist man immerhin viel an der frischen Luft, auch wenn es ein bisschen nach Benzin stinkt, aber vielleicht gibt es ja schon Elektrorasen-Mehatraktoren.

 

Thomas Maurer (53:32)

Naja,

 

es gibt ja eine Klientel, für diese Benzindergeruch der Freiheit, weil ja während eine verantwortungslose, übermächtige Klimalobby versucht die Welt mit Windradeln zu verschandeln, wissen sie, dass wahre Freiheit brumm brumm macht und ich könnte mir vorstellen, dass der Norbert Hofer dieserseits zuneigt.

 

Thomas Cik (53:55)

Ja gut, wenn dem so ist, dann sei es ihm gegönnt. Vielleicht wird er sich aber auch noch

 

Thomas Maurer (54:03)

Pokemon. Pokemon entwickeln sich in drei Phasen. Deine Kinder sind nicht Pokemon.

 

Thomas Cik (54:11)

Doch, meine ich aber ich rede mit ihnen nicht drüber.

 

Thomas Maurer (54:13)

Wie machst du das? Mir war es nicht gegeben.

 

Thomas Cik (54:20)

Ich gebe meinen Kindern auch andere Aufgaben, zum Beispiel, dass sie jetzt diesen Satz sprechen.