Maurer & Cik - by Kleine Zeitung

Saubillige Schweinereien

Episode Summary

Christian Stocker, Max Lercher, Daniel Fellner und Herbert Kickl geben die Stichworte für diese Episode des satirischen Nachrichtenpodcasts der Kleinen Zeitung.

Episode Notes

Episode Transcription

Thomas Cik (00:20)

Sias Thomas und Sias liebe Zuhörende Person bei Mauron schickt dem satirischen Nachrichten Podcast der Kleinen Zeitung. Und vielleicht sind Sie, liebe Zuhörende Person, jene Zuhörende Person, die jetzt gerade den 500.000. Stream bei uns macht. Also wir haben eine halbe Million, lieber Thomas, eine halbe Million mal wurde uns dabei zugehört, wie wir bemühen, Nachrichten in erträglicher Form zu bringen. Ich finde, das ist etwas, was man sich durchaus selber auf die Schultern

 

Thomas Maurer (00:21)

See you next time.

 

Thomas Cik (00:50)

klopfen kann oder auch auf einem anderen Körperteil, wenn man da aufsteht.

 

Thomas Maurer (00:54)

Ja, finde ich durchaus auch eine beeindruckende Zahl. schon neugierig, wann uns dann Spotify 10 Euro pro Download überweisen wird.

 

Thomas Cik (01:06)

Wie gesagt,

 

der Lauden gehört der kleinen Zeitung. Also könnte sein, dass die damit reich werden. Ich gönn's ihnen, die zahlen mir recht gut und die auch. ich war...

 

Thomas Maurer (01:14)

Ja.

 

Thomas Cik (01:18)

Deswegen würde ich sagen, halten wir uns nicht auf, sondern machen wir das, was die Menschen seit einer halben Million Episoden an uns erwarten. Wir reden über

 

thomas cik (01:27)

Euer Jovo sahtet entdecken.

 

Thomas Cik (01:31)

Jetzt zerlegt es den Preis für Schweinefleisch, schrieb meine Kollegin Eva Gabriel. Und was sie da schreibt, ist eigentlich wirklich erschütternd. Schweinefleisch wird immer, immer billiger. Es gibt einfach einen Mengendruck in der EU und deswegen kostet jetzt zum Beispiel die Schweinskaree teil mit Schwarte beim Lidl Nummer 599. Der Schopfbraten vom Tann, den gibt es gar um 6,99 statt sonst um 10,99.

 

und die 1 Kilo Packung Schweineschnitzeland kostet beim Interspar überhaupt nur mehr 6,45 Euro. Thomas als jemand, der gerne kocht, der gerne brät, der gerne packt, Schweine außen packen zumindest, erschüttert die das, dass diese Preise so unten sind oder denkt dann, na schau, jetzt könnt ihr mal ein neues Rezept ausprobieren, weil es kostet mir das Schwein quasi nur mehr zwei Drittel von vor ein paar Wochen bzw. Monaten.

 

Thomas Maurer (02:24)

Ja, da ist die Freude über die Preis- hinten bei den Grundnahrungsmitteln ein bisschen gedämpft, weil wir alle wissen, bisschen unter welchen Bedingungen billiges Schweinefleisch produziert wird und wahrscheinlich, wenn man dazu eine Umfrage machen würde, wären alle dagegen. Aber weggehend tut es dann trotzdem.

 

Das ist natürlich ein finanzielles Problem, aber Schwein versuche ich zumindest wenn ich selber kauf. Manchmal ist auf Tournee die Leberkasse einmal die letzte Option, wenn man überhaupt noch irgendwas über Außentemperatur zu sich nehmen möchte. Aber da schaue ich schon, dass ich auf die Freilaufschweineangebote eingehe, die halt...

 

klarerweise sehr viel teurer sind und deswegen gibt es das verhältnismäßig selten, ich halt an und für sich, wenn ich mich nicht gerade nur zwischendurch von irgendwas anehe, was man schnell kriegt, eher darauf achte, den Fleischkonsum ein bisschen runter zu bringen. Und da kommt vielleicht rein, dass ja das Schwein oder das Schweinefleisch mittlerweile zu einer Art Kulturkampfsymbol auch noch geworden ist. Also ich glaube, es gab ein

 

FPÖ-Plakat auch bundesweit mit Ist du Schwein, darfst du rein. Und dass das so ein Identifikationsding geworden ist. ich habe einmal glaubt beim Nationalpali, ein populärwissenschaftlicher Anthropologe, weil anthropologische Fachliteratur lese ich dann doch nicht. Aber ich habe das ist eigentlich der Grundmacher des Stammesdenkens und das haben wir ja im politischen A.

 

Das essen wir und das was die anderen essen ist gruselig, ist eine der kulturellen Grundunterscheidungslinien. Wurscht wohin? Ich glaube im selben Buch ist auch die Aktion jedes Volk hat sein Nachbarvolk festgehalten und meistens macht man es an solchen Dingen auf. Und nachdem ja auch die innerpolitische Landschaft zunehmend

 

tribalisiert, also in Stämme, in verfeindete aufgeteilt ist, vielleicht das Schwein eben, ein Thema, also das Schweinefleisch, über das man kaum sachlich reden kann. Sachlich, müsste man sagen, das ist natürlich furchtbar und auch jetzt ernährungsphysiologisches Schweinefleisch sollte eigentlich kein Grundnahrungsmittel sein, ist es aber natürlich speziell in Österreich.

 

Thomas Cik (05:20)

33 Kilo werden im Schnitt gegessen pro Person in Österreich. Nachdem ich gestern Abend angefangen habe das Buch von Klaus Ekel zu lesen und er ein Vegetarier ist, ist darin gestanden, gibt es jetzt einmal 16,5 Kilo, die jeder von uns beiden noch dazu essen müsste. Auf die 33 drauf dann schon.

 

wäre eigentlich relativ viel, knapp 50 kg Fleisch. Also wenn du zwei Wochen Pause machst, kommst auf ein Kilo Fleisch die Woche, Schweinefleisch alleine, da sind die ganzen Rinder, Wildschweine, andere Tiere, man sonst noch so zwischendurch mal essen muss oder essen darf, nicht eingerechnet. Also ich frage mich ja immer, wer wirklich diese statistischen Werte zusammenbringt zu essen.

 

Thomas Maurer (06:00)

Ich bin eben doch sehr viel Österreich weit unterwegs und wenn man am Land in Agostas geht, so weit es die überhaupt noch gibt, kannst du, glaube ich, über der Hälfte aller Teller Schwein ausmachen, nach wie vor.

 

Thomas Cik (06:20)

Ja, die meisten Schweine, tatsächlich Schweine, gibt es ja übrigens in Oberösterreich. Die produzieren nämlich rund 40 Prozent des österreichischen Schweinsbestandes. Habe ich nicht gewusst bis zu dieser Geschichte, die ich Ihnen natürlich in den Shownotes verlinkt. Die Steiermark macht die anderen 26 Prozent. Das heißt, Oberösterreich und die Steiermark haben eine Zweidrittelmehrheit in der Schweinsproduktion in Österreich. Das finde ich einmal. Funfact, mit dem können sicherlich am Wochenende irgendwo was anfangen, wenn es dann so beim Schnitzel sitzen oder beim Braten und sagen, übrigens.

 

Wusstet ihr schon?

 

Thomas Maurer (06:52)

Ja, ich glaube die Steiermark, weil wir ja für die kleine Zeitung reden, ist auch in der Händelproduktion der Top Dog und auch da sei dazu gesagt, diese Händeln laufen nicht alle gackern durch Wiesn.

 

Thomas Cik (07:12)

Ja, genau, Steimerken, Kärnten, Händel, wie auch immer man das nennt, der Hühnersberg unter Anführungszeichen im Süden Österreich. Aber falls Sie jetzt fragen, warum reden die so viel über Schweinefleisch in einem Podcast, der sehr oft politische Inhalte behandelt? Es hat natürlich auch das Schweinefleisch eine politische Komponente einerseits natürlich für österreichische Landwirtinnen und Landwirte, die bei einem so einen Preis noch weiter unter Druck geraten, wo das Landwirtisch sterben natürlich noch einmal an Intensität, an Schwung.

 

oder Abwärtsschwung muss man viel mehr sagen, gewinnen würde, noch mehr Landwirtinnen und Landwirte aufgeben würden, diesen Hof als auch Fleischwirtschaft zu führen. Und der zweite Aspekt ist dann ja natürlich auch noch tatsächlich ein globalpolitischer, denn dass es diese Massen an Schweinefleisch in der EU überhaupt gibt, hat Zollgründe. Die Europäische Union hat etwas gemacht, was man ja

 

machen kann, wird global derzeit sehr intensiv eingesetzt. Man hat Schutzzölle eingeführt und zwar gegen den Import chinesischer E-Autos. Weil da hat man gefunden, all das was in Mitteleuropa produziert wird, sind ja auch keine schlechten E-Autos. Das sollte ein bisschen begünstigt werden, steuerlich gegenüber dem was uns aus China geliefert wird. Und als Reaktion auf diese Importzölle für E-Autos aus China hat China seinerseits eben Zölle erlassen und die treffen nun einmal Schweinefleisch.

 

Das heißt der Export wurde zu teuer und irgendwie probiert man jetzt von Spanien ausgehen diese Überproduktion in den europäischen Markt uns abzubringen. Also das nur als Backlog falls Sie sich das nächste Mal wieder irgendwie darüber ärgern, was haben diese Zölle mit mir eigentlich zu tun. Es geht ihr Auto oder im noch konkreteren Fall die Schnittselle.

 

Thomas Maurer (08:48)

Man könnte sagen, die europäische Autowirtschaft, vor die deutsche, wird dafür belohnt, Jahre im Wachkoma zugeschaut zu haben, wie Elektroautos sich vom Exoten zur Zukunftstechnologie entwickelt haben. Wird damit jetzt noch mal geschützt und das wirkt sich dann bis auf den Bauernhof.

 

vom Nachbarn. Und auch eine politische Komponente dieser Massentierhaltung ist ja Deutschland ist ja in den letzten Jahren quasi der Schlachthof von Europa geworden und die Arbeitsbedingungen dort, sind fast alles Leute aus osteuropäischen Ländern ohne EU-Beitrittsaussicht in den nächsten Jahrzehnten, sind

 

so horrent, dass man... Also es sind nicht die Arbeitsbedingungen, an die man denkt, wenn man Europa sagt. Wenn man immer noch geneigt ist, Europa mit diesem Idealbild zu assoziieren, das wir irgendwie alle irgendwo noch verstaut haben.

 

Thomas Cik (10:08)

Ja, das stimmt. Wobei man muss natürlich auch sagen, jetzt noch irgendwie trotzdem schief über die chinesischen E-Autos zu sprechen, würden Sie, und das spreche ich jetzt Sie, liebe Zuhörerinnen und an den halbmillionsten Podcast hören, würden Sie wirklich ein Auto kaufen, X-Bank heißt? Also es klingt ja schon irgendwie noch ein Verkehrsunfall, oder?

 

Thomas Maurer (10:27)

Entschuldigen, ihr habt das jetzt überhaupt nie verstanden?

 

Thomas Cik (10:29)

xpeng

 

xpeng also wirklich x und dann machts beng mit harten p

 

Thomas Maurer (10:33)

Xpeng klingt eigentlich

 

als Tesla Modell, aber das ist mir ein bisschen auch nicht untergeklaut.

 

Thomas Cik (10:42)

Na, das X-Bank, das wäre mit einem weichen B, jetzt den Gondstiefen-Scherz zu bringen. Das war ein hartes B. Vielleicht hab ich es schlecht ausgesprochen, aber der Schmäh ist mal zu tief, dass man einfach aufhören sollte mit dem Thema.

 

Thomas Maurer (10:46)

Aja.

 

Thomas Cik (11:00)

Falls Sie beim Sprechen über Schweinefleisch hungrig geworden sind, möchten wir Sie daran erinnern, eigentlich wäre ja jetzt die Fastenzeit angebrochen. Oder auch der Ramadan, falls Sie einem anderen Stamm angehören, wie das Thomas Maurer vorhin so schön umkreist hat. Und weil der Faschings vorbei ist bzw. Fastenzeit begonnen hat, gibt es natürlich auch die Aschermittwochsreden. Und die haben es in diesem Jahr

 

wieder in sich gehabt. Also mittlerweile machen das jetzt nicht mehr nur die freiheitlichen, auch die ÖVP ist dazu übergangen und auch die SBO ist dazu übergangen und aus irgendeinem Grund habe ich mich heute in der Früh noch mal hingesetzt und habe mir alles reingezogen. Ehrlicherweise in doppelter Geschwindigkeit, weil irgendwie wird es da noch bisschen langweilig. Aber es war durchaus interessant kann man sagen und deswegen möchten wir jetzt einmal

 

bisschen darüber reden. Falls Sie in der glücklichen Position sind, dass Sie nicht alles gehört haben, und ich glaube, wird die Vielzahl der Zuhörer und Personen sein, war Ihnen heute bei der ÖVP. Da hat man zum Beispiel Manfred Weber aus Bayern dazugeholt. Sie werden ihn vielleicht noch kennen aus dem letzten EU-Wahlkampf. Der hätte ja Kommissionspräsident werden sollen. Ist dann Ursula von der Leyen geworden. Das ist dann höhere innere Logik innerhalb der konservativen europäischen Volkspartei. Aber lassen wir jetzt einmal so sein.

 

Bei dem muss ich sagen, ok, da habe ich den Eindruck gehabt, da ist noch jemand, der hat was mit seinem Leben vor, der hat es ein bisschen staatstragender gemacht. Zitat draus, ich möchte die Unterschrift von den Rechtspopulisten, dass sie sich später im Alter nicht einmal von Ausländern pflegen lassen. Kann man so bringen, ist einfach so das klassische Hinweisen darauf, da gibt es ein bisschen eine Doppelmoral.

 

Thomas Maurer (12:26)

Wir.

 

Thomas Cik (12:49)

Wollen wir schon über ihn reden oder machen wir zuerst so, dass wir alle kurz durchgehen?

 

Thomas Maurer (12:53)

Ich habe mir nicht alles reingezogen, habe mir Auszüge aus allem gegeben. Aber das scheint beim ÖVP, also schon Mittwoch, generell die Idee gewesen zu sein, dass man sich besonders seriös und staatstragend gibt. Es hat ja auch dann der Herr Stocker eine Rede mit viel Welt- und Europapolitik gehalten, wo er eben

 

Thomas Cik (13:00)

Hm?

 

Thomas Maurer (13:20)

auch durchaus vernünftige Dinge gesagt hat dazu, vieles geopolitisch sich verändert hat, diese Verlässlichkeit der Amerikaner nicht mehr gegeben ist, wir eigene Cloud-Services brauchen eigentlich alles sehr vernünftig und er hat eben auch, Brandrede kann man jetzt nicht sagen, der stockische Ductus ja allenfalls einmal entlosen.

 

zulässt und kein Brennen, aber eben auch vor den Rechtspopulisten gewarnt. Und das wird alles noch viel überzeugender klingen, wenn nicht gleichzeitig die ÖVP gerade eine absolute, wir sind genauso wie die Freiheitlichen, bitte wählst uns, Kampagne auf allen anderen Kanälen fahren würde. Wenn man sozusagen das alles näht,

 

konsumiert hätte und nur den Herrn Stocker gehört hätte und den Herrn Weber, hätte man den Eindruck gewinnen können, da gibt es so irgendwie staatstragende Konservative, die auch immun sind gegen die Verführung, mit Rechtsradikalen zusammenzutun aus strategischen Gründen. Die Lebenspraxis, sagt Anderes. Aber er war auch ein bisschen, da geht es in mein Fach, also Stocker hat einen kurzen

 

humortheoretischen Absatz zumindest gehabt. war über die Rieder, FPÖ, Parteitagskultur gesagt, da wird halt nur geschimpft und alles niedergemacht und Republik auch, glaube ich, hat ausgelacht und die lachend über alles, aber über sich selbst können sie nicht lachen und darum haben sie eigentlich keinen Humor. Was schon interessanter und durchaus nachvollziehbarer.

 

Ansatz ist und er hat dann aber leider

 

direkt drauf eben gesagt und dabei hätten die ja genug übereinander zu lachen in der ÖV, in der FPÖ. Und da wurde nicht gelacht. da hat das Publikum eine Chance ausgelassen, die Humortheorie des Herrn Stocker mit einer aktiven Reaktion zu belegen.

 

Thomas Cik (15:48)

Ja, glaube, wie du gesagt hast, das ist halt einfach der Duktus des Christian Stocker. Lesen war die Rede lustiger, glaube ich, ganz ehrlich gesagt als gehört.

 

Thomas Maurer (15:57)

Das könnte sein, Aber vielleicht gleich den nächsten Sprung zu machen, auch ein forciert launiger Vortrag, wie ihn zum Beispiel Max Lercher in Angriff genommen hat für die Sozialdemokratie, ist garant dafür, dass die Halle wirklich gerockt wird.

 

Thomas Cik (16:00)

Ja.

 

Ja, wobei Max Lehrer für seine Verhältnisse und die Halle, muss man sagen, da rockt es schon. Also sofern du jetzt irgendwie der österreichischen Sozialdemokratie in ihren derzeitigen Zuständen sagst, da rockt irgendwas, hab das jetzt noch in Relation besser gefunden. Es hatte ein wenig Selbstironie, auch weil er gesagt hat, Christian Kern habe ich eingeladen, aber der hat in den letzten Sekunden abgesagt. Er hat auch in der Koalition

 

Thomas Maurer (16:49)

Da

 

Thomas Cik (16:50)

durchaus die eine oder andere Kritikpunkt angesagt. Zum Beispiel hat er gesagt, ja, Dreier hätten alle gern, nur in der Praxis ist es halt kompliziert umzusetzen. Also der ist dann auch zu billig, ich mal ganz ehrlich sagen, dass du ihn überhaupt bringst.

 

Thomas Maurer (17:02)

hätte man anschließend vielleicht die Frau Lehrche interviewt.

 

Thomas Cik (17:08)

Die Frau Lehrer ist

 

ja die Frau Grubeser aus der Excel-File-Liste, das ist ja seine Lebensgefährtin. Die wollte ich auslassen, weil die Frauen jetzt eh schon öffentlich durch den KK gezogen wurden, dass es nicht notwendig gewesen wäre.

 

Thomas Maurer (17:14)

Auf Wiedersehen, Gaffi!

 

Ja, aber da

 

kann sich dann natürlich ein Additionsfehler einschleichen und auf einmal ist weniger Platz im Bett, wie man gewohnt ist. Nein, egal, so weit wollte ich gar nicht gehen. Aber durchaus bemerkbar ist eben, alle, bis auf den, der Herr Stocker hat vereinzelte Dialekt-Einflechtungen.

 

Thomas Cik (17:30)

Ja, wupp.

 

Thomas Maurer (17:51)

verwendet. Also alle versuchen sehr Foxy, sagt man im Englischen, volks-tümlich, ist schon bisschen abwertend. Aber alle versuchen irgendwie so als geerdete Typen, ⁓ zu kommen mit unterschiedlicher Fortune. Beim Kickl natürlich wieder sehr viel kernkernrischer als im Nationalrat, aber so, ja.

 

Ein entspannter, geerdeter Kerl von nebenan, das ist nett. Im Film würde man sagen, da er gegen den Typ besetzt.

 

Thomas Cik (18:32)

Ja, muss man auch sagen. Und für jemanden, immer noch davon spricht, dass er dem nicht Kanzler wird, ist einfach die Sprache dann trotzdem zu aggressiv. kann man sagen, was man will. Er ist untergriffig in Richtung ganz ganz vieler Personen geworden. War einfach schon ganz ehrlich gesagt knapp an der Abwertung oder die Abwertung hat er sowieso schon erreicht. Mag das jetzt inhaltlich gar nicht alles wiedergeben. Mir sind nur zwei Sätze dann wirklich aufgefallen. Er ist wieder mal mit dem Besen gekommen, mit dem

 

Stahlbesen, mit denen man durchkehren will. Man weiß, dass das bereits im Dritten Reich... Hilf mir, ich glaube, es war Goebbels, der dieses Zitat auch gebracht hat, wie später auch einmal, ja, genau, dass er da auskehren will. Und dann hat er noch einmal vom Schrottplatz der Geschichte gesprochen, den man hinter sich lassen müsste. Das war natürlich eine kalkulierte Eskalation. Und man muss ihm gratulieren, dass ich es aufgenommen habe und jetzt mit dir darüber reden will, weil es erinnert natürlich an Wörter...

 

Thomas Maurer (19:03)

Da ist eine B.

 

Thomas Cik (19:30)

und Phrasen, andere Leute zuvor schon verwendet haben in Deutschland. Alexander Gauland, der gesagt hat, der Fliegenschiss in der Geschichte hat damit eben die Phase der NS-Diktatur in Deutschland gemeint. Herbert Kickl wird auf was ähnliches angespielt haben und hat dann eben den Schrottplatz der Geschichte genommen. Schrottplatz ist natürlich was wesentlich Größeres als der Fliegenschiss. Da ist er argumentativ gut auf der richtigen Seite. muss sagen, das kannst du jetzt nicht miteinander vergleichen, natürlich. Aber auch als er dann noch mal von einem Volk her gesprochen hat des Erden.

 

als Volkskanzler einführen möchte, ist halt ganz viel rauskommen, wo man so eigentlich nicht mehr auf der Line entlang balanciert, sondern ganz, ganz gern schon hingeht, weil Volks her, man kann es dann natürlich weiter paraphrasieren, irgendwann bist du dann im Volkssturm drinnen, das sind alles Worte, denen man spielt, wo man dann wieder die politische Kultur und die, ja, den Rahmen dessen

 

Thomas Maurer (20:06)

. .

 

Thomas Cik (20:23)

innerhalb

 

diskutiert und gesprochen werden kann, der dessen eine Debatte stattfindet, den weitert er immer wieder aus in seine eigene Richtung mit solchen Dingen und andere Leute nehmen es hin und das ist ein bisschen ein Problem, finde ich ganz ehrlich. Aber es ist nicht neu.

 

Thomas Maurer (20:38)

Ja, natürlich ist das, aber

 

ja, das ist natürlich Kalkül und wie gesagt, ist noch nicht so lange her, da hätte sich auch niemand vorstellen können, dass jemand wie Donald Trump US-Präsident wird. Da ist man ja momentan insgesamt in der europäischen Rechten ein bisschen vorsichtig. das FPÖ-Radio heißt zwar Austria First, wahrscheinlich weil...

 

mach Österreich wieder groß, Mövger ist halt keine geile Aufkürzung. Aber momentan sind ja, was jetzt glaube ich weniger moralischen als strategischen Überlegungen geschuldet ist, die ganz rechten bisschen vorsichtiger mit dem offensiven Jubel für die Trump-Republikaner, weil die gerade nicht nur national, sondern auch global, was ihr Ansehen angeht, deutlich im Abwind sind.

 

und man auch in den USA sich abzuzeichnen beginnt, was das auch wirtschaftlich heißt, vor allem für die einfachen Leute, für die da ja angeblich eingestanden wird. Also da warten wir uns noch ein bisschen, aber der Kickl hat ja auch wirklich Stolz, und das zeigt schon, wo wir bereits angekommen sind, also dass er mit 49 Erwähnungen im Rechtsextremismusbericht erwähnt wird.

 

hat er Szenenapplaus bekommen, dafür, dass er so oft drin ist, offensichtlich, und dass die alle den Buckel runterrutschen können. ich sag einmal, auch der Heider hätte zumindest mit seinen Erwähnungen im Rechtsextremismus-Report nicht geprahlt, sondern das halt nur irgendwie versucht zurechtzurücken. Und mir hat er eben am meisten ein bisschen die Inszenierung der Leute, so wie der Stocker halt als ein

 

verantwortungsvoller Maß, voller nachdenklicher Politiker rüberkommen will. Da kicke ich halt eben als volkstümlicher Kampel. Und daraufhin interessant, wie sehr das ja eigentlich nicht funktioniert, aber wie sehr es offenbar zumindest den dort versammelten Anhängern wurscht ist, dass es nicht funktioniert. Weil der Heider hatte ja noch ein ganz starkes, also der Liebesbedürfnis, der hat sich ja jeder

 

Umgebung angepasst und wollte immer sozusagen von anerkannt und geschätzt und geliebt werden. Der Strache war halt wirklich ein etwas schlicht gebautes Modell, das sich im Bierzelt tatsächlich am Wohlsten gefühlt hat und insofern echt war. Beim Kickl merkst du erst, also der Jubel gefällt ihm, das sieht man, aber er verwendet dort genauso wie, glaube ich, wahrscheinlich überall.

 

Und auch das Gewohnheitsmäßige, vielleicht kriegt man das irgendwann aber nicht mehr weg, dieses leicht verächtliche Lippen kreiseln und hochziehen, das

 

hat er auch, wenn er von seinen lieben Freunden spricht. Und ich weiß nicht, ich als ein lieber Freund durch, würde man denken, hm, da ist was nicht echt. Aber offensichtlich sind diese kritischen Instanzen ausgeschaltet. Vielleicht liegt es auch an den Genossen angetragen.

 

Thomas Cik (24:05)

Zwei Momente von Herbert Kickl möchte ich noch kurz besprechen. Das eine Mal hat er gesagt, na meditieren ist gut. Ich meditiere ja auch gerne. Also er hat das einfach mal geschätzt und da habe ich gedacht, okay, jetzt kommt wirklich die Katarsis. Herbert Kickl erklärt uns sein eigenes Wesen. Es ist nachher darin abgedriftet, dass er irgendeinen Schmäh über Kanzler Stocker und seine, sein Framing, das ihm der Boulevard geben hat als Buddha dieser Nation machen wollte. Okay.

 

gekauft als Schmähnehmer dahin. Und zum Döfbericht, wo Herbert Kickl ganz stolz gesagt hat, er hat 49 Erwähnungen. Vielleicht hast du den ersten Teil noch dazu geschaut, da hat der Manfred Heimbuchner in seiner dort am Abend präsentierten Rolle nächster oberösterreichischer Landeshauptmann ja auch mit Stolz erwähnt, er hat einen Döfbericht bzw. er wird im Döfbericht erwähnt. Eine Erwähnung hat er dort. Vielleicht sogar mehrere, weiß die Zahl jetzt nicht konkret.

 

Aber Herbert Kicker hatte dort nur einmal den Führungsanspruch dargestellt. Ich hab mehr als du. Also das war erst in der Langversion, die ich immer heute in der Früh gegeben hab, hat sich das dann erschlossen, warum er denn so stolz drauf ist. Also da hat er schon mal das Benchmarking gesetzt. Wer unter 49 Erwähnungen in diesem Bericht ist, braucht nicht einmal probieren, ob man der FPÖ wird. Also ich glaube, das war tatsächlich so die interne, ja...

 

Absage an eine Führungsdebatte, so es sie überhaupt geben könnte in der FPÖ. Das habe ich interessant gefunden. Und weil du ja keiner...

 

Thomas Maurer (25:33)

Vielleicht könnten wir überhaupt auch ein bisschen das Auswahlverfahren in die Richtung, also bei der

 

FPÖ ja doch immer wieder Schwierigkeiten sehen, wo nehmen wir Personal her und vielleicht kann man das jetzt bundesländerweise, weil es natürlich auch die FPÖ föderal ist, eben nach Einträgen in den DWW Bericht einfach national und bundesräte aufstellen, wäre die Frage, wie weit sich dadurch die personelle Zusammensetzung der Fraktionen

 

FPÖ-Fraktionen im Nationalen Bundesrat ändern wird, das müssen wir mal anschauen.

 

Thomas Cik (26:14)

Das notiere ich immer, weil das wirklich eine sehr interessante Frage ist, ich bisweilen noch nicht nachgehen konnte. Weil du ja Kai da erwähnt hast, der war ja auch Thema, und zwar bei der SPÖ, als der künftige Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner eben in der Veranstaltungshalle von Max Lehrer auch zu sprechen gekommen ist. Der hat da auch eine Rede gehalten, war natürlich ein bisschen noch zweischneidiger unterwegs, weil er erst voll ja in, ja, sagen wir mal sieben bis acht Wochen oder so etwas.

 

das Amt von Peter Kaiser übernehmen. Das heißt, er muss sich schon ein bisschen in anderer Rolle einfügen. Möchte aber natürlich auch den Applaus dort haben, möchte auf dieser Welle mitreiten, die da drinnen ist. Hat dann auch probiert, als Stadionsprecher zu agieren mit super Publikum, scheiß Sprecher und so was. Also da hat er die Leute ein bisschen aufgefordert, Game mitzumachen. Keiner gefällt ihm, muss ihm nicht gefallen. Weiß auch nicht, warum er das dann vielleicht machen muss, aber egal. Und er hat aber auch dann eben vor diesen Leuten, ja, wenn es beim Lehrer drinnen sitzen,

 

schon im Verdacht stehen, auch einmal die FPÖ gewählt zu haben. Die ganze Geschichte nochmals wieder erzählt, dass Heider ja zu Lebzeit, also am Ende seiner Lebzeit, nicht mehr bei der FPÖ war, sondern weil es dort eben Typen gegeben hat, die nicht regierungsfähig waren, er sein BZÖ gegründet hat. Also ich glaube, das ist eine Erzählung. Auf die können wir uns einstellen bis zum nächsten Kern der Landtagswahlkampf. wird Daniel Fellner noch das eine oder andere Mal bringen, weil es ihm natürlich eine gute Abgrenzung hin ist zu den freiheitlichen, die da... ja...

 

derzeit nur immer oder warum auch wieder auf der Heiderwelle dazu schwimmen, hat vermutlich damit zu tun, dass man dem Strache nicht mehr wirklich was machen kann und Herbert Kickl ad personam alleine auch nicht die Strahlkraft hat.

 

Thomas Maurer (27:43)

Okay.

 

Ja, wie gesagt, scheint ja trotzdem zu funktionieren. Das ist ausgerechnet, die Kickle-F-Bödenheider wieder ausgeräbt, finde ich auch interessant. Ich habe jetzt bei der Gelegenheit auch endlich den Hitsong der John-Ottie-Band einmal gehört und es ist eine stilistische Weiterentwicklung, weil

 

HC-HC für Österreich war jetzt vom Stim-Ansatz, ein bisschen als Chris Rea Parodie oder Imitation angelegt, wo gegen der jetzige Hit Will Mir Scheinen ein wenig Grün meiert, aber nicht genug, dass der juristisch dagegen vorgehen kann. Aber damit mache ich nur das Glücknüdel.

 

Thomas Cik (28:31)

Mhm.

 

Ja, also ich habe mir ja die Reden von Herbert Kickl und Manfred Heimbuch nur in doppelter Geschwindigkeit durchgeschaut, weil sonst wäre es dann nicht fertig. Da war zwischendrin dann auch wieder dieses, nicht das HC-Lied, sondern das FPÖ-Lied, das neue zu hören und folgedessen hat man es natürlich auch in doppelter Geschwindigkeit eingespielt.

 

Thomas Maurer (29:08)

Bis dann!

 

Thomas Cik (29:10)

Kurz habe ich gedacht, komische Mucke, aber kennt irgendwie so aufgehend so Pop-Bank, Simple Plan oder was weiß ich, Sam 41, was es da geben hat, so vor 20, 25 Jahren oder sowas. Wenn du es dann wieder hörst und merkst, was es ist, denkst du einfach um Gottes willen. Man hätte es auch anders abmischen können, merkt man einfach. Aber natürlich ist das na na na na na viel zu schnell dann, um es im Bierzelt nach dem zweiten, dritten, vierten nicht ganz alkoholfreien Getränk mit zu gröllen.

 

Das wird sich einfach nicht ausgehen. So schnell. Nein, nein, nein, nein. No chance.

 

Thomas Maurer (29:43)

Nein,

 

das ist auch der Grund warum wahrscheinlich High-Speed Rap sich beim Aschermittwoch in Rieden nie durchsetzen wird. Und jetzt alle!

 

Thomas Cik (29:58)

Falls Sie sich noch intensiver in diese Aschermittwochsreden einlesen Links von meinen Kollegen Josef Röhrlich, Marco Sebastian, Walter Hemerle, die sich das einfach alles den ganzen Abend hindurch schon geben haben und dann auch noch zisilliert haben, stelle ich Ihnen sehr gerne rein in die Shownotes. Wie Sie gesagt haben, die kleine Zeitung versorgt Sie nicht nur in diesem Podcast, sehr, ausführlich mit Nachrichten. Wir haben eine neue Webseite in der Zeitung und also später dazu.

 

Und wenn Sie auf dieser Website sind und Sie bisschen was anhören wollen bzw. durchlesen wollen, da gibt es natürlich auch noch die Nachlese, wie denn das jetzt eigentlich war, dass Christian Kern nicht zurückgekehrt ist an die Spitze der Sozialdemokratie. Auch da hatte Daniel Fehlner unter Anführungszeichen seine Finger, seine lenkende, seine schützende Hand, ⁓ den seinerzeitigen Ratsreitbürgermeister Siegfried Nagel zu zitieren, mit ihm Spiel und hat dann gesagt, so Christian, ist jetzt er? Mach mal oder mach mal nicht.

 

Thomas Maurer (30:51)

Ja, nachdem ja weniger, also die Kerngerüchte oder tatsächliche Kampagne hat ja einen offiziellen Endpunkt, die Sebastian Kurz-Comeback-Debatte scheint ausgetröpfelt zu sein. Also da wird es wahrscheinlich auch irgendwo Termine mal geben haben, wo Jürgen Berg sagt, nicht wirklich und entweder ist es jetzt vertagt oder eben ausgetröpfelt. Aber da

 

Thomas Cik (30:52)

habe ich ganz interessant gefunden.

 

Thomas Maurer (31:20)

Man ja, es gab offenbar bei der Wiener SPÖ einen Termin, es fünf SPÖ-Chefs die es für strategisch geraten halten, Sozialdemokratie zu helfen, indem sie bei jeder Gelegenheit den Vorsitzenden anpotzen. Und das ist der unerforschtliche Ratschluss.

 

innerhalb der SPÖ-weitenden Kräfte. Aber offenbar gab es noch nicht mal einen Termin bei der Wiener SPÖ ohne deren Unterstützung da halt gar nichts gegangen wäre. Und der scheint halt verlaufen zu sein wie wenn der Onkel Donald zum Onkel Dagobert kommt und ihn fragt ob er Hundertal allein kam und er sagt, na und dann geht der Onkel Donald wieder. So in etwa scheint dieses

 

Putschisten treffen, verlaufen zu sein, schon auch rührend ist. Und gerührt ist man in der österreichischen Innenpolitik es sollten. dann sag ich mal, es war vielleicht nicht zum besten der Sozialdemokratie, aber für den Außenstehenden beobachtet war es rührend.

 

Thomas Cik (32:44)

Ja, weil man es jetzt in mehreren Zeitungen gelesen hat, möchte ich an dieser Stelle auch einfach dem Christian Kern da zu gratulieren, dass er im April wieder Vater wird. Ich finde das ist einfach schön. ist ja, da kommt man ganz unabhängig von allem, was man politisch denkt oder so. Da wird weder Kind in die Welt gesetzt. Man muss auch sagen, jetzt, dass man in Demografie-Büramide der Kern hat geliefert.

 

Thomas Maurer (32:55)

Ja, also...

 

Ja, also ich glaube, ich habe zwar weitere Verteidigungspläne eigentlich wirklich entsagt, aber wenn ich mir jetzt überlege, ob ich lieber noch ein Kind kriege oder die SPÖ übernehme, fällt mir die Entscheidung nicht schwer.

 

Thomas Cik (33:31)

Wir haben schon ein bisschen über chinesische Technologie heute gesprochen. Da war bis jetzt das Thema Automobile. würde mal sagen, ein bisschen an Punkt. Jetzt reden wir über Humanoide. Das sind Roboter, können ganz, ganz viele Sachen. Thomas Maurer hat mir ein Video geschickt, das Ihnen gerne in die Show Notes reinstellt. Dazu noch einen Link aus dem Guardian dazu, wo ganz, ganz viele Humanoide-Roboter in China synchron tanzen. Und er hat gesagt, ein bisschen spooky. Ich habe mir gedacht, nein.

 

Das ist irgendwie was schon Tolles, weil bis jetzt hatte ich in meinem Job und in dem, was ich gelernt habe in meinem Leben und was ich getan habe in meinem Leben, so bisschen immer die Sorge, irgendwann wird mir die KI einfach so nutzlos machen, wie ich mich selber so in den schlimmsten Stunden überhaupt jemals fühlen konnte. Jetzt habe ich mir gedacht, schau, es geht auch Erntehelferinnen und Erntehelfer so, es geht an Insta-Ladwe so, weil eigentlich, wenn die sich das anschauen, wie synchron da etwas funktionieren kann, müssen die sich eigentlich auch Sorgen einen Job machen?

 

Vielleicht sollten wir dann insgesamt mal über Maschinensteuer oder Wertschöpfungsabgaben oder so irgendwas sprechen, wenn ⁓ jeder Job mittelfristig ersetzt werden kann durch eine KI bzw. durch einen Roboter, der mit KI gesteuert wird. Jetzt ist mir natürlich schon klar, synchrones Dance Battle von ein paar Robotern ist was völlig anderes als eigenständig dann tatsächlich die Erdäpfeln zu klauben oder die Leitungen zu verlegen. Aber ja, es kann sich keiner mehr sicher fühlen.

 

Das ist doch auch irgendwie was Positives, oder Thomas? Wir sitzen alle im gleichen Boot. Du und der Installateur.

 

Thomas Maurer (35:05)

Ja, das kann ich schon verbinden. Ich glaube auch, es ist ein bisschen komplexer, dass zum Beispiel bei all den Ansprachen oder auch wie die Zukunft gestaltet werden soll, solche Dinge grundsätzlich nicht erwähnt werden und zwar nicht einmal nur in der österreichischen Politik, fast überall nicht besprochen werden, ist an und für sich ein

 

ein Versäumnis, das uns irgendwann an meinem Schädel fallen wird, wage ich zu parametrizieren. Dieser Auftritt ist natürlich beides. Es ist wirklich faszinierend, wie gut das mittlerweile funktioniert. Wir sehen glaube ich alle seit Jahren immer wieder mal diese General Robotics. Es ist eine dem amerikanischen Militär recht nahestehende Firma. Aber in der Qualität

 

Der Bewegungsabläufe war bisher noch gar nichts. Ich habe auch zum Vergleich kurz reingeschaut, es war eine große chinesische Regierungspropagandashow, also die größte Fernsehshow auch im chinesischen Fernsehen und damit eigentlich global sicher eins der größten Fernsehereignisse überhaupt. Also sicher mehr Zuschauer als Superbowl.

 

Thomas Cik (36:24)

Ich habe schon

 

gedacht, du sagst jetzt als die Ski-Olympia-Abfahrt der Herren. Also bitte.

 

Thomas Maurer (36:30)

Ja, vielleicht sogar das. Da gab es voriges Jahr auch schon so ein Roboter-Palett, das bei Weitem nicht so eindrucksvoll war in seinen Bewegungsmöglichkeiten. Da hat sich ganz offensichtlich irrsinnig viel innerhalb eines Jahres getan. Die chinesische Regierung bündelt dann natürlich auch ihre Kräfte. Das ist tatsächlich dieser Technologie-Wettlauf mit den Vereinigten Staaten.

 

Und das ist natürlich auch ein eine Machtdemonstration. Schaut, so was wir kennen. Wie durchaus gelungen ist, weil diese Roboter führen nicht nur Kung Fu, Katas, glaube ich das, diese Bewegungsabläufe aus, die machen Flickflacks hintereinander, Salty rückwärts, Stehendas. Und natürlich ist es eine Geschichte, jetzt, was sind es denn für Fisoren, 30, 40...

 

dieser Maschinen synchron zu programmieren und wahrscheinlich monatelang an jedem Fehler basteln zu können. Tatsächlich ist es so, dass gleichzeitig, auch was Erntehelfer und ähnliches angeht, den Roboter, der ein Geschirrspül ausrahmen kann, gibt es nach wie vor nicht, geschweige denn, dass er das dann richtig wegräumt. Aber da hat die Entwicklung der letzten Jahre gezeigt.

 

auf das sollte man sich jetzt auch nicht verlassen. Das heißt, deinem Einsatz im Alltag ist das alles noch zumindest Jahre entfernt. Man muss ja wirklich sehr vorsichtig sein. Und auch die

 

zweifellos angetachten Einsätze in Kriegen und ähnliches werden bis auf weiteres einmal mit Batteriereichweite und ähnlichem im Zaum gehalten bleiben. Aber dass da was daherkommt, was sicher sehr nützlich sein kann, also ich glaube die Idee, ist weil Entenhausen schon erwähnt worden ist.

 

Daniel Düsentrieb hat ja Prototypen solcher Geräte bereits in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt. Ich erinnere an das Helferlein von Daniel Düsentrieb. Aber in der Praxis ist es ausgeblieben, wird ein bisschen ausbleiben, aber allein zu sehen, wie geschmeidig diese Dinge jetzt menschliche Bewegungsabläufe zumindest schon drauf haben.

 

ist einerseits ästhetisch faszinierend, weil es wirklich eine sehr professionell gemachte Fernsehshow ist und auch ein bisschen bedrückend und beklemmend gleichzeitig, weil in irgendeine Variante der Zukunft ist es sich ein Fenster.

 

Thomas Cik (39:34)

Ja, weil sie das Video nicht interessant finden und sich denken, na, das mag ich mir alles nicht anschauen, das ist so dystopisch. Wir stellen in die Show Notes auch einen Link rein. Wallace und Gromit haben auch so eine tolle Maschine mal erfunden. Da kann jetzt dir das Bett hoch, dann zieht es dir die Hose an. Auch quasi alles Robotics, die dich bereit machen fürs Leben, bis hin zum Zähne putzen nach dem Spiegelei, das von einem Roboter gebraten wird.

 

Vielleicht geht ja auch alles besser aus und das werden die humanoiden Roboter nicht für den Krieg eingesetzt, weil es keinen Krieg mehr gibt, sondern alle Leute sich in der Früh schon ja sozusagen mal fertig machen lassen vom Roboter. Ich kämpfe einfach positive Nachrichten, ja du merkst das.

 

Thomas Maurer (40:11)

Ich man weh.

 

Wenn es so weit ist, rette ich meine Video.

 

Thomas Cik (40:19)

Ja, und bis dahin reden wir jede Woche, nächste Woche am Freitag wieder. Keine Ahnung, worüber wir dann sprechen werden, aber irgendwie ist in der ganzen Welt immer was los, dass wir was zu sprechen haben. Ich freue mich auf Sie und vor allem freue ich mich auch auf Dich, lieber Thomas.

 

Thomas Maurer (40:32)

Bye!