Maurer & Cik - by Kleine Zeitung

Happy Birthday to FPÖ

Episode Summary

Kabarettistin Katrin Winkler-Jandl ist Gast bei dieser Live-Show von Maurer & Cik in den Klagenfurter Kammerlichtspielen.

Episode Notes

In dieser Episode sprechen Thomas Maurer, Katrin Winkler-Jandl und Thomas Cik über diese Themen: 

Und hier geht es zu den Terminen mit Katrin Winkler-Jandl.

Episode Transcription

SPEAKER1

 

00:00:00

 

Was jetzt kommt, wisst ihr bestimmt: Der Podcast von Thomas und Thomas. Nein. Na gut, der von Maurer und Schick. Der satirische Nachrichten-Podcast der Kleinen Zeitung.

 

SPEAKER2

 

00:00:17

 

Servus Klagenfurt.

 

SPEAKER3

 

00:00:25

 

Servus Katrin. Ja, hallo. Servus Thomas. Servus Thomas. Einfach zu merken, wie eine durchschnittliche Volksschulklasse in Kärnten der 90er Jahre. Von dem her.

 

SPEAKER2

 

00:00:33

 

War in den 70ern nicht anders.

 

SPEAKER1

 

00:00:37

 

Genau. Und all jene zuhörenden Personen, die jetzt gewöhnlich in dem Podcast sind, werden es schon merken, die Atmo ist da. Es gibt ein bisschen was anderes an Geräuschen. Und es gibt eine wunderbare Gästin, die wir jetzt bei Maurer und Schick begrüßen dürfen. Ja, ich sag Gästin. Das haben schon die Gebrüder Grimm gesagt. Das ist ein zulässiges Wort, möchte ich jedes Mal wieder betonen. Und die Gästin, die wir haben, ist Katrin Winkler-Jahn. Die ist einerseits Trägerin, aktuelle Trägerin des Herkules-Kabarettpreises. Andererseits aber auch Politikwissenschaftlerin. Die Katrin Winkler-Jahn, für all jene, die es noch nicht gehört haben, ist ein bisschen Link zwischen dem Thomas Maurer und mir gewissermaßen als Kabarettistin und Politikwissenschaftlerin. Und deswegen ist es erbaulich, mit dir jetzt über die Nachrichten zu sprechen. Und ich schmeiß jetzt einfach ganz kurz mein liebes Mikro, weil es macht mich fertig.

 

SPEAKER2

 

00:01:24

 

Ja, aber so Mikros spüren das. Also meins ist, bei der Premiere von meinem aktuellen Programm, ich sag zweimal hintereinander, waren zwei Mikrofone tot. Macht gleich Stimmung am Anfang.

 

SPEAKER3

 

00:01:33

 

Ja, also so reißt sie runter.

 

SPEAKER1

 

00:01:37

 

Für all jene, die nicht wissen, was wir in diesem Podcast machen: Wir sprechen jede Woche über Nachrichten. Und in der Woche gab es ja wirklich einiges, was man zu besprechen hat. Ich würde mal sagen, in der letzten Folge haben wir ganz, ganz viel über Daniel Fellner gesprochen, Neukärntner Landeshauptmann. Deswegen müssen wir in dieser Woche einfach ausgleichend fair sein und viel über Wolfgang Fellner sprechen. Das ist ein Mensch, der gibt ein periodisches Druckwerk hinaus, würde ich jetzt mal sagen.

 

SPEAKER2

 

00:02:04

 

Damit man nicht Zeitung sagen muss, ja.

 

SPEAKER1

 

00:02:05

 

Genau. Und unter anderem hat er jetzt aber auch eine Autobiografie zusammengestellt, nennen wir mal so. Auch da verfolgt er ein bisschen dieses interessante Hybridmodell zwischen einem Kaufprodukt. Und wenn Sie es großformatig und ein bisschen, sagen wir mal, günstiger am Papier haben wollen, gibt es das jetzt auch gratis.

 

SPEAKER2

 

00:02:24

 

Ja, ja, also das ist, Kollege Scheiber hat über die Österreich-Zeitung sehr richtig gesagt, man kann es kaufen, aber man kann auch Sommersprossen züchten.

 

SPEAKER1

 

00:02:35

 

Ja, und wie gesagt, es gibt jetzt auch eine Biografie von ihm zu kaufen. Natürlich alles überhaupt, was er erlebt hat in seinem Leben und das ist das unglaublichste Leben, das man in Österreich nur leben konnte in den letzten Jahrzehnten. Zum Beispiel, und da möchte ich ein bisschen auf den Promotext verweisen und mit euch beiden drüber sprechen, Wolfgang Fellner enthüllte in diesem Buch alle Geheimnisse. Beginnend mit Bruno Kreisky, der für Fellner in den Pool köpfelte, sich dabei seine Achillessehne riss und dann vor Zorn den Noricum-Waffenskandal enthüllte. Ja. Ich habe nachgerechnet, Kreisky war zu dem Zeitpunkt 73 Jahre alt, wo dieser vermeintliche Pool-Sprung hätte stattfinden sollen.

 

SPEAKER2

 

00:03:19

 

Nein, dass er geköpfelt hat, glaube ich, noch, aber die Noricum war da, glaube ich, schon unterwegs, also als Skandal.

 

SPEAKER3

 

00:03:25

 

Ja, und wenn es nicht absichtlich war, dass er da reingeköpfelt ist, das könnte ja auch passiert sein, mit 73 bitte, ich meine, kann ein leichter Schlaganfall gewesen sein.

 

SPEAKER2

 

00:03:33

 

Beileibe, also, wenn Wolfgang Fellner versucht, Geheimnisse aus mir rauszukriegen, dann köpfle ich im Zweifelsfall aus dem dritten Stock, das ist aber...

 

SPEAKER1

 

00:03:45

 

Ja, ein anderer Teil dieser Biografie, die man wahrscheinlich eh kaufen wird, auch der junge Wolfgang Fellner erlebte die Geburt des Austropop und er entdeckte Falco. Also, falls Sie schon von Markus Spiegel gehört haben, der war es nicht, es war Wolfgang Fellner, der Falco entdeckte.

 

SPEAKER2

 

00:04:03

 

Ja, also, ich bin ja zufällig Zeitzeuge, ich habe damals die erste Drahdiwaberl-Platte gekauft, da war ich, glaube ich, 13 oder 14, da ist sie rausgekommen, ganz wild Underground damals, und da war eben der Falco-Bassist und ganz Wien war schon drauf, Markus Spiegel hat das produziert, und dass hinter all dem Wolfgang Fellner steckt, habe ich nicht gewusst, sonst hätte ich das nicht gekauft.

 

SPEAKER3

 

00:04:22

 

Ja, weil, er hat es ja im Rennbahn-Express getan.

 

SPEAKER2

 

00:04:25

 

Rennbahn-Express waren die Fellners schon, ja.

 

SPEAKER3

 

00:04:26

 

Und das war absolut mein Medium, ich habe nämlich genug gebraucht, was mir Informationen über Antipickelcremes und so besorgt, also habe ich auch Rennbahn-Express gelesen.

 

SPEAKER1

 

00:04:36

 

Ja?

 

SPEAKER3

 

00:04:37

 

Ja, durchaus.

 

SPEAKER3

 

00:04:38

 

Zweiter Berührungspunkt mit Wolfgang Fellner von meiner Seite.

 

SPEAKER1

 

00:04:41

 

Berührungspunkt und Wolfgang Fellner?

 

SPEAKER3

 

00:04:43

 

Ja, durchaus, doch, also ich habe mir tatsächlich einmal ein Jahresabo für die Woman geholt, weil es nämlich gratis eine Vignette und einen Lockenstab dazugegeben hat.

 

SPEAKER2

 

00:04:54

 

Damit ist auch schon sehr viel über die publizistische Strategie des Hauses Fellner gesagt. Ich glaube, du hast eine Zeit lang, hast du die praktisch komplett einrichten können, wenn du die diversen Magazine des Fellner Imperiums abonniert hast. Und Gegengeschäfte waren auch, glaube ich, immer ein, angeblich haben, wie News neu war, haben angeblich die Redakteure ein Jahr lang Zeitungsschnipsel auf die Scheiben geklebt, weil es so lange kein Gegengeschäft für Jalousien gegeben hat.

 

SPEAKER3

 

00:05:25

 

Der hat ja tatsächlich, soweit ich weiß, auch im Rennbahn-Express sind dann immer wieder SPÖ-Politiker zwischendrin aufgeploppt, so plötzlich, dass das bezahlt war, das glaube ich natürlich nicht.

 

SPEAKER3

 

00:05:41

 

Aber wie gesagt, ich habe das überlesen, das war nichts.

 

SPEAKER2

 

00:05:44

 

Ja, und Augenzeugen, also zwei unterschiedliche Augenzeugen haben mir berichtet, dass Wolfgang Fellner, ich hoffe, dieses Geheimnis wird auch enthüllt, bei Redaktionskonferenzen sehr gerne mit seinem Autoschlüssel Ohrenschmalz aus seinen Ohren entfernt hat. Und nachdem ich zwei Quellen habe, die nicht einmal in der selben Zeit tätig waren, bin ich geneigt, das zu glauben, aber bestätigen wird es hoffentlich Wolfgang Fellner selber.

 

SPEAKER1

 

00:06:07

 

Ja, ich weiß nicht, ob es drinnen stehen wird, aber ich habe immer gedacht, diese Geschichte mit den Episoden, wo es mitunter zu viel Berührungspunkte mit weiblichen Kolleginnen gegeben hat, dass das das Grausigste von Wolfgang Fellner war. Aber nein, das mit dem Ohrenschmalz übertrifft es.

 

SPEAKER2

 

00:06:22

 

Ja, vor allem, wenn er sich zwischen dem und dem Überprüfen des Rückenetiketts im Kleid nicht die Hände wäscht, da kommt, glaube ich, viel zusammen.

 

SPEAKER3

 

00:06:32

 

Ja, aber er hätte seinen Rennbahn-Express selber gelesen. Er wusste, wie man Ohrenschmalz auch so los wird.

 

SPEAKER1

 

00:06:38

 

Das heißt Pony-Zeitung-Polizei. Pony-Zeitung.

 

SPEAKER1

 

00:06:44

 

Anderes wichtiges Thema aus dieser Woche. Und ich bin tatsächlich der Kärntner FPÖ sehr dankbar und auch in dem Fall Daniel Fellner sehr dankbar, dass er am 7. April seine Angelobung als Kärntner Landeshauptmann im Landtag gemacht hat, weil da konnte die FPÖ dann immer darauf verweisen, dass das ja ihr Geburtstag ist, dass an diesem Tag die österreichische Freiheitliche Partei ihren 70. Geburtstag gefeiert hat. Also der VDU eigentlich, weiß man nicht. Nein, nein, es war wirklich... Also wirklich die FPÖ. Wirklich die FPÖ, also der VDU, das waren ja noch die Liberalen oder so. Und dann war aber das...

 

SPEAKER3

 

00:07:16

 

Das war liberal gedacht, glaube ich, die VDU, aber es ist halt...

 

SPEAKER2

 

00:07:20

 

Aber jetzt haben sie sich extra so verrenkt, dass er nicht am 1. April angelobt wird. Und dann passiert das. Ich meine...

 

SPEAKER1

 

00:07:28

 

Die FPÖ hat jedoch, würden wir jetzt mal sagen, eine gewisse mediale Betrachtung immer und immer wieder und auch auf den Kabarettbühnen dieses Landes. Und da ist schon mir das eine oder andere Mal der Gedanke gekommen, was darf man alles über die FPÖ an Joke machen, ohne ihr dabei dann eine Bühne zu geben, und dieses dann zum Beispiel auch als Opfer dazustehen auf den Bühnen. Das ist ja immer wiederkehrend. Die FPÖ ist, ja, wertneutral jetzt gesprochen, journalistisch wirklich neutral gesprochen, immer wieder Ausgangspunkt von Jokes. Also ich bin vor ein paar Wochen da hinten im Eck gesessen, einer von fünf Männern nur im ganzen Saal, es war aber pumpvoll sonst. Es ist nämlich die Ina Jovanovic auf der Bühne gestanden, tolle Kabarettistin. Die hat dann auch einen Schmäh gemacht über Jörg Haider. Der ist in etwa so gegangen, ja, der Jörg, das war ein super Typ. Bei dem hast du immer ordentlich fortgehen können.

 

SPEAKER2

 

00:08:21

 

Heimkommen war ein Problem, darf ich das Zitat vervollständigen?

 

SPEAKER2

 

00:08:26

 

Darf man den bringen?

 

SPEAKER1

 

00:08:27

 

Du bist die Politikwissenschaftlerin, Katrin.

 

SPEAKER3

 

00:08:29

 

Ja, ich glaube schon, dass man es bringen darf, wenn man es in alle Richtungen bringt. Aber es ist natürlich eindeutig bei der FPÖ viel, viel leichter. Und ich muss doch einfach die Anekdote eines Kollegen erzählen. Er testet immer neue Witze und war so bei einem Comedy-Kollektiv in Graz. Und hat dann gesagt, ja, er fragt sich immer, warum Herbert Kickl nicht einer der großen Player in dieser Welt ist. Und er würde behaupten, es liegt an seiner Frisur. Also der Trump hat seine eigenwillige Frisur. Kim Jong-un hat eine eigenwillige Frisur. Und was soll der Kickl jetzt machen? Soll er jetzt zum Friseur gehen und sagen, bitte schneiden Sie mir vorne kurz hinten lang quasi Foku Hitler. Und das hat wirklich Empörung ausgelöst. Also er hat gesagt, also den hätte ich besser nicht gebracht, weil das war wirklich Empörung.

 

SPEAKER2

 

00:09:19

 

Und man muss auch sagen, es wird ihm nicht gerecht, weil er, der Herbert Kickl, vor allem wenn er sich ans Volk wendet und nicht im Parlament spricht, sehr versucht eigentlich den Goebbels-Ton zu treffen. Halt mit einem leichten Kärntner-Touch statt dem Rheinischen, das der Goebbels sagt, aber dieser demagogische Singsang. Also das ist keine Hitler-Parodie, das ist eine Goebbels-Parodie. Das muss man jetzt einfach ganz klar einordnen, auch politikwissenschaftlich.

 

SPEAKER1

 

00:09:46

 

Ja, aber jetzt die Frage, wenn man es macht, dann ist das auch schon zulässig, weil es ist ja eine Form der Selbstreflexion, ein Anstoß zur Selbstreflexion, so ein Schmäh, oder?

 

SPEAKER2

 

00:09:54

 

Ich glaube, der Kickl macht das absichtlich. Ich glaube, da muss er nicht dazu gebracht werden, dass er draufkommt, dass er es absichtlich macht, sondern er macht es ja absichtlich, glaube ich.

 

SPEAKER3

 

00:10:07

 

Das glaube ich auch, das unterschreibe ich.

 

SPEAKER1

 

00:10:11

 

Welche Rolle hat die FPÖ eigentlich im Politikwissenschaftsstudium bei dir gehabt?

 

SPEAKER3

 

00:10:16

 

Keine besonders große, es hat eigentlich ausgereicht zu sagen, hallo, ich komme aus Kärnten. Und dann habe ich es wirklich gewagt, beim Professor Uchaker ein Referat über Jörg Haider zu machen. Ich habe dann tatsächlich positiv abgeschlossen, sogar mit einem sehr gut, aber er hat gemeint in der Bewertung, es war psychologisch interessant. Danke.

 

SPEAKER2

 

00:10:40

 

Das kann man so oder so lesen. Also ich weiß noch, und vielleicht auch, ich weiß ja wirklich, es ist ein bisschen auch heikel, weil speziell, als damals eben die Sonne vom Kärntner Himmel gefallen ist, ich hatte am Tag, nachdem die Nachricht kam, dass der Jörg Haider tot ist, am gleichen Tag habe ich einen Auftritt gehabt. Und das war dann schon, du kannst nicht nichts sagen, aber was du sagst. Und ich weiß noch, ich habe mich damals entschieden, dass ich sage, ja, es ist halt gerade erst passiert, aber man hat schon den ersten Verdacht, das ist ziemlich sicher, es war der Mosser, das waren ziemlich sicher zwei Agenten, einer hat einmal Alkohol in Wodka getan und der andere einen Benzin ins Auto und ist damals auch gemischt angekommen. Auch hier sehe ich, na, so schau.

 

SPEAKER1

 

00:11:22

 

Das müsst ihr erfunden haben, der Quatsch kann ja eigentlich nicht wahr sein.

 

SPEAKER1

 

00:11:32

 

Ein anderes mediales Thema der letzten Tage, wo es ja eigentlich gar keine gemischten Gefühle geben kann, das ist der Timmy, der Buckelwal. Wir haben es mitbekommen haben, vielleicht ist er jetzt zu dem Zeitpunkt schon gestorben, ganz genau weiß man es ja nicht. War ein öffentliches Leiden, wie man sonst, ja, man hat es bei Päpsten schon wiederkehrend erlebt, dass die halt auch in der Öffentlichkeit so ihr am Ende zugegangen sind. Da ist es, aber ich würde jetzt mal sagen, in der christlichen Tradition durchaus stehend, dass das Leid öffentlich zelebriert wird. Jetzt unterstellt ja eine Parallele, dass er da nicht ganz mitmachen wollen, hätte wollen. Katrin, es wird immer kurioser, du bist auch Jägerin.

 

SPEAKER3

 

00:12:10

 

Ja, also wieder ein paar Fans weniger, wahrscheinlich auch vor Ort.

 

SPEAKER3

 

00:12:16

 

Ja, ich bin Jägerin und habe da wahrscheinlich andere Zugänge.

 

SPEAKER1

 

00:12:20

 

Du hättest gerne einen Buckelwal erschossen, oder wie?

 

SPEAKER3

 

00:12:22

 

Nein, hallo, mein Name ist Käpt'n Ahab, nein, tatsächlich nicht. Aber ich muss als Jägerin sagen, dass wir ja in der jagdlichen Ausbildung gelernt haben, Tiere von ihren Qualen zu erlösen, im Falle eines Verkehrsunfalls zum Beispiel. Da haben wir 70.000 bis 100.000 pro Jahr in Österreich. Und das heißt, im Jägerleben kommt man dann hin und wieder in die Situation, das Reh wird angefahren, 15 Kilo Reh, 800 Kilo Fahrzeug, das geht meistens letal aus, aber nicht gleich. Das heißt, wir haben die Aufgabe, also sofort nachzusuchen und dieses Tier fach- und sachgerecht von den Qualen zu erlösen. Das sind keine schönen Momente, da freut sich kein Trophäenjäger, da freut sich auch nicht die Küchenjägerin wie ich, weil dieses Wildbret nicht verwertbar ist. Aber im Sinne des Tierschutzes sind wir dazu verpflichtet, dem Leid ein Ende zu tun. Und die Frage ist, warum man das, der Wal ist ja auch ein Säugetier, und warum man das in diesem Fall überhaupt nicht in Erwägung gezogen hat, ihn zu euthanasieren. Sprich, einfach von dem Ganzen zu erlösen, nachdem eigentlich klar ist, das wird nicht mehr. Man würde ihn halten, wenn man ihn abschleppt, die Boote sind so langsam da, es gibt schon Menschen, die in ihrer Perversion die Schmerzschreie aufnehmen, und das ertrage ich ehrlich gesagt schwerer als eine mögliche Euthanasie, wenn sie möglich ist.

 

SPEAKER2

 

00:13:48

 

Ja, also wobei, ich weiß nicht, wie das technisch, ich nehme an, da müsstest du wahrscheinlich einen Kampfhubschrauber mit einer Rakete schicken oder so was, weil ich nehme an, so ein Wal, da wirst du jetzt...

 

SPEAKER3

 

00:13:59

 

Ja, für die Nekropsie wahrscheinlich auch nicht förderlich, wenn der dann in 10.000 Teilen...

 

SPEAKER3

 

00:14:04

 

Ist verständlich, ja.

 

SPEAKER3

 

00:14:06

 

Ich glaube, du hast ja mal was gefunden.

 

SPEAKER1

 

00:14:07

 

Ich habe mich tatsächlich damit beschäftigt, ja. Es ist nämlich dadurch, dass der Wal so nah an der Küste ist, fällt er grundsätzlich unter das deutsche Tierschutzrecht, Paragraph 4, dort steht dann drinnen, ein Wirbeltier darf nur töten, wer dazu die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. Und jetzt gibt es vermutlich sehr wenig Menschen, die in der Lage waren, bisher einen Buckelwal zu töten. Denn die effektivste Variante, diesen Wal zu töten, das hat man jetzt eben auch herausgefunden, wäre es, den zu sprengen. Und da gibt es eine sehr interessante Episode aus den 1970er Jahren aus Amerika. Da ist halt ein Wal angeschwemmt worden. Da hat man dann wirklich probiert, den Wal zu sprengen. Da gibt es ja Dokumentation auf YouTube. Und das ist nicht alles gut, was auf YouTube ist. Aber das stelle ich Ihnen in die Shownotes, weil das ist hervorragend, dieses Ding sich dann auch anzuschauen. Da hat man wirklich dann den Wal rundherum, also, würde man sagen, drapiert mit Sprengstoffkisten, hat es in die Luft gejagt. Leider Gottes hat das nicht den gewünschten Effekt gehabt, dass man den Wal ganz klein sprengen würde, dass dann Aasfresser kommen würden und das ganze Ding aufjausnen, kann man jetzt nicht anders sagen würden. Sondern das waren dann viel zu große Walstücke, die sind dann sogar auf die Autos gefallen, der umstehenden Menschen, die natürlich hingekommen sind zur Walsprengung. Es hat dann noch ärger gestunken, als es schon zuvor der Wal gestunken hat an dieser Stelle.

 

SPEAKER3

 

00:15:21

 

Booyah Bay ist next level.

 

SPEAKER1

 

00:15:22

 

Bitte?

 

SPEAKER3

 

00:15:23

 

Booyah Bay ist next level.

 

SPEAKER2

 

00:15:25

 

Ja.

 

SPEAKER1

 

00:15:27

 

Ja, also insgesamt einfach kein Problem. Es gibt offenbar zu wenig Menschen, die die jagdliche Ausbildung haben, einen Wal zu sprengen. Haben wir in einem Binnenland natürlich auch ein Thema, da wirst du nicht Lernstoff haben, oder?

 

SPEAKER3

 

00:15:38

 

Ja, Wale sind bei uns in der Ausbildung eher selten vorgekommen, muss ich sagen. Aber ja, ich hätte jetzt auch kein privates Mittel, dass ich das selbst durchführe. Ich war aber der Überzeugung, dass es Tierärzte gibt, die das eventuell, oder Meeresbiologen, die das vielleicht machen könnten. Ähnlich wie bei einem 19-jährigen, halbseitig gelähmten, inkontinenten Hund. Einfach gesagt, okay, es geht halt einfach nicht mehr und das Tier leidet. Und das hätte ich mir für Timmy auch gewünscht, bevor er elendiglich zugrunde geht.

 

SPEAKER2

 

00:16:11

 

Ja, und ich glaube, er hat sich auch, das war nicht sein Wunsch, dass er eine Reality-Show abgibt am Ende seines Lebens. Aber vielleicht, nachdem das so breites Interesse hat, man könnte das dann auch mit Nutztieren vielleicht in Zukunft machen. Da würde wahrscheinlich der Fleischkonsum drastisch sinken.

 

SPEAKER1

 

00:16:30

 

Ja, wir sind ein Nachdenk-Podcast.

 

SPEAKER3

 

00:16:33

 

Ideen gerne an Thomas.

 

SPEAKER1

 

00:16:36

 

Thomas Maurer.

 

SPEAKER1

 

00:16:38

 

Ich distanziere mich von manchen Dingen.

 

SPEAKER1

 

00:16:40

 

Na, endlich eine Nachricht mit einer Frau. Aber was für eine. Reden wir jetzt noch über Donald Trump, damit er irgendwie einen positiven Ausgang hat aus der ganzen Episode? Die Straße von Hormus ist offen.

 

SPEAKER3

 

00:16:58

 

Das ist gewagt.

 

SPEAKER1

 

00:16:59

 

Wir brauchen jetzt doch ca. 8 Stunden, bis wir den Podcast ausproduzieren. Man weiß nicht, was in dieser Zeit passiert ist. Das geht wieder zu sein, ja.

 

SPEAKER2

 

00:17:05

 

Mülle auf, Mülle zu.

 

SPEAKER1

 

00:17:09

 

Reden wir über jemanden aus seinem Team, beziehungsweise jemanden, der in seinem Team war. Kristi Noem. Sie war die Heimatschutzministerin, musste aber wegen, sagen wir mal, exzessiver Ausgaben für Eigenmarketing, mehrerer Toter bei Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE, unrechtmäßig abgeschobenen Migranten und dann nach einer mutmaßlichen Affäre mit ihrem Mitarbeiter aus dem Amt scheiden. Jetzt wird ihre ganze Amtszeit ein bisschen aufgearbeitet. Ich stelle einen Link zu einem Artikel im Atlantic in die Shownotes rein. Da geht es nämlich darum, dass sie zum Beispiel Pläne hatte, ein riesiges Gebäude in Salt Lake City zu kaufen. Das hat sie dann auch gemacht, im Namen der Behörde um 145 Millionen Dollar und wollte dann dort ein Zwischenlager, und man kann es nicht anders nennen als Zwischenlager, also das Wort ist schon tatsächlich bewusst gewählt, für Menschen einrichten, die eben dann im Rahmen dieser harten Abschiebekampagne von Donald Trump wieder außer Landes gebracht hätten werden sollen. Jetzt ist aber das Problem, dieses Lagerhaus, das sie um 145 Millionen gekauft hat, da gab es schon davor eine Bewertung und die belief sich nur auf, sagen wir mal, rund 97 Millionen Euro. Das heißt, da sind einmal 50 Millionen Dollar einfach so verblasen worden und jetzt sind Ermittlungsbehörden hinterher. Und jetzt müssen Sie sich vorstellen, Sie sind in dieser Situation und der ganze American State schaut zu, wie sie 50 Millionen Euro, pardon Dollar, verbrannt haben und im Endeffekt ist das nicht Ihr größtes Problem in der Öffentlichkeit. Denn, jetzt kommt's. Ihr eigentliches Problem ist Ihr Ehemann. Der ist nämlich Crossdresser. Da hat mich die Katrin darauf hingewiesen, dass es das überhaupt gibt. Ich habe mir dann auch ein bisschen im Internet nachforschen müssen. Gibt's unglaublich viele Internetseiten dazu. Also machen Sie diese Forschung echt nur ausgewiesener Weise an Ihrem Arbeitsplatz, wenn Sie dann argumentieren können, warum Sie sich das anschauen. Ich bin dann auf die Seite von Forbes gegangen, um das einigermaßen seriös zu machen, das ist ein Wirtschaftsmedium. Die haben mich dort wirklich sehr interessant eingeführt, auch in die Rolle des Herrn, ja, Kristi Noem, also ihres Ehemannes. Der ist nämlich einer bestimmten Art dieses Crossdressings anhängig. Bimbofication. Da geht's jetzt auch darum, dass du quasi ausschauen sollst wie eine Barbie. Forbes schreibt das noch so, dass das unglaublich große Brüste jedes Mal dabei sein sollen, eine enge Hüfte und dann noch ein Gewand, das ganz, ganz offensiv sexualisierend dargestellt sein soll. Und falls Sie das jetzt schräg finden, ja, finde ich auch, weil es gibt offenbar einen sehr, sehr großen Trend.

 

SPEAKER1

 

00:19:47

 

unter mächtigen Männern, sich darauf einzulassen. Also, ich weiß, dass, ich glaube, wahrscheinlich Dutzende, vor allem Tory-Abgeordnete in England, so im Laufe der Jahrzehnte, immer wieder mit so was aufgeflogen sind. Also es scheint auch vor allem Leute, die gern die Sexualität anderer Leute kontrollieren, besonders dorthin zu ziehen. Und an und für sich würde ich sagen, es ist ein Hobby wie jedes andere, ja, das würde ja sonst niemand nennen, aber wenn du dann doch quasi im Umfeld einer extrem reaktionären Bewegung bist, die noch dazu eben mit einer vollkommen grotesk übersteigerten Gockel-Maskulinität sich Teile ihrer Anhängerschaft sichert, dann ist es schon ganz lustig. Also er selber hat wahrscheinlich nicht darum gebeten, ich glaube, der hat in der Maga-Bewegung wenig Rolle gespielt, aber es muss ihm was aufgefallen sein, mit wem er verheiratet ist und umgekehrt wahrscheinlich auch. Aber vielleicht ist es auch das gemeinsame Hobby, weil die Kristi Noem hat sich ja praktisch für jeden Auftritt kostümiert. Also ich glaube, ich habe nicht einmal, wie wir die vier Tage gedreht haben, so viele unterschiedliche Kostüme getragen, wie sie, wenn sie vor die Presse getreten ist, mit Cowboy-Hut, als Soldatin, also je nach Anlass immer als toughest chick und ich sage mal, die Visagisten haben sehr gut verdient in der Zeit auch und irgendwie vielleicht verkleiden sich die beide gern und das wäre an und für sich wurscht, wenn sie nicht in einer doch relativ bierernsten bis blutleeren Bewegung verankert wären.

 

SPEAKER3

 

00:21:27

 

Oder glaubst du nicht, dass er vielleicht das sogar aus Schutz macht, aus Schutz für sich selber, dass er sich so unkenntlich macht, wenn er heimkommt?

 

SPEAKER1

 

00:21:33

 

Nein.

 

SPEAKER3

 

00:21:35

 

Ich glaube, dass er das in der Öffentlichkeit sogar gemacht hat, vielleicht um eben nicht als der Mann von Kristi Noem erkannt zu werden. Es ist vielleicht gut, wenn man dann rausgeht und nicht von allen Seiten irgendwie unangenehm beäugt wird.

 

SPEAKER1

 

00:21:48

 

Ich kenne das eine Foto aus der Sun, glaube ich, war das, wo ich nicht weiß, ob das passiert ist oder ob das sein Spezialkick ist, aber wo er offen auf diese Riesenbrüste dann eben auch so Nippel getan hat, wie der Martin Puntigam unter sein Science-Busters-Kostüm und einer war ungefähr dort, wo man ihn vermuten würde und der andere war so auf drei, vier Lanz zum Mittag und das Ganze hat natürlich den Eindruck gemacht, Martin Feldman, wer den noch kennt, also ein stark schielender Komiker, ob das jetzt ein Spezialkick ist oder einfach verrutscht, das weiß ich nicht, der hätte mich aber interessiert. Ich hänge ein bisschen der Theorie an, dass die Eheleute der Maga-Bewegung sich dann auch immer trotzdem so einbringen, um irgendwie von den Epstein-Files abzulenken. Also zum Beispiel Melania Trump, die sich jetzt hingestellt hat und gesagt hat, na, war ich niemals mit dem Jeffrey Epstein bekannt gewesen, aus einer Phase heraus, wo ja Donald Trump alles getan hat, um die Epstein-Files wieder aus der Öffentlichkeit rauszubekommen. Der Iran angegriffen. Er hat ja Dollar in die Luft gejagt und plötzlich kommt sie dann daher und sagt aber wieder Epstein-Files, eh im Versuch der Distanzierung, aber trotzdem.

 

SPEAKER3

 

00:22:57

 

Ja, ich glaube, man muss einfach viel machen, um vom großen Ganzen abzulenken und wenn man dafür halt einen Krieg riskiert, wo halt die ganze Welt dann wieder ins Chaos stürzt, dann muss man das machen, wenn man die Überzeugung dazu hat.

 

SPEAKER1

 

00:23:10

 

Da hast du die Theorie, dass die Epstein-Files jetzt vom Krieg ablenken sollten.

 

SPEAKER1

 

00:23:15

 

Umgekehrt.

 

SPEAKER1

 

00:23:16

 

Umgekehrt.

 

SPEAKER1

 

00:23:16

 

Ja, aber man könnte es ja mit einem Ring durchspielen.

 

SPEAKER1

 

00:23:19

 

Ja, das ist eigentlich schon ein ziemlich zirkulierendes Produkt, würde ich jetzt einmal sagen, zwischen Epstein-Files und diversen Angriffen. Also ich habe ja eigentlich erwartet, dass heute in der Früh Kuba angegriffen wird, nachdem Melania Trump hat Epstein-Files gesagt hat.

 

SPEAKER1

 

00:23:31

 

Ja, das ist noch nicht Abend.

 

SPEAKER3

 

00:23:33

 

Ja, wir haben noch ein bisschen.

 

SPEAKER3

 

00:23:35

 

Ist noch nicht noch.

 

SPEAKER1

 

00:23:36

 

Ja, gut.

 

SPEAKER1

 

00:23:37

 

Wir haben tatsächlich nicht mehr viel zu sagen, sondern das war es jetzt schon mit Maurer und Schick für diese Episode. Falls Sie mehr von der Katrin hören wollen, klicken Sie rein in die Shownotes. Es gibt demnächst Termine mit ihr. Falls Sie den Thomas Maurer erleben wollen, hängen Sie sich einfach an, er fährt demnächst nach Graz.

 

SPEAKER1

 

00:23:52

 

Ich fahre jetzt nach Graz, also in Klagenfurt bin ich schon.

 

SPEAKER1

 

00:23:55

 

Ja, und uns gibt es jeden Freitag. Maurer und Schick heißt der Podcast. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie das hören wollen. Sie können über fast 200 Episoden nachhören, also es ist ein bisschen was da, mit dem Sie sich bereichern können. Falls jemand gerade eine längere Haftstrafe anzutreten hat.

 

SPEAKER1

 

00:24:16

 

Danke Ihnen vielmals.

 

SPEAKER2

 

00:24:23

 

Tschüss, ich gehe backen.