Regisseur und Autor David Schalko ist Gast im satirischen Nachrichtenpodcast der Kleinen Zeitung. Mit Thomas Maurer und Thomas Cik spricht er über Kurt Waldheim, Greg Bovino und Peter Thiel.
Nach 14 Jahren ist Braunschlag wieder da - und das ist ein Anlass, Kult-Regisseur und Autor David Schalko in den satirischen Nachrichtenpodcast der Kleinen Zeitung einzuladen. Mit Kabarettist Thomas Maurer und Journalist Thomas Cik wird über folgende Themen gesprochen:
Was jetzt kommt, wisst ihr bestimmt. Der Podcast von Thomas und Thomas. Nein. Na gut, der von Maurer und Schick. Der satirische Nachrichten-Podcast der kleinen Zeitung. Sie ist Thomas. Sie ist Thomas. Und Sie ist liebe zuhörende Person bei Maurer und Schick, dem satirischen Nachrichten-Podcast der kleinen Zeitung, wo ich heute Sie erst zu einer weiteren Person sagen darf. Und ja, ich muss es einfach betonen, wir haben so einen herausragenden Gast. Wenn ich all seine Auszeichnungen aufzählen würde, dann würden wir eigentlich nie zu den Nachrichten kommen, weil es wird wirklich, wirklich lange dauern. Aber er hat sie sich alle verdient. Und ich stelle Ihnen diese Person jetzt lieber mit einer Episode aus meinem Leben vor, die ihm vielleicht selber gar nicht bewusst ist. Er ist nämlich dafür verantwortlich, dass Anfang der 2000er Jahre alle Menschen in meiner Studentenstadt Graz am Mittwoch schon saufen gegangen sind, weil am Donnerstag wollten sie daheimbleiben. Seinetwegen. Und die Donnerstagnacht schauen. Und die Sendung ohne Namen vor allem schauen. Deswegen freue ich mich wirklich, dass er heute bei uns hier mit am Tisch sitzt. Seers lieber David Schalko. Hallo.
responder1
00:01:20
David, hat dir der Thomas jemals gesagt, was wir hier in diesem Podcast machen? Natürlich nicht. Und du hast sie natürlich noch nie gehört. Du hast ja ein erfülltes Künstlerleben, das das nicht notwendig macht, dich irgendwo abzulenken.
responder2
00:01:30
Ich höre nie Podcasts. Aber hört sich ja andere Podcasts zum Vorbereiten oder zum Abschauen?
responder1
00:01:35
Ich habe mir zur Vorbereitung Cinema Nights mit dir angehört. Ach so, das war also ein deutscher Podcast. Ja, leider Gottes war ich halt wirklich sehr deutsch. Das Schöne am Podcast ist, man schweigt. Radio ist blind.
responder2
00:01:45
Nein, ich höre Podcasts eigentlich nur, wenn es mich interessiert, nicht extra zum Abschauen.
responder1
00:01:49
Ja, das mache ich auch. Also ich höre schon Podcasts, aber das sind dann eher so Geschichtspodcasts. Und jetzt habe ich gerade auf dem Deutschlandfunk diesen Peter Thiel Podcast gehört, der war sehr gut, finde ich. Der ist sehr schön, ja, den haben wir auch schon besprochen. Ja, der war wirklich interessant. Und dann habe ich einen, beim Autofahren hört man halt natürlich Podcasts, Dark Agent oder so heißt das. Das ist dann quasi die Weiterempfehlung vom Thiel Podcast gewesen. Also man wird dann weitergereicht. Der war aber auch ganz gut. Da geht es um so KI-Agenten, die in Apple iPhones in die Hardware eingebaut sind und man nicht genau weiß, von wem. Und was zu einer Großraumüberwachung natürlich führt. Und das war auch sehr interessant. Also was da schon alles geht oder was das überhaupt für eine Welt ist, diese KI-Agenten-Welt.
responder2
00:02:30
Ja, auch interessant, dass wenn du auf einem iPhone einfach eine Mail suchst und den Empfänger eingibst, mittlerweile vorgeschlagen kriegst Highlights. Echt? Wo man sich denkt, du Trottel, woher willst du wissen, was die Highlights meines Mailverkehrs mit zum Beispiel David Schalko sind. Da steht dann halt irgendwo, aber das sind die Highlights. Das ist so wie bei den Handys, wo dann vorgeschlagen wird, ein großer Tag, das ist meine Lieblingskategorie. Das sind immer Tage, die ganz sicher keine großen Tage waren. Das ist aber ein Glückskeks mit einem enormen Energieverbrauch.
interviewer
00:02:55
Ja, genau. Das ist ein guter Vergleich. Ja, all das gibt es auch in diesem Podcast, denn für all jene Leute, die jetzt erstmal wegen David Schalko da sind, Thomas Maurer und ich sprechen in diesem Podcast über Nachrichten und was man sich da darüber noch so für den einen oder anderen Gedanken machen kann. Und lieber David, David, möchten wir jetzt auch mit dir starten. Bist du bereit?
responder2
00:03:15
Total. Ich bin total aufrecherchiert durch diesen Deutschlandfunk-Podcast. Also ich werde nur über Peter Thiel sprechen. Ich kann jedes Thema zu Peter Thiel. Das kriegen wir hin. Oh mein Gott.
interviewer
00:03:25
Die Fastenzeit ist ja demnächst vorbei und Papst Leo, der neue Pontifex, hat sich da auch ein bisschen was Gedanken über die KI gemacht, die ihr beide jetzt schon angesprochen habt. Zum Beispiel hat er Priestern verboten, künftig die Predigten von KIs schreiben zu lassen. Und da muss man jetzt dazu erwähnen, das ist nicht einfach so, dass die Leute einfach nur JGPD angeworfen haben. Nein, es gibt einen eigenen Markt für pastorale künstliche Intelligenz, zum Beispiel pastors.dei. Die können dir dann auch wirklich sehr interessante Predigten hintricksen, dass sie da irgendwo einen Bezug aus der Bibel raus hin manifestieren können, warum das jetzt in Ordnung wäre, diese oder jene Welt an sich zu predigen. Ich habe da ein bisschen herumgespielt mit ganz absurden Gedankengängen, aber es ist sich quasi alles ausgegangen. Mit passenden Bibelfersen.
responder2
00:04:20
Ja, genau. Also zum Beispiel habe ich gesagt, finden wir irgendeinen Bibelvers, der die Homosexualität rechtfertigt. Und da haben sie auch jetzt tatsächlich was zwischen Ruth und noch irgendeiner anderen alttestamentarischen Frau gefunden, die miteinander so eine innige Beziehung gehabt hat und aus dem abgeleitet hat man dann gesagt, ja doch, das könntest du dir auch so predigen, damit es dann in Ordnung wäre. Also ein bisschen der gängigen Doktrin des offiziellen Kirchenstaats widersprechend, aber man hat dort seine Bibelstellen gefunden, wo das sein kann. Aber Papst Leo hat gesagt, nein, liebe Pfarrer, muss ich nicht gendern fort meinen, ja, bei dem sind es nur Pfarrer, macht es das nicht mehr ausschließlich humane Predigten. Ist ein schöner Ansatz, oder?
responder1
00:05:00
Ja, also ich bin ja in den letzten Jahren relativ selten in den Genuss einer katholischen Predigt gekommen, aber wenn, hatte ich immer das Gefühl, das ist die gleiche von 1982. Das war nie ein großer Unterschied, ob es eine KI schreibt oder nicht, oder?
responder2
00:05:15
Ich denke, da ist tatsächlich... Also ich glaube, es gibt so Standardpredigten, die sich jeder zurechtlegt und die Bibelstellen sich ja jährlich wiederholen, weil es gibt ja einen... Das ist ja praktisch. Also es gibt ja einen Zyklus sozusagen, an welchem Tag du welches Evangelium vorzulesen hast.
responder1
00:05:30
Ja, klar, am 24. Dezember ist ziemlich gesetzt.
responder2
00:05:35
Ja, der ist gesetzt und Ostern auch, aber auch alle anderen. Und das heißt, du kannst dich eigentlich wie ein Lehrer sozusagen dieses Jahr durch vorbereiten und dann bist du durch. Also da braucht sie Karriere eigentlich gar nicht im Idealfall. Also im Idealfall so ein bisschen eben wie ein Lehrer alter Schule, der einmal seine Zettel fotokopiert hat, austeilt und sagt...
interviewer
00:05:50
Ja, da muss ich euch beiden widersprechen, denn das Publikum eines Lehrers oder einer Lehrerin ändert sich ja jedes Jahr.
responder1
00:05:55
Ja, aber den Katholiken ist Regelmäßigkeit wichtig. Das ist die geistige Heimat, das Ritual an der Messe ist ja auch immer gleich. Ja, also ich glaube, ganz neue Gedanken würden eher verstörend wirken.
responder2
00:06:05
Ich habe aber persönlich einen sehr alten Vorläufer dieser KI. Das ist, glaube ich, das älteste Buch, das ich besitze. Das habe ich mir vom Flohmarkt gefunden. Das ist, glaube ich, aus den 1520ern. Also das Vorwort ist noch von Martin Luther, der war damals erst zwei oder drei Jahre tot, insofern könnte man es ermitteln. Und das ist eben eine Predigtanleitung für die damals noch recht junge evangelische Kirche, wie man was zu interpretieren hat, sinnvollerweise sehr. Also ich habe vorwiegend das Vorwort gelesen, das ist aber ganz schön, weil Martin Luther warnt davor, dass der Teufel umhergeht in Deutschland. Und zwar nicht irgendwie metaphorisch, sondern wirklich. Und das, fand ich, hat eine gewisse Thriller-Qualität, die den meisten heutigen Predigten einfach hoch gilt.
interviewer
00:07:00
Aber deswegen ist Peter Thiel so erfolgreich. Na stimmt, das ist ja auch eine Meldung, die ich tatsächlich in der Woche mal rausgesucht habe, wo ich mir gedacht habe, darüber könnten wir vielleicht sprechen. Denn Peter Thiel soll ja in Rom Vorträge halten über das Thema des Antichristen, zusammengefasst für all jene Leute, die jetzt nicht in unserer Welt schon versunken sind und den Peter Thiel-Podcast gehört haben. Nach Ansicht von Thiel gibt es ja jetzt das Böse, das aber eine andere Form angenommen hat als noch zu Zeiten von Martin Luther. Zum Beispiel geht es da mehr um technologische Regulierung, Global Governance, den Kampf gegen den Klimawandel. All das ist nach der Ansicht von Peter Thiel eben der Antichrist. Den möchte er jetzt ein bisschen bekämpfen.
responder1
00:07:45
Greta Thunberg ist der Antichrist eigentlich.
interviewer
00:07:48
Auch, ja, aber vor allem Steuern, Steuern ganz böse, Sozialstaat ganz böse. Staat überhaupt, oder? Nur zur Orientierung, ja.
responder2
00:07:55
Und ein Rant ist der Jesus Christus. Wie ist das so? Ein Rant ist ja ganz wichtig. Die Schriftstellerin der Welt, diese faschistische Ästhetik und dieses, naja, das Gnadenlose eigentlich oder das Darwinistische, was da dahinter steckt, ist ja quasi die Grundästhetik, die ja auch für den Peter Thiel wahnsinnig wichtig war. Auch diese ganze Erotik aus diesen Ein-Rant-Romanen wird da übernommen. Also vielleicht ganz kurz das berühmteste von Ein-Rant ist Atlas Shrugged, ich weiß nicht genau, wie es auf Deutsch heißt. Atlas Streik, lustig. Ja, da unterstreiken, also alle Unternehmer sind genial und nachdem aber die Leute nicht dankbar sind, streiken sie und prompt versinken alle. Geht alles unter. Also ohne die Genies an der Spitze geht es nicht. Und eben, was auch nicht ganz untypisch ist, Hass zum Beispiel, also Immigration und all das, ist aber selbst eine illegale Immigrantin gewesen, die dann davon profitiert hat, dass sie Leuten mit viel Geld erklärt hat, das ist auch ein Grund und dass sie einfach Genies sind, weil sie so viel Geld haben, weil sie Genies sind. Und dieser Zirkelschluss hat dafür gesorgt, dass es ihr stets wohler gegangen ist, auch werden. Ja.
responder1
00:09:00
Dem Peter Thiel nicht unähnlich. Aber würdet ihr euch jetzt rein einmal interessenhalber reinsetzen in einen Peter Thiel-Vortrag?
responder2
00:09:10
Naja, es gibt ja auch das Gebets-App von Peter Thiel. Ja, das habe ich mir runtergeladen, das muss ich jetzt einmal wieder löschen. Es hat schon 23 Millionen Mitglieder, also es ist wahnsinnig erfolgreich. Also es gibt ja offensichtlich eine Sehnsucht, wo Politik, Wirtschaft und Religion so ein Triangel bilden, wo man immer geglaubt hat, das hat man eigentlich überwunden. Aber das ist ja eigentlich überhaupt nicht der Fall, im Gegenteil. Also dass da der Unternehmer praktisch so wie früher der Kaiser Gott gesalbt ist. Ja, es gibt was Religiöses eigentlich fast. Und es ist auch interessant, dass er alles, was reguliert ist oder was Gemeinwohl ist, als den Antichristen bezeichnet. Und man hätte eigentlich umgekehrt eher das Gefühl, dass er der Antichrist ist. Er schaut ein bisschen so aus. Ich sage, das spielt übrigens alles auch eine heftige Rolle in meinem Programm, falls er das einmal von mir live erklären muss. Ich will damit ja auch eine Werbung machen.
interviewer
00:10:05
Sehr gut. Er kann alles zu seinem Programm überleiten.
responder2
00:10:08
Ja, und du alles auf Peter Thiel. Aber Peter Thiel kommt in meinem Programm vor. Also vielleicht können wir uns ja treffen.
interviewer
00:10:15
Weil ihr J.D. Vance erwähnt habt, hat einer von euch beiden seine Hillbilly Elegy eigentlich schon gelesen?
responder2
00:10:20
Nein, das soll aber sehr gut sein. Das soll erstaunlich gut geschrieben sein. Also es ist erstaunlich einfach geschrieben, muss ich sagen. Man muss ja, wenn man es jetzt lesen will, es logischerweise auf Amerikanisch kaufen. Also ich habe es mir tatsächlich nur als E-Book gekauft, oder es braucht Bequemlichkeit oder so. Du musst ja noch ein Acrobat-Irgendwas-Reader runterladen, damit es dann überhaupt funktioniert. Und es ist das Buch mit dem härtesten Kopierschutz, das man sich überhaupt vorstellen kann. Weil also dein Airbnb-Buch, jetzt weiß ich den Titel nicht mehr, weil ich es halt als E-Book gelesen habe. Aber es war sehr lustig. Aber das kann man auf drei, vier E-Readern einfach so verteilen, wie man es halt Büchern verteilen kann. J.D. Vance-Buch habe ich nur tatsächlich am iPad lesen können. Das habe ich jetzt schon mal irgendwie so diese Bro-Verschränkung einfach super gefunden, dass du dann noch einmal extra Knäuel reißen musst, wenn du das irgendwie immer noch weiterreichen willst oder so. Und es war aber komplett anders der Inhalt zu dem, wer J.D. Vance heute in der Öffentlichkeit ist. Also er hat grundvernünftige Gedanken drinnen gehabt, wie Medien zu agieren hätten, dass sie eben aufklärerisch sein sollten. Er hat auch durchaus schon jetzt mal diesen Charakter des Empowerments, das von unten nach oben Arbeiten jetzt nicht mit auf Ellenbogen bezogen gehabt, sondern schon, dass man sich auch gegenseitig helfen konnte. Er hat auch immer so mehrere Personen genannt, die ihm eben im Leben geholfen hätten, aus seiner Große mit drogensüchtiger Mutter und dergleichen mehr, sich nach oben zu arbeiten. Also eigentlich ein interessantes Buch. Und dann aber noch einmal interessanter, wo dieser Mensch neun Jahre nach der Veröffentlichung eigentlich jetzt wieder steht. Ideologisch, politisch, mutmaßlich auch religiös.
responder1
00:12:00
Ja, also einer der vielen, die ihm geholfen haben, war dann eben der genannte Peter Thiel, der, glaube ich, wirklich Eigentümerrechte an ihm hat, weil die ganze politische Karriere hätte es niemals ohne den Thiel gegeben. Der hat in einem bisher beispiellosen Ausmaß investiert. Und Vance scheint dann recht formbar, sagen wir mal, zu sein. Also der hat ja auch noch irgendwann in einem der Vorwahlkämpfe Trump als eine Art Hitler-Wiedergänger bezeichnet. Und das sagt er, glaube ich, heute, wenn niemand dabei ist. Das ist ja keine Beleidigung in diesen Grenzen. Ich glaube, dass der Trump das als Kompliment aufgenommen hat. Also so gesehen ist nichts passiert. Und Thiel hat, glaube ich, mehr als 15 Millionen Dollar schon gespendet, dass der Senator werden kann. Und hat ihn auch mit dem Trump zusammengebracht. Und im Prinzip ist das ja die ideale Figur für die Zeit nach Trump, an die jetzt schon alle denken, weil der Trump ja eigentlich für die gar nicht mehr so relevant ist, glaube ich. Und da geht es dann schon um diese Verquickung von Religion, Entrepreneurstaat sozusagen und dem Abwenden von der Demokratie.
responder2
00:13:10
Ja, alles, was autoritär ist und sozusagen auf eine erste Ursache zurückgeführt werden kann. Und ich glaube aber, dass solche Leute wie der Vance glauben, dass das dem Gemeinwohl dient. Also ich glaube nicht, dass das ein Arschloch sozusagen ist, sondern ich glaube, dass das ein Ideologe ist, der wirklich daran glaubt, dass das der richtige Weg ist. Das gibt es ja auch. Also diese Antidemokratische und es müssen die richtigen Leute, die gottesfürchtig sind, in die Hand nehmen, um den Antichristen zu... Also zuerst glaubt man, das ist ja Realsatire und wie kann jemand, der so intelligent ist wie der Thiel, an so einen Schmonzes glauben. Aber wenn man dem zuhört, ist das tatsächlich wirklich... Ja, aber verrückt werden hilft in solchen Fällen. Ja, da gibt es ja diesen Palawa, diesen österreichischen Theologen, der ist ja auch interessant, wenn man sich die Podcasts von dem anhört. Also wie das ideologisch verbunden ist mit diesem Katechon, glaube ich, heißt, dass man sozusagen den Antichristen aufhält, was ja dann auch immer mehr in dieser Putin-Welt vorkommt als Begriff, wo der sich ja mit den Orthodoxen wieder auf einen Backel haut.
responder2
00:14:20
Nein, es ist ein bisschen ein Match gerade. Also laut Thiel ist höchstwahrscheinlich Donald Trump der derzeitige Katechon. Der Katechon ist der, der den Triumph des Antichristen noch zumindest hinauszögern kann, bis Gott selbst interveniert. Aber der Matriarch Kyrill hat schon gesagt, nichts ist, der Putin ist der Katechon und der rettet die Welt eben vom Verschwulen und Demokratie und solche Sachen. Und ich glaube aber, es ist nur einer vorgesehen. Es kommt ein Battle, ein Katechon-Battle. Der Katechon ist auch eine recht windige Figur, in dem man halt viel reininterpretieren kann, weil die in fast 2000 Jahren Kirchengeschichte praktisch gar keine Rolle gespielt hat. Ich glaube, die kommt in zwei Paulusbriefen irgendwie halt vor. Und dadurch kannst du halt alles drauf projizieren, was du brauchst, weil es gibt noch nicht einmal eine orthodoxe Lehrmeinung, gegen die du verstößt, weil das niemand interessiert hat. Das ist wirklich Underground. Ja, Alternative Catholicism. Ach du meine Güte, ich würde sagen, machen wir weiter mit dem nächsten tieftheologischen Thema.
interviewer
00:15:50
Ach, auch das noch. Ich habe es ja schon ganz kurz angekündigt, die Fastenzeit ist bald vorüber. Und einer, der hat sich jetzt schon wirklich der Maßlosigkeit hingegeben und es jetzt in ganz, ganz viele Schlagzeilen geschafft. Und zwar der Langläufer Gabriel Gleithiel. Der machte nämlich beim Holmenkollen-Rennen etwas, was man sonst nicht so wirklich machen würde, wenn man 50 Kilometer lang laufen geht. Der 23-Jährige griff während des Rennens immer wieder zu Bier und Schnaps, das eben die Leute am Straßenrand, sagt man da nicht, ich glaube, man sagt mal Loipenrand, dazu reichten. Insgesamt hat er es gesagt, zwölf Bier mindestens und sechs Schnäpse zu trinken, ist Plunzenfett, also sprichwörtlich im Norwegischen, im Öl, ins Ziel gekommen. Und ist dann aber im Endeffekt auch stolz drauf gewesen, weil er hat eh keine Chance zu gewinnen und hat sich gedacht, meine Güte, ich gönne es mir so. Welche essen eure da liebes links sieben Todsünden? Weil ich finde jetzt einmal, das war jetzt schon eine tolle Maßlosigkeit, wie er die da an den Tag gelegt hat.
responder1
00:16:30
Ja, Völlerei ist es schon. Ja, aber es ist ja schön, ich meine, es ist ja wie Oldschool-Sport, oder? Ich meine, Herbert Prohaska, der sich auch eine Zigarette vor dem Ländermatch angeraucht hat, oder Skifahrer, die noch einige geraucht haben, bevor sie runtergefahren sind. Hansi Orsolitsch, der, glaube ich, in seiner Europameisterzeit so einen doppelten Grundumsatz gehabt hat, außer er wollte was trinken. Ja, oder der, der hat ja geheißen Fuchsbichler, glaube ich, oder? Der Dormann von Vöstlinz, der Bierdosen neben dem Tor stehen hatte. Das halte ich für Urban Legend. Nein, das ist keine Urban Legend, weil Linz ist ja keine Stadt. Ich schäme mich ein wenig, dass der gedauert hat. Nein, da gibt es, glaube ich, Bilder, wenn ich es nicht verkläre. Es kann auch sein, dass ich es verkläre. Aber es war auf jeden Fall damals ja nicht unüblich, dass der Genuss und der Sport näher beieinander sind. Das war auch eine sehr sympathische Zeit des Sports. Ja, es war noch nicht so durchphysiologisiert. Es gibt ja auch die Fotos von der berühmten Weltmeisterdeutschen Mannschaft, wo halt wirklich am Spielfeldrand in der Uniform der Beckenbauer und der Seeler sich gegenseitig Feier geben. Das gibt es heute natürlich in der Form nicht mehr. Aber es gibt ja eigentlich, da weiß ich aber nicht, ob es da Promilleauswertungen gibt, es gibt ja auch den Bordeaux-Marathon. Und ich glaube, einen Burgund-Marathon gibt es auch. Und ich glaube, einen Bordeaux-Halb-Marathon gibt es auch Labestationen. Beim Bordeaux-Marathon weiß es, ich habe mich tatsächlich mal dafür interessiert, wie du das machst. Da gibt es immer wieder gute Weinstationen, wo man stehenbleiben soll und kann und das dann auch wirklich genießen kann. Und am Ende hast du mehr einen Genusslauf gehabt. Beim Bordeaux-Halb-Marathon, da ist es immer ein bisschen ein Gerücht gewesen, vor allem in der Phase, als Alfred Gusenbauer dort mitgelaufen ist. Kein Schmerz. Geh laufen. Geh laufen, ja, ja. Eine Kollegin vom Profil hat mir das mal erzählt. Die hat dann auf ihre eigene Zeit gepfiffen und hat den Halb-Marathon mit Alfred Gusenbauer verbracht. Also ich bin mir nicht sicher, ob der Wachau-Halb-Marathon wirklich für viele Menschen so ein Genusslauf ist, weil er ist von der Topografie relativ schnell. Ja, aber wenn man nicht unbedingt gewinnen will, kann man sich das vielleicht einteilen. Also ich kann aus eigener Erfahrung nur beisteuern. Ich habe irgendwann in meinen Zwanzigern, als ich Boxen gegangen bin, sind zwei Dinge zusammengefallen. Die Wasserleitung hat was gehabt im Verein. Was heißt, erstens war ich nicht geduscht und zweitens habe ich aber auch nichts getrunken noch während eines recht anstrengenden Trainings und war dann, Sommer war es, ich war recht dehydriert. Und zweitens war der Trainer irgendwie, hat mich gebackt und in den Schweizer Haus zahlt. Das heißt, das Erste, was ich nach eineinhalb Stunden sehr forderndem körperlichem Training gehabt habe, war ein Krügel, das auch entsprechend schnell weg war. Und eine derartige Materialisierung von blitzartiger Betrunkenheit bis in die Fingerspitzen habe ich vorher und nachher nicht erlebt. Stromschläge. Also erstens war ich so ausgedrückt, dass du wirklich spürst, wie die Flüssigkeit einen Körper, der sagt, ja her damit. Und dann doch die Überraschung des Körpers. Und das Nächste war dann ein etwas blitzartig luftballonhaftes Kopfgefühl. Ich kann das sehr empfehlen. Einmal im Leben sollte man das gemacht haben. Ich weiß nicht, wie du, du bist ja immer noch Ausdauersportler. Das kannst du mal probieren. Wäre vielleicht einmal einen Versuch wert, wobei auf der Strecke da... Im Hochsommer besonders beliebt. Und wirklich sportlich ist, wer nehmen dann den Podcast auf? Nein, das würde ich jetzt einfach nicht so empfehlen. Ich habe tatsächlich deinen Kollegen, den Michi Großschädel, mal als Sonderreporter auf die Strecke geschickt beim Graz-Halbmarathon und haben ihn währenddessen ein Video aufzeichnen lassen, mit den Leuten reden und sogleichen. Also ist ein recht solide 2.20 durchs Ziel gekommen und hat dann sofort im Ziel wieder ein Mikrofon in die Hand bekommen, weiter interviewen müssen. Also es war körperliche Höchstleistung. Aber ein Bier ihm jetzt dort noch einzudrücken, das wäre zu viel gewesen. Und bei mir selber, ich habe da ein bisschen einen sportlichen Ehrgeiz. Also dazwischen jetzt mal so eine halbe reinstellen, das weiß ich nicht. Ich gebe zu, ich bin zu ehrgeizig. Das mache ich mich unsympathisch, oder? Nein, aber es könnte auch eine Form des Triathlons sein, dass es dann dazugehört. Wenn es ein Regelwerk wäre... So etwas Ähnliches wie Schachboxen. Ja, Schachboxen. Ja, also in jüngeren Jahren haben wir das bei längeren Radtouren ab und zu gemacht. Wenn du irgendwie sitzen geblieben bist und dann hat es schon geschmeckt und dann hast du aber noch zur Unterkunft müssen, dann gab es diesen Brauch des Ortsstafelsprints. Das würde ja nüchtern nie einfallen, so etwas zu machen. Aber sobald man die Ortstafel sieht, setzen wir zum Sprint an. Ich kann mich erinnern, ich war mal in Irland vor 20 Jahren, da war ich in einem Dorf, das ist LAIs. Und das Erstaunliche dort ist, es gibt keine Kirche, sondern nur Pubs, was für Irland recht erstaunlich ist. Und irgendwann kamen dann Leute ins Pub und sagen, so jetzt müssen alle auf die Straße, weil es findet ein Wettrennen statt. Und das Wettrennen war am 10 am Abend, alle waren schwer betrunken und es durften nur Frauen über 75 teilnehmen, die 200 Meter gelaufen sind, diese Straße der Pub entlang. Und daneben sind die Leute gewesen und haben gewettet auf diese Frauen. Und das war auch ein sehr schöner Sport-Event, dieses Triathlon-Gedanken sozusagen. Also aus meiner Perspektive scheiter als Formel 1, Oliver.
interviewer
00:23:20
Absolut. Thomas hat eine wunderbare Überleitung gemacht zu einer anderen Schlagzeile, die es in dieser Woche gegeben hat. Und offenbar hast du das Skript gelesen, ich bin beeindruckt. Nein, nein, nein, nein, also Wettkundsen. Skript. Skript. Ja, ich habe einen von Butler als Einziger. Egal. Denn der Krieg im Iran hat unter Anführungszeichen, und das möchte ich jetzt wirklich abstufen, nicht damit irgendjemand sagt, ich würde da jetzt einen Krieg im Iran rechtfertigen, aber er hat eben auch seine Seiten, die man bis zu einem gewissen Grad positiv lesen kann. Denn die Formel-1-Autorennen in Bahrain und Saudi-Arabien wurden nun abgesagt. Die Frage, die ich mir in dem ganzen Zusammenhang immer gestellt habe, wenn man sich Bahrain auf der Landkarte anschaut, das ist Arig Bähl, da irgendwo im Persischen Golf drinnen, wer ist eigentlich jemals auf den Gedanken gekommen, dort eine Rennstrecke zu bauen? Was soll man da sonst machen? Der Emir oder Sultan oder was von Bahrain wäre mein Tipp. Der gern so ein Auto fahren würde. Ja, du meinst, das ist also eigentlich im Grunde eine private Rennstrecke und wird nur einmal im Jahr zweckentfremdet für ein Formel-1-Rennen? Kann ich mir schon gut vorstellen, dass das befahren wird, oder? Ich meine so. Ja, ich glaube, die haben ja gern fette Autos. Also das könnte schon sein, dass die Erstnutzung Rennstrecke ist und die zweite, dass man halt Bahrain in die internationalen Schlagzeilen bringt. Ja, aber man darf sich die Fahrt des nicht unterschätzen, wenn man dort lebt. Also es ist ja landschaftlich nichts vorhanden, außer Sand. Meer und Sand, ja. Und Öl. Aber zum Schauen gibt es halt wenig. Das heißt, man muss dann in dieses karge Ding ja, es gibt ja nicht so viele Möglichkeiten, die man da reinstellen kann. Eine Autorennstrecke ist eigentlich fast das Naheliegendste. Und man kann ja dann nur endlos gerade fahren. Also es ist ja ideal. Ja, aber es war da immerhin Sandträder. Ja, das stimmt. Also ich weiß nicht, ob das, ich schaue ja das nicht, aber ob es dann so eigene Kommentare gibt, welche Reifen montiert werden, die, was nicht, Sand, auf Sand, wie beim Tennis, ja, dass du sagst, Es gibt sicher eine eigene Mercedes-Edition. Als Sandwüsten-Spezialist. Mercedes-Edition gibt es sicher eine eigene schon, ne? Ja. Neben der Formel 1 gab es ja auch noch eine andere Schlagzeile in dieser Woche, die bei manchen Leuten durchaus positive Gefühle geweckt hat. Greg Bovino, Sie erinnern sich, Thomas Maurer und ich haben bereits über ihn gesprochen, das war der Leiter der ICI-Behörde in den Vereinigten Staaten. Der geht jetzt in Pension und zwar schon mit 57 Jahren, ein Jahr früher, als man es normalerweise als Mitglied dieser Behörde machen kann. Ich muss sagen, der war kein Sympathieträger, man freut sich ein bisschen, dass er weg ist, weil er ja schon diese ganze Behörde in eine Dimension getreten hat und durch sein Auftreten dem Ganzen noch einen Materialismus verdient hat, den ich nicht schön gefunden habe. Umgekehrt, auf wen wird sich nachher so dieser ganze Hass kaprizieren, den man ja gegen die Behörde auch hat? Ist das nicht schon auch ein Verlust in der Öffentlichkeit, dass du jemanden hast, den du da ein bisschen so von links oder zumindest von den Menschenrechten kommst, gar nicht von links kommst, von den Menschenrechten kommst, als du das Böse bezeichnen kannst? Wird euch der nicht fehlen in der öffentlichen Debatte?
responder2
00:26:40
Ja, ich finde es eher erstaunlich, dass er schon in Rente gehen kann. Also das ist ja ein Superbeamter, zwei Jahre tätig und dann schon in Rente. Also das ist ja nicht einmal bei uns denkbar. Möchtest du schon in Rente gehen? Also ich glaube, du bist noch nicht 57. Ich bin innerlich schon lange in Rente, aber ich glaube, der wird ja fehlen. Für mich ist der in meinem Bewusstsein erst sehr spät aufgetaucht, nämlich eigentlich erst jetzt ganz am Schluss, was ist Minneapolis, glaube ich. Und vorher war der überhaupt nicht in meinem Bewusstsein da, also wie der da plötzlich halt in diesem Visuell vorhanden war. Ja, also dass er sich halt wirklich gekleidet hat, wie du halt in einem Videospiel einen Nazi anziehst. Das hat auch ein bisschen was Mad Max-artiges gehabt fast. Ja, diese Mischung, ja. So eine Mischung aus Nazi, Flohmarkt-Nazi. Also alles, was er so gefunden hat, angezogen. Ja, es war natürlich am plakativsten, so wie er ausgeschaut hat. Und wenn jemand dann mit Anzug und Krawatte nachkommt und dasselbe macht, ist es halt nicht so auf den ersten Blick erkennbar. Aber dass du mit der Intention, mit der alles da jetzt aufgerüstet wurde, und das ist ja, glaube ich, vom Budget wäre es, glaube ich, wenn es eine eigene Armee wäre, die siebtgrößte der Welt. Also die haben ja unfassbare Summen da reingepulvert. Und dass mit dem, was die Behörde machen soll, der Leiter der Behörde vermutlich ein Arschloch ist, kann man rechnen. Natürlich ist es praktischer, wenn er auch noch, wer uns ausschaut. Da ist es wenigstens zuordenbar. Ich meine, es ist ja sonst kaum noch zuordenbar, wer ein Nazi ist, weil die Nazis schauen ja gar nicht mehr aus wie Nazis. Inzwischen gibt es Nazis, die schauen aus wie Linke oder wie irgendwelche Bürgerkinder oder ich weiß nicht was. Aber früher war ja klar zuordenbar, der hat die Martens an mit den Schuhbändern und hat die Frisur Nazi. Heute ist das alles schon wieder ganz nuanciert, weil die Bomberjacke ist ja dann eigentlich schon wieder links. Du hast auch Martens an, oder? Nein, sie schauen so aus. Ich bin ein Rätsel. Camouflage. Aber ich glaube, wenn man beginnt, sich in dieser Art und Weise über die ideologische Ausrichtung seines Kleiderschrankes Gedanken zu machen, wird es Zeit, eine Zeit lang einfach wirklich nur weiße T-Shirts und Blue Jeans zu tragen. Ist man Simpsons-Fan? Mit weißen T-Shirts ist Simpsons-Fan? Ja, so Homer Simpsons, blaue Hose. Ach so, blaue Hose, ja, stimmt. Was heißt das? Simpsons laufen auf Fox. Ah, das hat mich eigentlich immer überrascht, dass die Simpsons auf Fox laufen, oder? Ja, weil sie sind so erfolgreich, dass sie so dran kennen. Das ist echt erstaunlich. Das war vor 20 Jahren wahrscheinlich ein anderer Sender. Nein, es war schon von Haus aus so gedacht, von Murdoch, aber das war die Tracy-Allman-Show, also eine Comedy-Show, die es damals noch gab. Und da waren die Simpsons eigentlich nur so eine Art Vignette. Also die hatten gar nicht so ein langes Format. Meint man im Bild, so kleine Cartoons, die sozusagen, oder als Überbrückung. Und daraus haben sich die Simpsons dann im Weiteren entwickelt. Und dann waren die halt so erfolgreich, dass man im Zweifelsfall lieber das Geld genommen hat. Ja, ideologisch halt. Thomas hat es schon angesprochen. Es gibt Fernsehserien, die sind einfach so erfolgreich, dass sie nie enden können. Und auch du, lieber David, hast offenbar eine solche geschaffen, die jetzt auch wieder mal, sie war zwischendurch mal zu Ende für 14 kurze Jahre, aber sie geht jetzt wieder weiter, zumindest an zwei Abenden.
interviewer
00:28:20
Braunschlag ist wieder da. Und du hast mit deinem sehr, sehr schönen Kunstgriff das Jahr 1986 als Szenerie des Ganzen reingezogen. Und deswegen habe ich nachgeschaut, was war eigentlich 1986 in Niederösterreich los. Und die wunderbaren Kolleginnen und Kollegen von der NÖN haben da gerade die passendste Titelseite der St. Pöltner Zeitung aus dieser Zeit von vor 40 Jahren ausgegeben. Titelseite damals bei der St. Pöltner Zeitung. Ich fuhr im Krieg als Chauffeur auch mit Dr. Waldheim. Subtext. Die Waldheim-Affäre erschüttert das Land. Ein St. Pöltner wollte für den ÖVP-Präsidentschaftskandidaten eine Lanze brechen und wandte sich an die Zeitung. Er habe im Krieg mit Kurt Waldheim gemeinsam gedient, ihn dabei chauffiert und ihm die Stiefel geputzt. Der Politiker sei nie ein Nazi gewesen, eher das Gegenteil, erklärte der 80-Jährige. Wenn wir schon kurz über Nazis geredet haben, was ist das Gegenteil von einem Nazi? Das weiß ich nicht. Das ist jetzt kein Joke oder sowas. Das ist wirklich mehr so diese Frage. Aber wir sind ja in einem Gebäude, wenn ich mich nicht täusche, war hier die Privatwohnung des späten Kurt Waldheim.
responder2
00:29:30
Ja, das habe ich gehört. Das war so schachspielend, glaube ich, hier. Ja, ja. Also die Verwandte einer Freundin waren die Nachbarn und dieser Verwandte war ein bis zum Tod deklarierter Nationalsozialist und war Schachpartner von Kurt Waldheim. Also auch nicht das Gegenteil von einem Nazi. Aber mit dem Geständnis hat er dem Waldheim ja keinen Gefallen getan, weil der Waldheim hat doch immer gesagt, dass er ein einfacher Soldat war. Ja, Stiefelputzen. Und jetzt mit einem Chauffeur. Und ein Stiefelputzer. Ja, also. Ja, vielleicht so, dass er es nur als Gurt hätte. Und was heißt das für das Pferd? Es wirft schon sehr viele Fragen auf, finde ich. Aber 86 war natürlich, was das angeht, wirklich ein heftiges Jahr. Das war Jörg Haider, Parteitag. Und, weiß ich, Grohe oder Krems sind angelobt worden, oder beide? Angelobt, weiß ich nicht. Angelobt sagt man nicht. Im Kirchenstaat angelobt. Jetzt sind wir wieder bei Peter Thiel angelangt. Und, ja, Sebastian Kurz wurde geboren, 1986. Na, da ist viel zu angeln. Auch, ich glaube, der Udo, weißt du, Landbauer, ist auch 1986 geboren. Der Udo Landbauer, den hätte ich als Jünger eingeschätzt. Der hat zu wenig. Vielleicht irre ich mich jetzt. Und dann ist auch noch St. Pölten zur Landeshauptstadt ernannt worden, 1986.
interviewer
00:31:40
Aber du hast recht. Also Udo Landbauer feiert erst am 12. April seinen Geburtstag. Er ist jetzt noch tatsächlich 39 Jahre alt. Völlig korrekt. Und auch das Thema mit St. Pölten war damals Thema in besagter St. Pöltner Zeitung. Die haben nämlich gesagt, ja, die Leute in St. Pölten, die würden schon gern Landeshauptstadt werden. Aber sie möchten keinen Battle mit Krems haben und schon gar keine Abstimmung darüber, welche das jetzt wirklich sein soll. Weil da hat man schon damals Angst vor Spaltung gehabt.
responder1
00:32:30
Ja, aber es gab die Abstimmung dann. Und es war gar nicht so eindeutig für St. Pölten. Ich glaube, 45 Prozent sind da für St. Pölten gewesen. Aber auch sehr viele für Krems. Und dann gab es halt so ein paar andere Städte, weiß ich nicht, wer da noch mitgespielt hat. Wie da austust du es, dass es nicht Krems geworden ist? Oder hast du dazu vermutlich gar keine Meinung? Ich meine, eigentlich auch damals schon im Vergleich zu St. Pölten war Krems doch recht Las Vegas-artig. Ich glaube, man wüsste gar nicht, wo St. Pölten ist. Da waren belebte Innenstädte. Früher hat man es gewusst, wann der Zug stehen geblieben ist, weil die Zellstoffwerke immer einen sehr intensiven Geruch ins Abteil gewählt haben. St. Pölten ist ein bisschen wie Bonn, oder?
responder2
00:33:20
Ja. Also so im Vergleich. Bonn hat man auch nie verstanden. Warum ist Bonn Hauptstadt? Um so eindeutig ein Provisorium zu sein. Ich kann es euch tatsächlich erzählen, es hat in Westdeutschland halt so viele Kriegsbomben gegeben, dass quasi alles, was ein großer Saal war, weggebombt, also alles, was ein großer Saal war bis zu dem Zeitpunkt, wurde weggebombt von den Alliierten. Und in Bonn war offenbar einer der wenigen großen Säle noch vorhanden, wo man dann überhaupt den Bundestag hat zusammenführen können. Das war tatsächlich ein Raumproblem. Also es war ein Bett zwischen Wiesbaden und Bonn eigentlich. Es war auch, glaube ich, so eine unbombte Stadt. Gab es aber weniger wahrscheinlich. Das ist interessant. Na klar, bei Köln war es ja zerbombt. Düsseldorf auch. Also alles, was so in der Nähe von dort ist. Aber jedenfalls St. Pölten, vielleicht auch, um das zu sagen, hat eigentlich eine schöne Innenstadt, aber leider steht sie leer. Neingehend. Ja, es sind ganz viele Innenstädte mittlerweile so mit St. Pölten gemeinsam. Ja, auch die Wiener Innenstadt ist ja sehr viel Leerstand, glaube ich. Naja, oder zumindest sehr international konzernisiert. Ja, oder wollte die Leute noch eine Woche wohnen im Jahr oder so. Also mich macht er immer fertig, wenn ich durch die Kärntner Straße her zu dem Büro gehe und dann hat er so ein CBD-Laden in der Kärntner Straße mittlerweile ebenerdig Platz. Sagt entweder aus, ja, mit CBD kann man richtig viel Knödel reißen oder B, die Mieten sind auch dort jetzt so weit abgesunken, dass man halt CBD da reinlassen kann. Ich glaube aber eher, dass man wahrscheinlich mit CBD für Geld, also weiß ich nicht, also die sehr erschütterndste da jetzt ums Eck in der, glaube ich, Aschomirgottstraße, da war, ich glaube, das älteste China-Restaurant Wiens. Wirklich sehr hübsch und neu übernommen und sehr liebevoll und war wirklich gut. Ah, und da kommt jetzt ein Lokal rein mit dem Sprechenden Namen Domschnitzel. Domschnitzel, das ist ja auch von der KI kreiert, glaube ich, oder? Gibt mir zehn Namen für ein Innenstadtlokal. Ja, die wirklich ganz gezielt auf die unterste Schicht von Tagestouristen abziehen. Und das war der beste Vorschlag wahrscheinlich.
responder1
00:36:40
Ja, kann doch sein. Vielleicht einwandt haben, weil ich war jetzt gerade in Florenz und natürlich ist die Innenstadt auch total touristisch, aber die haben ihren Stolz bewahrt und es gibt über ein Dutzend allein im historischen Zentrum Standeln, wo du, so ähnlich wie unser Revier schlostand, ausschließlich Kutteln, Kuttelsemerln kriegst. Ah, das ist aber stolz. Ja, also Dritter und Lampasconi, das ist ja noch ein anderer Magen, und das ist das Gegenteil von Domschnitzel, würde ich sagen. Also ich glaube, der amerikanische Tagestourist, wenn du dem erklärst, möchten sie vielleicht ein Kuttelsemerl, wird dann durchschauen, wo der McDonalds ist. Oder sie heimlich dem Hund zuführen. Aber nicht schlecht. Ja, aber schwer herzustellen, muss man doch so lange kochen, Kutteln, oder?
responder2
00:38:00
Ja, aber das ist offenbar eine jahrhundertealte Tradition und das bleibt. Und dort könnte man wahrscheinlich mit einem CPT-Standl auch einen Umsatz machen, aber da hat der Florentiner den Anstand, einfach Kutteln zu kochen. Finde ich gut. Aber ich schweife ab.
interviewer
00:38:30
Nein, du schweifst gar nicht ab, wenn du schon mal nicht Werbung für dein Programm machst, das ist ja auch okay. Da bin ich jetzt gespannt. Wie leitest du von der Kuttel zu deinem Programm?
responder2
00:38:40
Ich habe einen Entwurf von einem Text, der sich mit in der Reihenküche, der es nicht ins Programm geschafft hat, aber vielleicht später mal. Möglicherweise ist die Kuttel ein Ergebnis des Antichristen, was mich wieder zu Peter Thiel bringt.
interviewer
00:38:50
Ja, hoch an der Zeit.
responder2
00:38:55
Ja, ich verwende ja gerne den Satz, wenn man mich überfallen wollen würde, dann würde da zu einem Frankfurter Würstel reichen, das nicht von einem ordentlichen Fleischer stammt, weil ich glaube, davor hätte ich mehr Angst als vor sehr vielen Schusswaffen.
interviewer
00:39:10
Zu Recht. Ja, da gibt es schon Exemplare, wenn man sagt, nicht anstraffen. David, du bist ja auch hier, um ein bisschen Werbung für Braunschlag 86 zu machen. Zumindest habe ich mir das gedacht, dass du deswegen herkommst. Aber bis jetzt haben wir so Sparks gehabt haben, um sonst darüber zu reden. Bis hier am Ende der Podcast. Warum eigentlich 1986? Also wir haben schon ein bisschen über das Jahr gesprochen.
responder2
00:39:40
Ja, es ist herumgegangen, nicht nur Sebastian Kurz und die Eltern, also Sebastian Kurz, Eltern und die Eltern von Udo Landbauer haben einander getroffen. In diesem Jahr, wobei bei Landbauer wissen wir, es war der 12. April, das heißt, sie müssen sich schon 1985 nahegekommen sein. Warum 86? Aus mehreren Gründen. Also A, war es ein Jahr, das mich auch lang beschäftigt hat, weil ich immer schon was mit dem Jahr machen wollte, weil das eben so ein Jahr war, wo so viel passiert ist. Also auch international ist wahnsinnig viel passiert zu jedem Thema. Also der Challenger-Absturz hat ja auch zum Beispiel sehr viel in unserer Einstellung zu Raumfahrt per se verändert und die ist ja erst wieder durch Elon Musk sozusagen quasi zurückgekommen. Aber es gab eben viele Themen oder kaum Themen, die nicht berührt wurden im 86er-Jahr, wo es nicht ein Wendejahr war. Also es war international gesehen auch ein sehr wichtiges Jahr. Und zweitens war es auch so, dass es ja um die Sehnsucht nach einer Vergangenheit geht, die verklärt wird, wo man sagt, früher war alles besser, die ja in einer gewissen Zeitnähe liegen muss, weil es ja um die Jugend oder Kindheit der Protagonisten gehen muss. Und da sind das logischerweise die 80er-Jahre. Und die 80er sind ja auch etwas, das besonders verklärt sind, also die 80er- und 90er-Jahre eigentlich, wo man immer davon ausgeht, da war alles gut und da war alles besser zumindest. Und da gab es noch den sozialen Aufbruch und man hatte das Gefühl, dass die Welt noch besser wird immer. Und man hat noch an den Fortschritt geglaubt und etc. Und wenn man sich aber dann diese Jahre anschaut oder Tageszeitungen liest aus dem Jahr, dann merkt man, dass es ja nicht stimmt natürlich. Und eigentlich hat sich gar nicht so viel verändert. Die Themen sind teilweise noch immer die gleichen, über die wir reden. Von Nahost bis Terrorismus etc. Umweltkatastrophe. Also man merkt auch, wie kurz der historische Bogen ist, 40 Jahre, der uns in einem Menschenleben sehr lang vorkommt, aber eigentlich de facto sehr kurz ist.
responder1
00:43:00
Mir kommt ein Menschenleben auch sehr kurz vor.
interviewer
00:43:10
Ja, es kommt darauf an, manchen kommt sehr lang vor. Das hat was mit der Erlebniswilligkeit zu tun vielleicht. Was war denn im Filmischen die größte Herausforderung? Ich gebe zu, ich habe heute in der Früh nicht gearbeitet, als ich in der Westbahn nach Wien gesessen bin, sondern ich habe mir die letzten zwei Folgen Braunschlag angeschaut und ich habe es einfach wirklich genossen, diese Optik, die du da inszeniert hast. Von der Hollywood-Schaukel bis hin, nein, ins Krankenhaus, das eigentlich komplett steril war, abgesehen von einem roten Apfel, der da auf einem Tableau liegt. Also das ist jetzt mir nur einfach so eine Szene in Erinnerung, wo ich mir gedacht habe, herrlich, wie detailverliebt da gearbeitet wurde. Und wenn man jetzt aber eben mit Requisiten arbeiten muss, die vor 39 Jahren mehr oder weniger verschwunden sind, in ganz ganz vielen Fällen, was war denn da das größte Ding, logistisch überhaupt nochmal herauszubringen aus diesem Jahrzehnt?
responder2
00:44:40
Naja, es ist ein historischer Dreh, aber das Glück ist, dass es dann doch noch einiges gibt. Also ein großes Thema bei solchen Sachen sind immer Autos, weil die sehr teuer sind, aber in dem Fall ist es so, dass wir die meisten Autos von oben hatten, weil es wahnsinnig viele Leute noch gibt, die die sammeln oder noch um ein Dummstehen gehabt haben. Nicht weggehauen. Und geschaut haben, dass die jetzt wieder rennen halt und die haben sich dann wieder repariert, teilweise für uns. Halt mal gerade ein, mein erstes Auto, ich bin ja erst beim dritten in meinem Leben, ich habe sehr spät den Führerschein gemacht, hat mir mein Foto geschenkt, das war ein 86er Escort Diesel. Ich weiß nicht, 38 PS oder vielleicht 48. Aber die fahren ewig. Wie hätte man aufheben sollen? Innen und außen braun, braunes Plastik, braunes Klassiker. Man glaubt auch immer, dass die 80er bunt waren und in Wahrheit waren die ja überhaupt nicht bunt. In Wahrheit waren die beige, braun, sowas. Also in vielen Menschen wird das ja dann immer so verbuntet. Ja, weil es ein paar so Jugendmodelabels gegeben hat, die in ihren Formen waren. Man glaubt, alle sind rumgelaufen mit Duran Duran, aber so hat mein Alltag halt nicht ausgeschaut. Auch nicht wie in Miami Vice. Ich glaube nicht einmal in Miami.
responder1
00:47:30
Nicht einmal in Miami. Ja, aber dieser aufgestreifte Ärmel aus Miami Vice, der hat mir schon immer gefallen. Also der imponiert mir bis heute, wie man als Sakko aufstreifen kann. Ich imponiere es jetzt gerade da, weil es ist ein Podcast. Die Hälfte des Unterarms war frei, glaube ich. Also es ist ja ein bisschen wie die Dreiviertelhose. Ja. Beneidenswert, dass es das nicht mehr gibt, muss ich echt sagen. Also falls jetzt irgendjemand ein Modelabel kennt, wo man die Ärmel beim Sakko so breit hat oder so. Armani hast du das, glaube ich. Das war damals Armani, aber ich glaube, die Schneidenhams. Die müssen auch weit geschnitten sein, sonst kannst du es ja gar nicht aufkrempeln. Das ist ganz...
responder2
00:48:50
Ja, die hatten ja wahnsinnig doch so ein bisschen oversized, oder? Oversized, alles mal oversized, ja. Und die hatten ja die Schulterpolster. Das hat sich wahrscheinlich auf den Rest auch irgendwie ausgewirkt, auf die Ärmel. Und die Frisuren. Das war also ein bisschen ein Schlabberlook, oder? Das war das so. Also vor allem Frauenfrisuren. Ich glaube, sehr aufwendig. Bis auf Teile der 40er Jahre haben Frauen nie entstellendere Frisuren, zumindest im 20. Jahrhundert, getragen als in den 80ern.
responder1
00:50:00
Ja, aber Gender Equality, also wenn ich mir alte Videos von Bon Jovi oder sowas anschaue, das war schon in beiden Geschlechtern durchaus vertreten, so dieses Tupierte. Ich habe schon einen Grund gehabt, warum Treibgas so ein Thema war in den 80ern. Wahrscheinlich ist das weniger geworden, nicht wenn man CO2 verboten hat, sondern weil die Frisuren sich verändert haben. Es wird ja ein Erfolg werden, unbestritten. Planst du also jetzt schon? Ist gut, wenn man so verschreit, finde ich. Man macht die Fallhöhe ein bisschen auf. Ist gut. Soll ich noch was Arrogantes drauf sagen, damit es noch höher wird? Ja, natürlich. Sag einmal. Ich meine, das ist ein Gemahle Wiesner, das brauchen wir nicht mehr. Du wolltest ja eigentlich ursprünglich keine Fortsetzung machen und dann ist deine Schöpfung doch, weil ja Frankenstein ganz gut abgeschnitten hat bei den Oscars, wieder auferstanden.
responder2
00:52:00
Naja, das war eigentlich tatsächlich nicht beabsichtigt und es gab halt diese Idee mit dem 86er Jahr und ich habe dann überlegt, was mache ich damit oder wo spielt das überhaupt? Und da ist natürlich der naheliegende Gedanke, dass man sich jetzt halt kein Dorfer findet, wenn man eh schon eins hat. Und das waren eigentlich getrennte Ideen, sozusagen, die Fortsetzung von Braunschweig. Also es war zuerst die 86er Idee da und dann die Idee ist dort zu machen und dann passt es eigentlich auch ganz gut, dadurch, dass das ja jetzt dann so lang unbewohnt war und die Figuren auch, es ist auch wieder eine Tourismus-Idee eigentlich, also es passt da eigentlich vom Setup total gut rein.
interviewer
00:00:00
Was jetzt kommt, wisst ihr bestimmt. Der Podcast von Thomas und Thomas. Nein. Na gut, der von Maurer und Schick. Der satirische Nachrichten-Podcast der kleinen Zeitung. Sie ist Thomas. Sie ist Thomas. Und Sie ist liebe zuhörende Person bei Maurer und Schick, dem satirischen Nachrichten-Podcast der kleinen Zeitung, wo ich heute Sie erst zu einer weiteren Person sagen darf. Und ja, ich muss es einfach betonen, wir haben so einen herausragenden Gast. Wenn ich all seine Auszeichnungen aufzählen würde, dann würden wir eigentlich nie zu den Nachrichten kommen, weil es wird wirklich, wirklich lange dauern. Aber er hat sie sich alle verdient. Und ich stelle Ihnen diese Person jetzt lieber mit einer Episode aus meinem Leben vor, die ihm vielleicht selber gar nicht bewusst ist. Er ist nämlich dafür verantwortlich, dass Anfang der 2000er Jahre alle Menschen in meiner Studentenstadt Graz am Mittwoch schon saufen gegangen sind, weil am Donnerstag wollten sie daheimbleiben. Seinetwegen. Und die Donnerstagnacht schauen. Und die Sendung ohne Namen vor allem schauen. Deswegen freue ich mich wirklich, dass er heute bei uns hier mit am Tisch sitzt. Seers lieber David Schalko. Hallo.
responder1
00:01:20
David, hat dir der Thomas jemals gesagt, was wir hier in diesem Podcast machen? Natürlich nicht. Und du hast sie natürlich noch nie gehört. Du hast ja ein erfülltes Künstlerleben, das das nicht notwendig macht, dich irgendwo abzulenken.
responder2
00:01:30
Ich höre nie Podcasts. Aber hört sich ja andere Podcasts zum Vorbereiten oder zum Abschauen?
responder1
00:01:35
Ich habe mir zur Vorbereitung Cinema Nights mit dir angehört. Ach so, das war also ein deutscher Podcast. Ja, leider Gottes war ich halt wirklich sehr deutsch. Das Schöne am Podcast ist, man schweigt. Radio ist blind.
responder2
00:01:45
Nein, ich höre Podcasts eigentlich nur, wenn es mich interessiert, nicht extra zum Abschauen.
responder1
00:01:49
Ja, das mache ich auch. Also ich höre schon Podcasts, aber das sind dann eher so Geschichtspodcasts. Und jetzt habe ich gerade auf dem Deutschlandfunk diesen Peter Thiel Podcast gehört, der war sehr gut, finde ich. Der ist sehr schön, ja, den haben wir auch schon besprochen. Ja, der war wirklich interessant. Und dann habe ich einen, beim Autofahren hört man halt natürlich Podcasts, Dark Agent oder so heißt das. Das ist dann quasi die Weiterempfehlung vom Thiel Podcast gewesen. Also man wird dann weitergereicht. Der war aber auch ganz gut. Da geht es um so KI-Agenten, die in Apple iPhones in die Hardware eingebaut sind und man nicht genau weiß, von wem. Und was zu einer Großraumüberwachung natürlich führt. Und das war auch sehr interessant. Also was da schon alles geht oder was das überhaupt für eine Welt ist, diese KI-Agenten-Welt.
responder2
00:02:30
Ja, auch interessant, dass wenn du auf einem iPhone einfach eine Mail suchst und den Empfänger eingibst, mittlerweile vorgeschlagen kriegst Highlights. Echt? Wo man sich denkt, du Trottel, woher willst du wissen, was die Highlights meines Mailverkehrs mit zum Beispiel David Schalko sind. Da steht dann halt irgendwo, aber das sind die Highlights. Das ist so wie bei den Handys, wo dann vorgeschlagen wird, ein großer Tag, das ist meine Lieblingskategorie. Das sind immer Tage, die ganz sicher keine großen Tage waren. Das ist aber ein Glückskeks mit einem enormen Energieverbrauch.
interviewer
00:02:55
Ja, genau. Das ist ein guter Vergleich. Ja, all das gibt es auch in diesem Podcast, denn für all jene Leute, die jetzt erstmal wegen David Schalko da sind, Thomas Maurer und ich sprechen in diesem Podcast über Nachrichten und was man sich da darüber noch so für den einen oder anderen Gedanken machen kann. Und lieber David, David, möchten wir jetzt auch mit dir starten. Bist du bereit?
responder2
00:03:15
Total. Ich bin total aufrecherchiert durch diesen Deutschlandfunk-Podcast. Also ich werde nur über Peter Thiel sprechen. Ich kann jedes Thema zu Peter Thiel. Das kriegen wir hin. Oh mein Gott.
interviewer
00:03:25
Die Fastenzeit ist ja demnächst vorbei und Papst Leo, der neue Pontifex, hat sich da auch ein bisschen was Gedanken über die KI gemacht, die ihr beide jetzt schon angesprochen habt. Zum Beispiel hat er Priestern verboten, künftig die Predigten von KIs schreiben zu lassen. Und da muss man jetzt dazu erwähnen, das ist nicht einfach so, dass die Leute einfach nur JGPD angeworfen haben. Nein, es gibt einen eigenen Markt für pastorale künstliche Intelligenz, zum Beispiel pastors.dei. Die können dir dann auch wirklich sehr interessante Predigten hintricksen, dass sie da irgendwo einen Bezug aus der Bibel raus hin manifestieren können, warum das jetzt in Ordnung wäre, diese oder jene Welt an sich zu predigen. Ich habe da ein bisschen herumgespielt mit ganz absurden Gedankengängen, aber es ist sich quasi alles ausgegangen. Mit passenden Bibelfersen.
responder2
00:04:20
Ja, genau. Also zum Beispiel habe ich gesagt, finden wir irgendeinen Bibelvers, der die Homosexualität rechtfertigt. Und da haben sie auch jetzt tatsächlich was zwischen Ruth und noch irgendeiner anderen alttestamentarischen Frau gefunden, die miteinander so eine innige Beziehung gehabt hat und aus dem abgeleitet hat man dann gesagt, ja doch, das könntest du dir auch so predigen, damit es dann in Ordnung wäre. Also ein bisschen der gängigen Doktrin des offiziellen Kirchenstaats widersprechend, aber man hat dort seine Bibelstellen gefunden, wo das sein kann. Aber Papst Leo hat gesagt, nein, liebe Pfarrer, muss ich nicht gendern fort meinen, ja, bei dem sind es nur Pfarrer, macht es das nicht mehr ausschließlich humane Predigten. Ist ein schöner Ansatz, oder?
responder1
00:05:00
Ja, also ich bin ja in den letzten Jahren relativ selten in den Genuss einer katholischen Predigt gekommen, aber wenn, hatte ich immer das Gefühl, das ist die gleiche von 1982. Das war nie ein großer Unterschied, ob es eine KI schreibt oder nicht, oder?
responder2
00:05:15
Ich denke, da ist tatsächlich... Also ich glaube, es gibt so Standardpredigten, die sich jeder zurechtlegt und die Bibelstellen sich ja jährlich wiederholen, weil es gibt ja einen... Das ist ja praktisch. Also es gibt ja einen Zyklus sozusagen, an welchem Tag du welches Evangelium vorzulesen hast.
responder1
00:05:30
Ja, klar, am 24. Dezember ist ziemlich gesetzt.
responder2
00:05:35
Ja, der ist gesetzt und Ostern auch, aber auch alle anderen. Und das heißt, du kannst dich eigentlich wie ein Lehrer sozusagen dieses Jahr durch vorbereiten und dann bist du durch. Also da braucht sie Karriere eigentlich gar nicht im Idealfall. Also im Idealfall so ein bisschen eben wie ein Lehrer alter Schule, der einmal seine Zettel fotokopiert hat, austeilt und sagt...
interviewer
00:05:50
Ja, da muss ich euch beiden widersprechen, denn das Publikum eines Lehrers oder einer Lehrerin ändert sich ja jedes Jahr.
responder1
00:05:55
Ja, aber den Katholiken ist Regelmäßigkeit wichtig. Das ist die geistige Heimat, das Ritual an der Messe ist ja auch immer gleich. Ja, also ich glaube, ganz neue Gedanken würden eher verstörend wirken.
responder2
00:06:05
Ich habe aber persönlich einen sehr alten Vorläufer dieser KI. Das ist, glaube ich, das älteste Buch, das ich besitze. Das habe ich mir vom Flohmarkt gefunden. Das ist, glaube ich, aus den 1520ern. Also das Vorwort ist noch von Martin Luther, der war damals erst zwei oder drei Jahre tot, insofern könnte man es ermitteln. Und das ist eben eine Predigtanleitung für die damals noch recht junge evangelische Kirche, wie man was zu interpretieren hat, sinnvollerweise sehr. Also ich habe vorwiegend das Vorwort gelesen, das ist aber ganz schön, weil Martin Luther warnt davor, dass der Teufel umhergeht in Deutschland. Und zwar nicht irgendwie metaphorisch, sondern wirklich. Und das, fand ich, hat eine gewisse Thriller-Qualität, die den meisten heutigen Predigten einfach hoch gilt.
interviewer
00:07:00
Aber deswegen ist Peter Thiel so erfolgreich. Na stimmt, das ist ja auch eine Meldung, die ich tatsächlich in der Woche mal rausgesucht habe, wo ich mir gedacht habe, darüber könnten wir vielleicht sprechen. Denn Peter Thiel soll ja in Rom Vorträge halten über das Thema des Antichristen, zusammengefasst für all jene Leute, die jetzt nicht in unserer Welt schon versunken sind und den Peter Thiel-Podcast gehört haben. Nach Ansicht von Thiel gibt es ja jetzt das Böse, das aber eine andere Form angenommen hat als noch zu Zeiten von Martin Luther. Zum Beispiel geht es da mehr um technologische Regulierung, Global Governance, den Kampf gegen den Klimawandel. All das ist nach der Ansicht von Peter Thiel eben der Antichrist. Den möchte er jetzt ein bisschen bekämpfen.
responder1
00:07:45
Greta Thunberg ist der Antichrist eigentlich.
interviewer
00:07:48
Auch, ja, aber vor allem Steuern, Steuern ganz böse, Sozialstaat ganz böse. Staat überhaupt, oder? Nur zur Orientierung, ja.
responder2
00:07:55
Und ein Rant ist der Jesus Christus. Wie ist das so? Ein Rant ist ja ganz wichtig. Die Schriftstellerin der Welt, diese faschistische Ästhetik und dieses, naja, das Gnadenlose eigentlich oder das Darwinistische, was da dahinter steckt, ist ja quasi die Grundästhetik, die ja auch für den Peter Thiel wahnsinnig wichtig war. Auch diese ganze Erotik aus diesen Ein-Rant-Romanen wird da übernommen. Also vielleicht ganz kurz das berühmteste von Ein-Rant ist Atlas Shrugged, ich weiß nicht genau, wie es auf Deutsch heißt. Atlas Streik, lustig. Ja, da unterstreiken, also alle Unternehmer sind genial und nachdem aber die Leute nicht dankbar sind, streiken sie und prompt versinken alle. Geht alles unter. Also ohne die Genies an der Spitze geht es nicht. Und eben, was auch nicht ganz untypisch ist, Hass zum Beispiel, also Immigration und all das, ist aber selbst eine illegale Immigrantin gewesen, die dann davon profitiert hat, dass sie Leuten mit viel Geld erklärt hat, das ist auch ein Grund und dass sie einfach Genies sind, weil sie so viel Geld haben, weil sie Genies sind. Und dieser Zirkelschluss hat dafür gesorgt, dass es ihr stets wohler gegangen ist, auch werden. Ja.
responder1
00:09:00
Dem Peter Thiel nicht unähnlich. Aber würdet ihr euch jetzt rein einmal interessenhalber reinsetzen in einen Peter Thiel-Vortrag?
responder2
00:09:10
Naja, es gibt ja auch das Gebets-App von Peter Thiel. Ja, das habe ich mir runtergeladen, das muss ich jetzt einmal wieder löschen. Es hat schon 23 Millionen Mitglieder, also es ist wahnsinnig erfolgreich. Also es gibt ja offensichtlich eine Sehnsucht, wo Politik, Wirtschaft und Religion so ein Triangel bilden, wo man immer geglaubt hat, das hat man eigentlich überwunden. Aber das ist ja eigentlich überhaupt nicht der Fall, im Gegenteil. Also dass da der Unternehmer praktisch so wie früher der Kaiser Gott gesalbt ist. Ja, es gibt was Religiöses eigentlich fast. Und es ist auch interessant, dass er alles, was reguliert ist oder was Gemeinwohl ist, als den Antichristen bezeichnet. Und man hätte eigentlich umgekehrt eher das Gefühl, dass er der Antichrist ist. Er schaut ein bisschen so aus. Ich sage, das spielt übrigens alles auch eine heftige Rolle in meinem Programm, falls er das einmal von mir live erklären muss. Ich will damit ja auch eine Werbung machen.
interviewer
00:10:05
Sehr gut. Er kann alles zu seinem Programm überleiten.
responder2
00:10:08
Ja, und du alles auf Peter Thiel. Aber Peter Thiel kommt in meinem Programm vor. Also vielleicht können wir uns ja treffen.
interviewer
00:10:15
Weil ihr J.D. Vance erwähnt habt, hat einer von euch beiden seine Hillbilly Elegy eigentlich schon gelesen?
responder2
00:10:20
Nein, das soll aber sehr gut sein. Das soll erstaunlich gut geschrieben sein. Also es ist erstaunlich einfach geschrieben, muss ich sagen. Man muss ja, wenn man es jetzt lesen will, es logischerweise auf Amerikanisch kaufen. Also ich habe es mir tatsächlich nur als E-Book gekauft, oder es braucht Bequemlichkeit oder so. Du musst ja noch ein Acrobat-Irgendwas-Reader runterladen, damit es dann überhaupt funktioniert. Und es ist das Buch mit dem härtesten Kopierschutz, das man sich überhaupt vorstellen kann. Weil also dein Airbnb-Buch, jetzt weiß ich den Titel nicht mehr, weil ich es halt als E-Book gelesen habe. Aber es war sehr lustig. Aber das kann man auf drei, vier E-Readern einfach so verteilen, wie man es halt Büchern verteilen kann. J.D. Vance-Buch habe ich nur tatsächlich am iPad lesen können. Das habe ich jetzt schon mal irgendwie so diese Bro-Verschränkung einfach super gefunden, dass du dann noch einmal extra Knäuel reißen musst, wenn du das irgendwie immer noch weiterreichen willst oder so. Und es war aber komplett anders der Inhalt zu dem, wer J.D. Vance heute in der Öffentlichkeit ist. Also er hat grundvernünftige Gedanken drinnen gehabt, wie Medien zu agieren hätten, dass sie eben aufklärerisch sein sollten. Er hat auch durchaus schon jetzt mal diesen Charakter des Empowerments, das von unten nach oben Arbeiten jetzt nicht mit auf Ellenbogen bezogen gehabt, sondern schon, dass man sich auch gegenseitig helfen konnte. Er hat auch immer so mehrere Personen genannt, die ihm eben im Leben geholfen hätten, aus seiner Große mit drogensüchtiger Mutter und dergleichen mehr, sich nach oben zu arbeiten. Also eigentlich ein interessantes Buch. Und dann aber noch einmal interessanter, wo dieser Mensch neun Jahre nach der Veröffentlichung eigentlich jetzt wieder steht. Ideologisch, politisch, mutmaßlich auch religiös.
responder1
00:12:00
Ja, also einer der vielen, die ihm geholfen haben, war dann eben der genannte Peter Thiel, der, glaube ich, wirklich Eigentümerrechte an ihm hat, weil die ganze politische Karriere hätte es niemals ohne den Thiel gegeben. Der hat in einem bisher beispiellosen Ausmaß investiert. Und Vance scheint dann recht formbar, sagen wir mal, zu sein. Also der hat ja auch noch irgendwann in einem der Vorwahlkämpfe Trump als eine Art Hitler-Wiedergänger bezeichnet. Und das sagt er, glaube ich, heute, wenn niemand dabei ist. Das ist ja keine Beleidigung in diesen Grenzen. Ich glaube, dass der Trump das als Kompliment aufgenommen hat. Also so gesehen ist nichts passiert. Und Thiel hat, glaube ich, mehr als 15 Millionen Dollar schon gespendet, dass der Senator werden kann. Und hat ihn auch mit dem Trump zusammengebracht. Und im Prinzip ist das ja die ideale Figur für die Zeit nach Trump, an die jetzt schon alle denken, weil der Trump ja eigentlich für die gar nicht mehr so relevant ist, glaube ich. Und da geht es dann schon um diese Verquickung von Religion, Entrepreneurstaat sozusagen und dem Abwenden von der Demokratie.
responder2
00:13:10
Ja, alles, was autoritär ist und sozusagen auf eine erste Ursache zurückgeführt werden kann. Und ich glaube aber, dass solche Leute wie der Vance glauben, dass das dem Gemeinwohl dient. Also ich glaube nicht, dass das ein Arschloch sozusagen ist, sondern ich glaube, dass das ein Ideologe ist, der wirklich daran glaubt, dass das der richtige Weg ist. Das gibt es ja auch. Also diese Antidemokratische und es müssen die richtigen Leute, die gottesfürchtig sind, in die Hand nehmen, um den Antichristen zu... Also zuerst glaubt man, das ist ja Realsatire und wie kann jemand, der so intelligent ist wie der Thiel, an so einen Schmonzes glauben. Aber wenn man dem zuhört, ist das tatsächlich wirklich... Ja, aber verrückt werden hilft in solchen Fällen. Ja, da gibt es ja diesen Palawa, diesen österreichischen Theologen, der ist ja auch interessant, wenn man sich die Podcasts von dem anhört. Also wie das ideologisch verbunden ist mit diesem Katechon, glaube ich, heißt, dass man sozusagen den Antichristen aufhält, was ja dann auch immer mehr in dieser Putin-Welt vorkommt als Begriff, wo der sich ja mit den Orthodoxen wieder auf einen Backel haut.
responder2
00:14:20
Nein, es ist ein bisschen ein Match gerade. Also laut Thiel ist höchstwahrscheinlich Donald Trump der derzeitige Katechon. Der Katechon ist der, der den Triumph des Antichristen noch zumindest hinauszögern kann, bis Gott selbst interveniert. Aber der Matriarch Kyrill hat schon gesagt, nichts ist, der Putin ist der Katechon und der rettet die Welt eben vom Verschwulen und Demokratie und solche Sachen. Und ich glaube aber, es ist nur einer vorgesehen. Es kommt ein Battle, ein Katechon-Battle. Der Katechon ist auch eine recht windige Figur, in dem man halt viel reininterpretieren kann, weil die in fast 2000 Jahren Kirchengeschichte praktisch gar keine Rolle gespielt hat. Ich glaube, die kommt in zwei Paulusbriefen irgendwie halt vor. Und dadurch kannst du halt alles drauf projizieren, was du brauchst, weil es gibt noch nicht einmal eine orthodoxe Lehrmeinung, gegen die du verstößt, weil das niemand interessiert hat. Das ist wirklich Underground. Ja, Alternative Catholicism. Ach du meine Güte, ich würde sagen, machen wir weiter mit dem nächsten tieftheologischen Thema.
interviewer
00:15:50
Ach, auch das noch. Ich habe es ja schon ganz kurz angekündigt, die Fastenzeit ist bald vorüber. Und einer, der hat sich jetzt schon wirklich der Maßlosigkeit hingegeben und es jetzt in ganz, ganz viele Schlagzeilen geschafft. Und zwar der Langläufer Gabriel Gleithiel. Der machte nämlich beim Holmenkollen-Rennen etwas, was man sonst nicht so wirklich machen würde, wenn man 50 Kilometer lang laufen geht. Der 23-Jährige griff während des Rennens immer wieder zu Bier und Schnaps, das eben die Leute am Straßenrand, sagt man da nicht, ich glaube, man sagt mal Loipenrand, dazu reichten. Insgesamt hat er es gesagt, zwölf Bier mindestens und sechs Schnäpse zu trinken, ist Plunzenfett, also sprichwörtlich im Norwegischen, im Öl, ins Ziel gekommen. Und ist dann aber im Endeffekt auch stolz drauf gewesen, weil er hat eh keine Chance zu gewinnen und hat sich gedacht, meine Güte, ich gönne es mir so. Welche essen eure da liebes links sieben Todsünden? Weil ich finde jetzt einmal, das war jetzt schon eine tolle Maßlosigkeit, wie er die da an den Tag gelegt hat.
responder1
00:16:30
Ja, Völlerei ist es schon. Ja, aber es ist ja schön, ich meine, es ist ja wie Oldschool-Sport, oder? Ich meine, Herbert Prohaska, der sich auch eine Zigarette vor dem Ländermatch angeraucht hat, oder Skifahrer, die noch einige geraucht haben, bevor sie runtergefahren sind. Hansi Orsolitsch, der, glaube ich, in seiner Europameisterzeit so einen doppelten Grundumsatz gehabt hat, außer er wollte was trinken. Ja, oder der, der hat ja geheißen Fuchsbichler, glaube ich, oder? Der Dormann von Vöstlinz, der Bierdosen neben dem Tor stehen hatte. Das halte ich für Urban Legend. Nein, das ist keine Urban Legend, weil Linz ist ja keine Stadt. Ich schäme mich ein wenig, dass der gedauert hat. Nein, da gibt es, glaube ich, Bilder, wenn ich es nicht verkläre. Es kann auch sein, dass ich es verkläre. Aber es war auf jeden Fall damals ja nicht unüblich, dass der Genuss und der Sport näher beieinander sind. Das war auch eine sehr sympathische Zeit des Sports. Ja, es war noch nicht so durchphysiologisiert. Es gibt ja auch die Fotos von der berühmten Weltmeisterdeutschen Mannschaft, wo halt wirklich am Spielfeldrand in der Uniform der Beckenbauer und der Seeler sich gegenseitig Feier geben. Das gibt es heute natürlich in der Form nicht mehr. Aber es gibt ja eigentlich, da weiß ich aber nicht, ob es da Promilleauswertungen gibt, es gibt ja auch den Bordeaux-Marathon. Und ich glaube, einen Burgund-Marathon gibt es auch. Und ich glaube, einen Bordeaux-Halb-Marathon gibt es auch Labestationen. Beim Bordeaux-Marathon weiß es, ich habe mich tatsächlich mal dafür interessiert, wie du das machst. Da gibt es immer wieder gute Weinstationen, wo man stehenbleiben soll und kann und das dann auch wirklich genießen kann. Und am Ende hast du mehr einen Genusslauf gehabt. Beim Bordeaux-Halb-Marathon, da ist es immer ein bisschen ein Gerücht gewesen, vor allem in der Phase, als Alfred Gusenbauer dort mitgelaufen ist. Kein Schmerz. Geh laufen. Geh laufen, ja, ja. Eine Kollegin vom Profil hat mir das mal erzählt. Die hat dann auf ihre eigene Zeit gepfiffen und hat den Halb-Marathon mit Alfred Gusenbauer verbracht. Also ich bin mir nicht sicher, ob der Wachau-Halb-Marathon wirklich für viele Menschen so ein Genusslauf ist, weil er ist von der Topografie relativ schnell. Ja, aber wenn man nicht unbedingt gewinnen will, kann man sich das vielleicht einteilen. Also ich kann aus eigener Erfahrung nur beisteuern. Ich habe irgendwann in meinen Zwanzigern, als ich Boxen gegangen bin, sind zwei Dinge zusammengefallen. Die Wasserleitung hat was gehabt im Verein. Was heißt, erstens war ich nicht geduscht und zweitens habe ich aber auch nichts getrunken noch während eines recht anstrengenden Trainings und war dann, Sommer war es, ich war recht dehydriert. Und zweitens war der Trainer irgendwie, hat mich gebackt und in den Schweizer Haus zahlt. Das heißt, das Erste, was ich nach eineinhalb Stunden sehr forderndem körperlichem Training gehabt habe, war ein Krügel, das auch entsprechend schnell weg war. Und eine derartige Materialisierung von blitzartiger Betrunkenheit bis in die Fingerspitzen habe ich vorher und nachher nicht erlebt. Stromschläge. Also erstens war ich so ausgedrückt, dass du wirklich spürst, wie die Flüssigkeit einen Körper, der sagt, ja her damit. Und dann doch die Überraschung des Körpers. Und das Nächste war dann ein etwas blitzartig luftballonhaftes Kopfgefühl. Ich kann das sehr empfehlen. Einmal im Leben sollte man das gemacht haben. Ich weiß nicht, wie du, du bist ja immer noch Ausdauersportler. Das kannst du mal probieren. Wäre vielleicht einmal einen Versuch wert, wobei auf der Strecke da... Im Hochsommer besonders beliebt. Und wirklich sportlich ist, wer nehmen dann den Podcast auf? Nein, das würde ich jetzt einfach nicht so empfehlen. Ich habe tatsächlich deinen Kollegen, den Michi Großschädel, mal als Sonderreporter auf die Strecke geschickt beim Graz-Halbmarathon und haben ihn währenddessen ein Video aufzeichnen lassen, mit den Leuten reden und sogleichen. Also ist ein recht solide 2.20 durchs Ziel gekommen und hat dann sofort im Ziel wieder ein Mikrofon in die Hand bekommen, weiter interviewen müssen. Also es war körperliche Höchstleistung. Aber ein Bier ihm jetzt dort noch einzudrücken, das wäre zu viel gewesen. Und bei mir selber, ich habe da ein bisschen einen sportlichen Ehrgeiz. Also dazwischen jetzt mal so eine halbe reinstellen, das weiß ich nicht. Ich gebe zu, ich bin zu ehrgeizig. Das mache ich mich unsympathisch, oder? Nein, aber es könnte auch eine Form des Triathlons sein, dass es dann dazugehört. Wenn es ein Regelwerk wäre... So etwas Ähnliches wie Schachboxen. Ja, Schachboxen. Ja, also in jüngeren Jahren haben wir das bei längeren Radtouren ab und zu gemacht. Wenn du irgendwie sitzen geblieben bist und dann hat es schon geschmeckt und dann hast du aber noch zur Unterkunft müssen, dann gab es diesen Brauch des Ortsstafelsprints. Das würde ja nüchtern nie einfallen, so etwas zu machen. Aber sobald man die Ortstafel sieht, setzen wir zum Sprint an. Ich kann mich erinnern, ich war mal in Irland vor 20 Jahren, da war ich in einem Dorf, das ist LAIs. Und das Erstaunliche dort ist, es gibt keine Kirche, sondern nur Pubs, was für Irland recht erstaunlich ist. Und irgendwann kamen dann Leute ins Pub und sagen, so jetzt müssen alle auf die Straße, weil es findet ein Wettrennen statt. Und das Wettrennen war am 10 am Abend, alle waren schwer betrunken und es durften nur Frauen über 75 teilnehmen, die 200 Meter gelaufen sind, diese Straße der Pub entlang. Und daneben sind die Leute gewesen und haben gewettet auf diese Frauen. Und das war auch ein sehr schöner Sport-Event, dieses Triathlon-Gedanken sozusagen. Also aus meiner Perspektive scheiter als Formel 1, Oliver.',
interviewer
00:23:20
Absolut. Thomas hat eine wunderbare Überleitung gemacht zu einer anderen Schlagzeile, die es in dieser Woche gegeben hat. Und offenbar hast du das Skript gelesen, ich bin beeindruckt. Nein, nein, nein, nein, also Wettkundsen. Skript. Skript. Ja, ich habe einen von Butler als Einziger. Egal. Denn der Krieg im Iran hat unter Anführungszeichen, und das möchte ich jetzt wirklich abstufen, nicht damit irgendjemand sagt, ich würde da jetzt einen Krieg im Iran rechtfertigen, aber er hat eben auch seine Seiten, die man bis zu einem gewissen Grad positiv lesen kann. Denn die Formel-1-Autorennen in Bahrain und Saudi-Arabien wurden nun abgesagt. Die Frage, die ich mir in dem ganzen Zusammenhang immer gestellt habe, wenn man sich Bahrain auf der Landkarte anschaut, das ist Arig Bähl, da irgendwo im Persischen Golf drinnen, wer ist eigentlich jemals auf den Gedanken gekommen, dort eine Rennstrecke zu bauen? Was soll man da sonst machen? Der Emir oder Sultan oder was von Bahrain wäre mein Tipp. Der gern so ein Auto fahren würde. Ja, du meinst, das ist also eigentlich im Grunde eine private Rennstrecke und wird nur einmal im Jahr zweckentfremdet für ein Formel-1-Rennen? Kann ich mir schon gut vorstellen, dass das befahren wird, oder? Ich meine so. Ja, ich glaube, die haben ja gern fette Autos. Also das könnte schon sein, dass die Erstnutzung Rennstrecke ist und die zweite, dass man halt Bahrain in die internationalen Schlagzeilen bringt. Ja, aber man darf sich die Fahrt des nicht unterschätzen, wenn man dort lebt. Also es ist ja landschaftlich nichts vorhanden, außer Sand. Meer und Sand, ja. Und Öl. Aber zum Schauen gibt es halt wenig. Das heißt, man muss dann in dieses karge Ding ja, es gibt ja nicht so viele Möglichkeiten, die man da reinstellen kann. Eine Autorennstrecke ist eigentlich fast das Naheliegendste. Und man kann ja dann nur endlos gerade fahren. Also es ist ja ideal. Ja, aber es war da immerhin Sandträder. Ja, das stimmt. Also ich weiß nicht, ob das, ich schaue ja das nicht, aber ob es dann so eigene Kommentare gibt, welche Reifen montiert werden, die, was nicht, Sand, auf Sand, wie beim Tennis, ja, dass du sagst, Es gibt sicher eine eigene Mercedes-Edition. Als Sandwüsten-Spezialist. Mercedes-Edition gibt es sicher eine eigene schon, ne? Ja. Neben der Formel 1 gab es ja auch noch eine andere Schlagzeile in dieser Woche, die bei manchen Leuten durchaus positive Gefühle geweckt hat. Greg Bovino, Sie erinnern sich, Thomas Maurer und ich haben bereits über ihn gesprochen, das war der Leiter der ICI-Behörde in den Vereinigten Staaten. Der geht jetzt in Pension und zwar schon mit 57 Jahren, ein Jahr früher, als man es normalerweise als Mitglied dieser Behörde machen kann. Ich muss sagen, der war kein Sympathieträger, man freut sich ein bisschen, dass er weg ist, weil er ja schon diese ganze Behörde in eine Dimension getreten hat und durch sein Auftreten dem Ganzen noch einen Materialismus verdient hat, den ich nicht schön gefunden habe. Umgekehrt, auf wen wird sich nachher so dieser ganze Hass kaprizieren, den man ja gegen die Behörde auch hat? Ist das nicht schon auch ein Verlust in der Öffentlichkeit, dass du jemanden hast, den du da ein bisschen so von links oder zumindest von den Menschenrechten kommst, gar nicht von links kommst, von den Menschenrechten kommst, als du das Böse bezeichnen kannst? Wird euch der nicht fehlen in der öffentlichen Debatte?
responder2
00:26:40
Ja, ich finde es eher erstaunlich, dass er schon in Rente gehen kann. Also das ist ja ein Superbeamter, zwei Jahre tätig und dann schon in Rente. Also das ist ja nicht einmal bei uns denkbar. Möchtest du schon in Rente gehen? Also ich glaube, du bist noch nicht 57. Ich bin innerlich schon lange in Rente, aber ich glaube, der wird ja fehlen. Für mich ist der in meinem Bewusstsein erst sehr spät aufgetaucht, nämlich eigentlich erst jetzt ganz am Schluss, was ist Minneapolis, glaube ich. Und vorher war der überhaupt nicht in meinem Bewusstsein da, also wie der da plötzlich halt in diesem Visuell vorhanden war. Ja, also dass er sich halt wirklich gekleidet hat, wie du halt in einem Videospiel einen Nazi anziehst. Das hat auch ein bisschen was Mad Max-artiges gehabt fast. Ja, diese Mischung, ja. So eine Mischung aus Nazi, Flohmarkt-Nazi. Also alles, was er so gefunden hat, angezogen. Ja, es war natürlich am plakativsten, so wie er ausgeschaut hat. Und wenn jemand dann mit Anzug und Krawatte nachkommt und dasselbe macht, ist es halt nicht so auf den ersten Blick erkennbar. Aber dass du mit der Intention, mit der alles da jetzt aufgerüstet wurde, und das ist ja, glaube ich, vom Budget wäre es, glaube ich, wenn es eine eigene Armee wäre, die siebtgrößte der Welt. Also die haben ja unfassbare Summen da reingepulvert. Und dass mit dem, was die Behörde machen soll, der Leiter der Behörde vermutlich ein Arschloch ist, kann man rechnen. Natürlich ist es praktischer, wenn er auch noch, wer uns ausschaut. Da ist es wenigstens zuordenbar. Ich meine, es ist ja sonst kaum noch zuordenbar, wer ein Nazi ist, weil die Nazis schauen ja gar nicht mehr aus wie Nazis. Inzwischen gibt es Nazis, die schauen aus wie Linke oder wie irgendwelche Bürgerkinder oder ich weiß nicht was. Aber früher war ja klar zuordenbar, der hat die Martens an mit den Schuhbändern und hat die Frisur Nazi. Heute ist das alles schon wieder ganz nuanciert, weil die Bomberjacke ist ja dann eigentlich schon wieder links. Du hast auch Martens an, oder? Nein, sie schauen so aus. Ich bin ein Rätsel. Camouflage. Aber ich glaube, wenn man beginnt, sich in dieser Art und Weise über die ideologische Ausrichtung seines Kleiderschrankes Gedanken zu machen, wird es Zeit, eine Zeit lang einfach wirklich nur weiße T-Shirts und Blue Jeans zu tragen. Ist man Simpsons-Fan? Mit weißen T-Shirts ist Simpsons-Fan? Ja, so Homer Simpsons, blaue Hose. Ach so, blaue Hose, ja, stimmt. Was heißt das? Simpsons laufen auf Fox. Ah, das hat mich eigentlich immer überrascht, dass die Simpsons auf Fox laufen, oder? Ja, weil sie sind so erfolgreich, dass sie so dran kennen. Das ist echt erstaunlich. Das war vor 20 Jahren wahrscheinlich ein anderer Sender. Nein, es war schon von Haus aus so gedacht, von Murdoch, aber das war die Tracy-Allman-Show, also eine Comedy-Show, die es damals noch gab. Und da waren die Simpsons eigentlich nur so eine Art Vignette. Also die hatten gar nicht so ein langes Format. Meint man im Bild, so kleine Cartoons, die sozusagen, oder als Überbrückung. Und daraus haben sich die Simpsons dann im Weiteren entwickelt. Und dann waren die halt so erfolgreich, dass man im Zweifelsfall lieber das Geld genommen hat. Ja, ideologisch halt. Thomas hat es schon angesprochen. Es gibt Fernsehserien, die sind einfach so erfolgreich, dass sie nie enden können. Und auch du, lieber David, hast offenbar eine solche geschaffen, die jetzt auch wieder mal, sie war zwischendurch mal zu Ende für 14 kurze Jahre, aber sie geht jetzt wieder weiter, zumindest an zwei Abenden.
interviewer
00:28:20
Braunschlag ist wieder da. Und du hast mit deinem sehr, sehr schönen Kunstgriff das Jahr 1986 als Szenerie des Ganzen reingezogen. Und deswegen habe ich nachgeschaut, was war eigentlich 1986 in Niederösterreich los. Und die wunderbaren Kolleginnen und Kollegen von der NÖN haben da gerade die passendste Titelseite der St. Pöltner Zeitung aus dieser Zeit von vor 40 Jahren ausgegeben. Titelseite damals bei der St. Pöltner Zeitung. Ich fuhr im Krieg als Chauffeur auch mit Dr. Waldheim. Subtext. Die Waldheim-Affäre erschüttert das Land. Ein St. Pöltner wollte für den ÖVP-Präsidentschaftskandidaten eine Lanze brechen und wandte sich an die Zeitung. Er habe im Krieg mit Kurt Waldheim gemeinsam gedient, ihn dabei chauffiert und ihm die Stiefel geputzt. Der Politiker sei nie ein Nazi gewesen, eher das Gegenteil, erklärte der 80-Jährige. Wenn wir schon kurz über Nazis geredet haben, was ist das Gegenteil von einem Nazi? Das weiß ich nicht. Das ist jetzt kein Joke oder sowas. Das ist wirklich mehr so diese Frage. Aber wir sind ja in einem Gebäude, wenn ich mich nicht täusche, war hier die Privatwohnung des späten Kurt Waldheim.
responder2
00:29:30
Ja, das habe ich gehört. Das war so schachspielend, glaube ich, hier. Ja, ja. Also die Verwandte einer Freundin waren die Nachbarn und dieser Verwandte war ein bis zum Tod deklarierter Nationalsozialist und war Schachpartner von Kurt Waldheim. Also auch nicht das Gegenteil von einem Nazi. Aber mit dem Geständnis hat er dem Waldheim ja keinen Gefallen getan, weil der Waldheim hat doch immer gesagt, dass er ein einfacher Soldat war. Ja, Stiefelputzen. Und jetzt mit einem Chauffeur. Und ein Stiefelputzer. Ja, also. Ja, vielleicht so, dass er es nur als Gurt hätte. Und was heißt das für das Pferd? Es wirft schon sehr viele Fragen auf, finde ich. Aber 86 war natürlich, was das angeht, wirklich ein heftiges Jahr. Das war Jörg Haider, Parteitag. Und, weiß ich, Grohe oder Krems sind angelobt worden, oder beide? Angelobt, weiß ich nicht. Angelobt sagt man nicht. Im Kirchenstaat angelobt. Jetzt sind wir wieder bei Peter Thiel angelangt. Und, ja, Sebastian Kurz wurde geboren, 1986. Na, da ist viel zu angeln. Auch, ich glaube, der Udo, weißt du, Landbauer, ist auch 1986 geboren. Der Udo Landbauer, den hätte ich als Jünger eingeschätzt. Der hat zu wenig. Vielleicht irre ich mich jetzt. Und dann ist auch noch St. Pölten zur Landeshauptstadt ernannt worden, 1986.
interviewer
00:31:40
Aber du hast recht. Also Udo Landbauer feiert erst am 12. April seinen Geburtstag. Er ist jetzt noch tatsächlich 39 Jahre alt. Völlig korrekt. Und auch das Thema mit St. Pölten war damals Thema in besagter St. Pöltner Zeitung. Die haben nämlich gesagt, ja, die Leute in St. Pölten, die würden schon gern Landeshauptstadt werden. Aber sie möchten keinen Battle mit Krems haben und schon gar keine Abstimmung darüber, welche das jetzt wirklich sein soll. Weil da hat man schon damals Angst vor Spaltung gehabt.
responder1
00:32:30
Ja, aber es gab die Abstimmung dann. Und es war gar nicht so eindeutig für St. Pölten. Ich glaube, 45 Prozent sind da für St. Pölten gewesen. Aber auch sehr viele für Krems. Und dann gab es halt so ein paar andere Städte, weiß ich nicht, wer da noch mitgespielt hat. Wie da austust du es, dass es nicht Krems geworden ist? Oder hast du dazu vermutlich gar keine Meinung? Ich meine, eigentlich auch damals schon im Vergleich zu St. Pölten war Krems doch recht Las Vegas-artig. Ich glaube, man wüsste gar nicht, wo St. Pölten ist. Da waren belebte Innenstädte. Früher hat man es gewusst, wann der Zug stehen geblieben ist, weil die Zellstoffwerke immer einen sehr intensiven Geruch ins Abteil gewählt haben. St. Pölten ist ein bisschen wie Bonn, oder?
responder2
00:33:20
Ja. Also so im Vergleich. Bonn hat man auch nie verstanden. Warum ist Bonn Hauptstadt? Um so eindeutig ein Provisorium zu sein. Ich kann es euch tatsächlich erzählen, es hat in Westdeutschland halt so viele Kriegsbomben gegeben, dass quasi alles, was ein großer Saal war, weggebombt, also alles, was ein großer Saal war bis zu dem Zeitpunkt, wurde weggebombt von den Alliierten. Und in Bonn war offenbar einer der wenigen großen Säle noch vorhanden, wo man dann überhaupt den Bundestag hat zusammenführen können. Das war tatsächlich ein Raumproblem. Also es war ein Bett zwischen Wiesbaden und Bonn eigentlich. Es war auch, glaube ich, so eine unbombte Stadt. Gab es aber weniger wahrscheinlich. Das ist interessant. Na klar, bei Köln war es ja zerbombt. Düsseldorf auch. Also alles, was so in der Nähe von dort ist. Aber jedenfalls St. Pölten, vielleicht auch, um das zu sagen, hat eigentlich eine schöne Innenstadt, aber leider steht sie leer. Neingehend. Ja, es sind ganz viele Innenstädte mittlerweile so mit St. Pölten gemeinsam. Ja, auch die Wiener Innenstadt ist ja sehr viel Leerstand, glaube ich. Naja, oder zumindest sehr international konzernisiert. Ja, oder wollte die Leute noch eine Woche wohnen im Jahr oder so. Also mich macht er immer fertig, wenn ich durch die Kärntner Straße her zu dem Büro gehe und dann hat er so ein CBD-Laden in der Kärntner Straße mittlerweile ebenerdig Platz. Sagt entweder aus, ja, mit CBD kann man richtig viel Knödel reißen oder B, die Mieten sind auch dort jetzt so weit abgesunken, dass man halt CBD da reinlassen kann. Ich glaube aber eher, dass man wahrscheinlich mit CBD für Geld, also weiß ich nicht, also die sehr erschütterndste da jetzt ums Eck in der, glaube ich, Aschomirgottstraße, da war, ich glaube, das älteste China-Restaurant Wiens. Wirklich sehr hübsch und neu übernommen und sehr liebevoll und war wirklich gut. Ah, und da kommt jetzt ein Lokal rein mit dem Sprechenden Namen Domschnitzel. Domschnitzel, das ist ja auch von der KI kreiert, glaube ich, oder? Gibt mir zehn Namen für ein Innenstadtlokal. Ja, die wirklich ganz gezielt auf die unterste Schicht von Tagestouristen abziehen. Und das war der beste Vorschlag wahrscheinlich.
responder1
00:36:40
Ja, kann doch sein. Vielleicht einwandt haben, weil ich war jetzt gerade in Florenz und natürlich ist die Innenstadt auch total touristisch, aber die haben ihren Stolz bewahrt und es gibt über ein Dutzend allein im historischen Zentrum Standeln, wo du, so ähnlich wie unser Revier schlostand, ausschließlich Kutteln, Kuttelsemerln kriegst. Ah, das ist aber stolz. Ja, also Dritter und Lampasconi, das ist ja noch ein anderer Magen, und das ist das Gegenteil von Domschnitzel, würde ich sagen. Also ich glaube, der amerikanische Tagestourist, wenn du dem erklärst, möchten sie vielleicht ein Kuttelsemerl, wird dann durchschauen, wo der McDonalds ist. Oder sie heimlich dem Hund zuführen. Aber nicht schlecht. Ja, aber schwer herzustellen, muss man doch so lange kochen, Kutteln, oder?
responder2
00:38:00
Ja, aber das ist offenbar eine jahrhundertealte Tradition und das bleibt. Und dort könnte man wahrscheinlich mit einem CPT-Standl auch einen Umsatz machen, aber da hat der Florentiner den Anstand, einfach Kutteln zu kochen. Finde ich gut. Aber ich schweife ab.
interviewer
00:38:30
Nein, du schweifst gar nicht ab, wenn du schon mal nicht Werbung für dein Programm machst, das ist ja auch okay. Da bin ich jetzt gespannt. Wie leitest du von der Kuttel zu deinem Programm?
responder2
00:38:40
Ich habe einen Entwurf von einem Text, der sich mit in der Reihenküche, der es nicht ins Programm geschafft hat, aber vielleicht später mal. Möglicherweise ist die Kuttel ein Ergebnis des Antichristen, was mich wieder zu Peter Thiel bringt.
interviewer
00:38:50
Ja, hoch an der Zeit.
responder2
00:38:55
Ja, ich verwende ja gerne den Satz, wenn man mich überfallen wollen würde, dann würde da zu einem Frankfurter Würstel reichen, das nicht von einem ordentlichen Fleischer stammt, weil ich glaube, davor hätte ich mehr Angst als vor sehr vielen Schusswaffen.
interviewer
00:39:10
Zu Recht. Ja, da gibt es schon Exemplare, wenn man sagt, nicht anstraffen. David, du bist ja auch hier, um ein bisschen Werbung für Braunschlag 86 zu machen. Zumindest habe ich mir das gedacht, dass du deswegen herkommst. Aber bis jetzt haben wir so Sparks gehabt haben, um sonst darüber zu reden. Bis hier am Ende der Podcast. Warum eigentlich 1986? Also wir haben schon ein bisschen über das Jahr gesprochen.
responder2
00:39:40
Ja, es ist herumgegangen, nicht nur Sebastian Kurz und die Eltern, also Sebastian Kurz, Eltern und die Eltern von Udo Landbauer haben einander getroffen. In diesem Jahr, wobei bei Landbauer wissen wir, es war der 12. April, das heißt, sie müssen sich schon 1985 nahegekommen sein. Warum 86? Aus mehreren Gründen. Also A, war es ein Jahr, das mich auch lang beschäftigt hat, weil ich immer schon was mit dem Jahr machen wollte, weil das eben so ein Jahr war, wo so viel passiert ist. Also auch international ist wahnsinnig viel passiert zu jedem Thema. Also der Challenger-Absturz hat ja auch zum Beispiel sehr viel in unserer Einstellung zu Raumfahrt per se verändert und die ist ja erst wieder durch Elon Musk sozusagen quasi zurückgekommen. Aber es gab eben viele Themen oder kaum Themen, die nicht berührt wurden im 86er-Jahr, wo es nicht ein Wendejahr war. Also es war international gesehen auch ein sehr wichtiges Jahr. Und zweitens war es auch so, dass es ja um die Sehnsucht nach einer Vergangenheit geht, die verklärt wird, wo man sagt, früher war alles besser, die ja in einer gewissen Zeitnähe liegen muss, weil es ja um die Jugend oder Kindheit der Protagonisten gehen muss. Und da sind das logischerweise die 80er-Jahre. Und die 80er sind ja auch etwas, das besonders verklärt sind, also die 80er- und 90er-Jahre eigentlich, wo man immer davon ausgeht, da war alles gut und da war alles besser zumindest. Und da gab es noch den sozialen Aufbruch und man hatte das Gefühl, dass die Welt noch besser wird immer. Und man hat noch an den Fortschritt geglaubt und etc. Und wenn man sich aber dann diese Jahre anschaut oder Tageszeitungen liest aus dem Jahr, dann merkt man, dass es ja nicht stimmt natürlich. Und eigentlich hat sich gar nicht so viel verändert. Die Themen sind teilweise noch immer die gleichen, über die wir reden. Von Nahost bis Terrorismus etc. Umweltkatastrophe. Also man merkt auch, wie kurz der historische Bogen ist, 40 Jahre, der uns in einem Menschenleben sehr lang vorkommt, aber eigentlich de facto sehr kurz ist.
responder1
00:43:00
Mir kommt ein Menschenleben auch sehr kurz vor.
interviewer
00:43:10
Ja, es kommt darauf an, manchen kommt sehr lang vor. Das hat was mit der Erlebniswilligkeit zu tun vielleicht. Was war denn im Filmischen die größte Herausforderung? Ich gebe zu, ich habe heute in der Früh nicht gearbeitet, als ich in der Westbahn nach Wien gesessen bin, sondern ich habe mir die letzten zwei Folgen Braunschlag angeschaut und ich habe es einfach wirklich genossen, diese Optik, die du da inszeniert hast. Von der Hollywood-Schaukel bis hin, nein, ins Krankenhaus, das eigentlich komplett steril war, abgesehen von einem roten Apfel, der da auf einem Tableau liegt. Also das ist jetzt mir nur einfach so eine Szene in Erinnerung, wo ich mir gedacht habe, herrlich, wie detailverliebt da gearbeitet wurde. Und wenn man jetzt aber eben mit Requisiten arbeiten muss, die vor 39 Jahren mehr oder weniger verschwunden sind, in ganz ganz vielen Fällen, was war denn da das größte Ding, logistisch überhaupt nochmal herauszubringen aus diesem Jahrzehnt?
responder2
00:44:40
Naja, es ist ein historischer Dreh, aber das Glück ist, dass es dann doch noch einiges gibt. Also ein großes Thema bei solchen Sachen sind immer Autos, weil die sehr teuer sind, aber in dem Fall ist es so, dass wir die meisten Autos von oben hatten, weil es wahnsinnig viele Leute noch gibt, die die sammeln oder noch um ein Dummstehen gehabt haben. Nicht weggehauen. Und geschaut haben, dass die jetzt wieder rennen halt und die haben sich dann wieder repariert, teilweise für uns. Halt mal gerade ein, mein erstes Auto, ich bin ja erst beim dritten in meinem Leben, ich habe sehr spät den Führerschein gemacht, hat mir mein Foto geschenkt, das war ein 86er Escort Diesel. Ich weiß nicht, 38 PS oder vielleicht 48. Aber die fahren ewig. Wie hätte man aufheben sollen? Innen und außen braun, braunes Plastik, braunes Klassiker. Man glaubt auch immer, dass die 80er bunt waren und in Wahrheit waren die ja überhaupt nicht bunt. In Wahrheit waren die beige, braun, sowas. Also in vielen Menschen wird das ja dann immer so verbuntet. Ja, weil es ein paar so Jugendmodelabels gegeben hat, die in ihren Formen waren. Man glaubt, alle sind rumgelaufen mit Duran Duran, aber so hat mein Alltag halt nicht ausgeschaut. Auch nicht wie in Miami Vice. Ich glaube nicht einmal in Miami.
responder1
00:47:30
Nicht einmal in Miami. Ja, aber dieser aufgestreifte Ärmel aus Miami Vice, der hat mir schon immer gefallen. Also der imponiert mir bis heute, wie man als Sakko aufstreifen kann. Ich imponiere es jetzt gerade da, weil es ist ein Podcast. Die Hälfte des Unterarms war frei, glaube ich. Also es ist ja ein bisschen wie die Dreiviertelhose. Ja. Beneidenswert, dass es das nicht mehr gibt, muss ich echt sagen. Also falls jetzt irgendjemand ein Modelabel kennt, wo man die Ärmel beim Sakko so breit hat oder so. Armani hast du das, glaube ich. Das war damals Armani, aber ich glaube, die Schneidenhams. Die müssen auch weit geschnitten sein, sonst kannst du es ja gar nicht aufkrempeln. Das ist ganz...
responder2
00:48:50
Ja, die hatten ja wahnsinnig doch so ein bisschen oversized, oder? Oversized, alles mal oversized, ja. Und die hatten ja die Schulterpolster. Das hat sich wahrscheinlich auf den Rest auch irgendwie ausgewirkt, auf die Ärmel. Und die Frisuren. Das war also ein bisschen ein Schlabberlook, oder? Das war das so. Also vor allem Frauenfrisuren. Ich glaube, sehr aufwendig. Bis auf Teile der 40er Jahre haben Frauen nie entstellendere Frisuren, zumindest im 20. Jahrhundert, getragen als in den 80ern.
responder1
00:50:00
Ja, aber Gender Equality, also wenn ich mir alte Videos von Bon Jovi oder sowas anschaue, das war schon in beiden Geschlechtern durchaus vertreten, so dieses Tupierte. Ich habe schon einen Grund gehabt, warum Treibgas so ein Thema war in den 80ern. Wahrscheinlich ist das weniger geworden, nicht wenn man CO2 verboten hat, sondern weil die Frisuren sich verändert haben. Es wird ja ein Erfolg werden, unbestritten. Planst du also jetzt schon? Ist gut, wenn man so verschreit, finde ich. Man macht die Fallhöhe ein bisschen auf. Ist gut. Soll ich noch was Arrogantes drauf sagen, damit es noch höher wird? Ja, natürlich. Sag einmal. Ich meine, das ist ein Gemahle Wiesner, das brauchen wir nicht mehr. Du wolltest ja eigentlich ursprünglich keine Fortsetzung machen und dann ist deine Schöpfung doch, weil ja Frankenstein ganz gut abgeschnitten hat bei den Oscars, wieder auferstanden.
responder2
00:52:00
Naja, das war eigentlich tatsächlich nicht beabsichtigt und es gab halt diese Idee mit dem 86er Jahr und ich habe dann überlegt, was mache ich damit oder wo spielt das überhaupt? Und da ist natürlich der naheliegende Gedanke, dass man sich jetzt halt kein Dorfer findet, wenn man eh schon eins hat. Und das waren eigentlich getrennte Ideen, sozusagen, die Fortsetzung von Braunschweig. Also es war zuerst die 86er Idee da und dann die Idee ist dort zu machen und dann passt es eigentlich auch ganz gut, dadurch, dass das ja jetzt dann so lang unbewohnt war und die Figuren auch, es ist auch wieder eine Tourismus-Idee eigentlich, also es passt da eigentlich vom Setup total gut rein.
interviewer
00:53:10
Ja, aber Fargo funktioniert ja so ähnlich, das ist ja eigentlich immer die Service-Stadt oder die Service-Gene zumindest in unterschiedlichen Zeiten. Das heißt, können wir uns auf Braunschlag 1789...
responder2
00:53:30
Wie viele Episoden von den Simpsons gibt es? Viele. Wozu haben wir einen Rechner und fragen ihn einmal? Also irgendwas wird der LK-E-Wall kennen. Ich glaube 7000, irgendwas Absurdes habe ich letztens gelesen. Das war wirklich, es gibt nicht einmal gute Zeiten, schlechte Zeiten. Ich glaube, es ist die längst laufende Serie der Welt und zwar schon so lang, dass, glaube ich, nie wieder wer auch nur in die Nähe kommen wird. Das ist unmöglich, ja. 800 Episoden. 800. Jetzt bin ich fast ein bisschen enttäuscht. Ja. 800. Ja, also am 15. Februar strahlte Fox die 800. und 800 die erste Episode aus. Gibt es die noch alle auf DVD, ist die Frage. Gibt es überhaupt noch einen DVD-Player? Ja, ich habe einen DVD-Player. Es gibt viele Sachen, die gibt es nur auf DVD, die gibt es digital gar nicht. Schau, schau. Schau, schau. Das ist leider richtig, weil diese Idee, dass du alles zur Verfügung hast, und es ein Internet gibt, das ist ein totaler Quatsch. Also der Moment, wo mir ein bisschen was ausgefallen hat, oder ein älteres sucht, stehst ratlos oft einmal in der Gegend. Was erstaunlich ist eigentlich, weil es wäre ja leicht, das zu digitalisieren, aber vielleicht hat es rechtliche Gründe. Ja, ich glaube, das ist größtenteils, wo wir es sagen, der kommt. Ihr wolltet jetzt eigentlich nur auf diesen Rant hin, dass früher eh alles besser war. Ach so, das ist definitiv früher. Also bist du in die Videothek gegangen und da hast du alles gefunden. War ja alles zugänglich damals.
interviewer
00:56:10
Wir haben jetzt richtig, richtig viel über die Vergangenheit geredet. Wollt ihr nicht noch einmal darüber sprechen, jetzt Thomas hat es kurz angediesert, was noch die dritte Staffel von Braunschlag werden könnte? Ja, wenn ich jetzt eine Idee von euch bekomme, freue ich mich natürlich, weil dann...
responder2
00:56:40
Ja, Bauernkriege. Bauernkriege, also die Zeitenidee. Gut, aber wenn man in Zeiten denkt, kommt natürlich viel... Braunschlag 1537. Also Robin Hood eigentlich quasi, das wäre auch gut. So Braunschlag im 30erigen Krieg dann vielleicht auch mal. Ja, oder es geht auch Loch Ness zum Beispiel wird gehen als Legenden, also das Monster im Teich. Ja, zum Beispiel. Das geht auch gut. Und du kannst natürlich ja über die Außerirdischen auch eine Anbindung ans Science Fiction machen. Das war tatsächlich bei der ersten Remake-Anfrage, die es gab, das war eh von Fox lustigerweise, haben die mich angerufen und gesagt, ja, sie finden das toll und so und sie würden nur auf eine Sache verzichten, auf die Marienerscheinung. Zu blasphemisch. Weil, naja, in Amerika funktioniert das nicht so gut. Sie würden sich mehr auf die Aliens konzentrieren. Fand ich dann auch erstaunlich. Ja. Leider nie gemacht. Leider nie gemacht, weil das hätte ich tatsächlich gern gesehen, auch wenn ich mich gefragt hätte, wozu ein Remake war. Ja, bei deinem Konto hättest du wahrscheinlich noch lieber gesehen als du, oder? Ja, das wäre toll, ja. Wird nicht passieren, leider. Schade. Gut, mit so bedauernswerten Gedanken möchten wir sie in dieser Woche jetzt alleine lassen. Schauen Sie einfach Braunschlag. Es ist ab Freitag in der TV-Tek verfügbar. Ab Donnerstag schon. Ab Donnerstag schon, aber der Podcast kommt erst am Freitag raus. Also ab Freitag. Zeit in ein zeitliches Wurmloch werfen, das wird sie überfordern. Und da sind wir schon bei der Idee zu erbringen. Ja, genau. Das ist die Zeitschleife. Krasse. Zeitschleife Braunschlag. Wunderbar. Wir werden diesen Gedanken noch einmal ausführen. Bis nächste Woche sind wir damit sicherlich noch nicht fertig, aber wir werden bis dahin sicherlich irgendwann mal wieder Zeit haben, mit dem Thomas eine Episode aufzuzeichnen. Ich glaube, ich weiß sogar schon. Nein, ich weiß noch nicht, wo wir reden werden. Das erfahren Sie dann in der nächsten Woche. Ich habe nichts mehr zu sagen. Hast du noch was zu sagen? Nein, danke für die Einladung und bleiben Sie uns gewogen. Und es ist mindestens Freitag, wenn Sie das hören, nur um das klarzustellen. Tschüss und schleicht euch!